forum 273 – 25 Jahre Déi Gréng
Das 25-jährige Bestehen der grünen Partei haben wir zum Anlass genommen, um nachzufragen, wo unsere politischen Freunde stehen, die vor einem Vierteljahrhundert angetreten waren, die Welt, Luxemburg und den Krautmarkt zu verändern. Mit einem ähnlichen Anspruch hatte auch forum vor 30 Jahren begonnen, die ASTM, die ASTI und eine ganze Reihe weiterer Organisationen und Vereine der luxemburgischen Zivilgesellschaft. Zwischen dem politischen Aufbruch damals und der Geschichte dieser Zeitschrift gibt es viele Verbindungslinien. Michel Pauly hatte sogar einmal (mit Camille Gira und Marco Schank) die Rolle des Vermittlers gespielt, um im Streit zwischen GLEI und Gréng zu schlichten.
Weltverbesserer nannte man die jungen Leute damals abschätzig, die sicherlich mit einer gehörigen Portion Überheblichkeit aber auch mit dem richtigen Gespür für die zukünftigen Entwicklungen Anti-Atomkraft, Gleichberechtigung, Integration der Ausländer, Umweltschutz, Bürgerrechte und Denkmalschutz einklagten.
Die Entwicklungen haben ihnen auf allen Ebenen (leider) Recht gegeben. Sie lagen so richtig in ihren Einschätzungen und Forderungen, dass alle politischen Lager diese Themen (mit mehr oder weniger innerer Überzeugung) in ihre Programme aufgenommen haben. Doch für die Luxemburger Politik ist der Stachel der Grünen deswegen nicht weniger notwendig. Die Demokratisierung des Landes und seiner Institutionen ist eine Aufgabe, für die es sich lohnt auch in Zukunft zu streiten.
Einen weiteren Nachtrag zum Thema nationale Identität und Selbstverständnis des Landes liefern in dieser Ausgabe Fernand Fehlen und Paul Zahlen. Wir werden sicherlich auch in Zukunft auf diese Diskussion zurückkommen.
Eintrag aus: Gesellschaft,Politik Montag, 04. Feb 2008 admin




