Eine Frau, zwei Arbeitsplätze
Zur Mehrfachbelastung berufstätiger Frauen
lm Gegensatz zu den Männern, üben die Frauen Erwerbstätigkeit
zusätzlich zur Hausarbeit aus. Sämtliche Untersuchungen zeigen, dass nicht nur Vollhausfrauen, sondern auch erwerbstätige Frauen, die Mann und Kinder haben, den grossen Teil der Haus- und Erziehungsarbeit selbst erledigen, ohne, oder nur mit geringer Beteiligung des Mannes.
Überforderung durch Doppelbelastung
Währen ...
lm Gegensatz zu den Männern, üben die Frauen Erwerbstätigkeit
zusätzlich zur Hausarbeit aus. Sämtliche Untersuchungen zeigen, dass nicht nur Vollhausfrauen, sondern auch erwerbstätige Frauen, die Mann und Kinder haben, den grossen Teil der Haus- und Erziehungsarbeit selbst erledigen, ohne, oder nur mit geringer Beteiligung des Mannes.
Überforderung durch Doppelbelastung
Während die Familie für den Mann eher einen Ort der Entspannung und Erholung darstellt, ist sie für die Frau, die ausserhalb des Hauses arbeitet,
ein zweiter Arbeitsplatz, der zudem viel Verantwortung und Anstrengung abverlangt. Denn auch im Leben der berufstätigen Frau - und insbesondere
der Mutter - ist die Familie ein Bereich, für den sie voll verantwortlich ist, und dies, angefangen bei den Reinigungsarbeiten über das Einkaufen und
die Essenszubereitung bis hin zur Lernhilfe und Krankenpflege.
Bedenkt man, dass die Hausarbeit (Kinderbetreuung und Lernhilfe inbegrif-fen) nach Schätzungen der Vollhausfrauen selbst, rund 6o Stunden wöchentlich
betragt (1), so kann man sich in etwa vorstellen,
welch enormes Arbeitspensum erwerbstatige Mutter
absolvieren. Dies stimmt auch dann noch, wenn
letztere der Hausarbeit weniger Zeit widmen
nen als die Vollhausfrauen. Freizeit bleibt do
selbst an Wochenenden kaum Obrig, besonders dann
nicht, wenn noch Kleinkinder zu versorgen sind,
deren Pflege und Betreuung auch wiederum fast ausschliOlich
von Frauen Obernommen werden.
Diese doppelte Arbeit, im Beruf und zuhause,
stellt grae nervliche und kOrperliche Anforderungen
an die Frau. Meistens bedarf es eines genial
ausgeklOgelten Zeitplans,um den privaten und
den beruflichen Bereich so zu organisieren,
die Betroffene beiden gerecht werden kann, ohne
sich dabei total zu verausgaben. Oftmals gleicht
dabei das Leben der erwerbstUtigen Frau und Mutter
einem Lauf gegen die Zeit, der sich taglich
(manchmal sogar mehrmals taglich) zwischen Lohnarbeitsplatz
(eventuell zusatzlich Kinderkrippe)
und Kochtopf abspielt
Die Doppelrolle, in die die Frau,infolge ihres
doppelten Arbeitsplatzes gedrangt wird, bedeutet
fOr sie jedoch nicht nur eine immense ArbeitsLiberforderung,
sondern zudem auch eine starke psychi
sche Belastung. Dadurch, du3 sie zwei unterschiedlichen
und zum Teil sogar widersprOchlichen Rollenerwartungen
nachzukommen hat, wird eine potentiell
krankmachende "double-bind-Situation" geschaffen
(2): Wahrend die Arbeit in der Familie, die auf
die direkten physischen und psychischen BedOrfnisse
des Einzelnen ausgerichtet ist, von der
Frau ein hohes M4 an EinfUhlungsvermOgen. Zartlichkeit
und FOrsorglichkeit beansprucht, erfordert
die Arbeit im Berufsleben eher Rationalitat.
DurchsetzungsvermOgen und Ehrgeiz.
Eine Frau, die ihr Soll auf beiden Fronten opti
fatigkeiten der Mutter nach Berufsstellung und Kinderzahl (an einem normalen Tag)
1-2 Kinder
3-4 Kinder
5 und mehr Kinder
Berufvatige
Husfrauen BerufslUge
Hausfrauen Berufstafige
Haus u n
Frauen
Ham
Frauen
Insgesamt: 24 Stunden, gemessen in vollen und Zehntelstunden
Aus:Elisabeth Badinter, Die Mutterliebe S. 282
mal erf011en und den an sie herangetragenen Erwartungen
mOglichst gerecht werden will, mO
jedenfalls Uber eine gehdrige Portion an Ich-
Starke und Selbstbew4tsein verfUgen, und groe
innere Sicherheit und Ausgeglichenheit besitzen
um dieses Doppelleben Uberhaupt auszuha)ten.
Am meisten leiden berufstatige Mutter von 3 und
mehr Kindern unter der Doppelbelastung (3), indem
sie his an den Rand der ErschOpfung arbeiten,
werden sie von der doppelten Arbeitsbelastung
regelrecht erdrUckt. FOr Frauen aus sozial unterprivilegierten
Klassen verscharft sich die Situation
dadurch, du3 sie,infolge schlechter Ausbil
dung,besonders ungOnstige Arbeitsplatze und -
bedingungen in Kauf nehmen mUssen. Hinzu kommt,
sie meistens mit einem Partner zusammen sind,
der sich in ahnlicher Arbeitssituation befindet.
Gleicherm4en Oberfordert sind die alleinerziehenden
Frauen, die neben der Uberbelastung durch Mut-
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terschaft und Beruf ouch noch unter Geld- und Wohnungsnot
zu leiden haben. Zusatzlich zu den Gef6hlen
des Allein- und Abgeschobenseins, des Versagthabens,
mOssen sic mit den Vorurteilen ihrer Umwelt
fertigwerden. Anstatt der Hilfe, die ja besonders
sie bei ihrer Mehrfachbelastung nOtig hatten,
werden ihnen z.B. bei Arbeitsplatz- und Wohnungssuche
Unverstandnis und Ablehnung entgegengebracht.
Geld- und Zeitmangel, der Verlust gesellschaftlicher
Kontakte und Anerkennung macht sie
zunehmend mutloser und treibt sie ins soziale Abseits.
Auf sie trifft dos von der Frauenforschung
gepragte Stichwort der "Feminisierung der Armut"
zu: Alleinerziehende Mutter stehen in der BRD z.B.
an der Spitze der Sozialhilfeempfanger. Mehr als
1/4 aller Alleinerziehenden lebt, lout Untersuchunc
einer Hamburger Soziologin i an der Armutsgrenze!
(4).
Zwischen Zufriederheit und Schulejer n
Yialiner kommen im allgemeinen kaum auf den Gedanken,
da man sich die Hausarbeit teilen kOnnte. Aus gutem
Grunde: Dank des Weiterbestehens der Hausfrauenrolle
neben der Erwerbstatigkeit der Frau ist
fOr sic Vaterschaft und Beruf durchaus vereinbar,
verbleibt ihnen genOgend Zeit um Hobbys zu pflegen
und sich weiterzubilden. Nach wie vor kbnnen sic
sich ruhigen Gewissens der Familienarbeit entziehen
mit dem Verweis auf die "NatUrlichkeit" der Mutterund
Hausfrauenaufgabe. Denn nach wie vor werden in
unserer Gesellschaft Hausmanner, wenn nicht gerade
bedauert i so doch belachelt und als nicht natOrlich
oder als unmannlich angesehen - und dies nicht nur
von Mannern Genau hier stellt sich die Frage,
wieso die Frauen selbst, trotz ihrer starken Uberforderung
i nicht den nOtigen Leidensdruck verspOren
um sich energisch und lautstark fOr eine gerechtere
Aufteilung der Arbeitsbelastung einzusetzen, ja wie
so sic ihre Situation nicht nur akzeptieren sondern
sogar als durchaus zumutbar darstellen.
Nachstehender Untersuchungsergebnis Ober die Zufriedenheit
mit der hauslichen Arbeitsteilung in
franzbsischen Familien mutet geradezu unglaubwOrdig
an:
\rater
Mutter
zufrieden 92 To
86 To
unzufrieden 7%
keine Antwort
%
Aus:E. Badinter, Die Mutterliebe S. 284
Dies ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt,
laut Angaben der berufstatigen Ehefrauen, die Beteiligung
des Mannes an der Hausarbeit bei nur maxi°
cal 4o % lag!
In anderen europaischen Landern kamen bei ahnlichen
Untersuchungen hohe Zufriedenheitsquoten zustande
und dies obwohl die Hauptlast der Hausarbeit immer
von den Frauen getragen wurde wie die nachste
Tabelle zeigt:
Tabelle 28: Beteiligung der Vater an der Hausarbeit
Frage: Wenn Sie einmal iiberlegen, wieviel von der Hausarbeit (ohne
Kinderbetreuung) Ihr Mann Ihnen abnimmt/Sie Ihrer Frau abnehmen,
wieviel ist dies etwa in Prozent ausgedriickt?
weniger als 40 Prozent mehr als 40 Prozent
Mutter Vater Mutter Vater
Bundesrepublik
63 %
50 %
23 %
34 %
Osterreich
88 %
91 %
10 %
9 %
Schweden
76 %
50 %
24 To 40 %
Finnland
85 %
a9 9a
}5%
8 %
Ungarn nichts 14 %
(nur MUtter) weniger als ich 63 %
genau so viel wie ich 16 %
mehr als ich 3G70
Aus:Gisela Erler u.a., Mutter zwischen Beruf und
Familie S. 125
Ob die Frauen sich nun wirklich so zufrieden fUhlen
oder ob sic nur davon zurOckschrecken, sich negativ
Ober ihre Rolle zu auern, kommt letztendlich auf
dasselbe heraus: in jedem Fall wird aufgezeigt, in
welch erschreckendem Maze das jahrtausendalte Frauenbild
von der treusorgenden Gattin und Mutter
verinnerlicht wurde. Auch heute noch, wird die traditionelle
Frauenrolle wie eh und je weitervermittelt,
werden Frauen so erzogen, nur sic filr alles,
was sich im Haushalt abspielt zustandig und
verantwortlich sind. Von kleinauf werden sic vom
Spielzeug Ober SchulbOcher his hin zu Schlagerund
Werbetexten auf ihre Rolle als Hausfrau und
Mutter vorbereitet. Und so selbstverstandlich wie
in frOhen Kindheitsjahren, zusammen mit der Mutter,
Vater und Geschwister umsorgt wurden, werden spater
- automatisch - Freund, Ehemann, Kinder umhegt
und gepflegt.
Besonders die von der Werbung als typisch hingestellten
und von den Medien millionenfach verbreiteten
Frauenbilder vermitteln falsche Ideale und ein
falsches Selbstbew4tsein. 1974 bezeichnete der
internationale Bericht der UNO Ober die Frauendarstellung
in den Medien, die Werbung als negativ und
bedenklich. An dieser Situation hat sich his heute
kaum etwas geandert: Noch immer werden die Rollen
der Ehe- und Hausfrau verklart, wahrend die berufstatien
Frauen stark unterreprasentiert bleiben.
So l g ig Anfang der Boer Jahre ihre Darstellung in der
Fernsehwerbung unter 3%!
Selbst der Vorsta in die Berufswelt vermag es
nicht - wie wir gesehen haben - das eingeUbte
Familienbewutsein aus dem Mittelpunkt zu ver-
17
Marie Marcks
drangen. Eigene BedOrfnisse werden bis zum Nullpunkt
zurOckgestellt, Freizeit quasi total geopfert,
um neben der Erwerbstatigkeit dem Bild
der guten Familienmutter zu entsprechen.
Denn in den Augen der Allgemeinheit haben ouch
berufstatige Mutter in allererster Linie fUr Mann
und Kinder dazusein. Vatern ist gesellschaftliche
Anerkennung gewiss, wenn sie beruflichen Erfolg
haben; ihnen nimmt man es nicht Obel, wenn
sie dabei infolge beruflicher Anforderungen ihren
Kindern wenig Zeit widmen. Mutter aber mOssen
es auf jeden Fall und um jeden Preis schaffen,
Beruf und Kinder optimal unter einen Hut zu
bringen!
Kein Wunder, da viele berufstatige Witter, insbesondere
was die Kindererziehung betrifft, unter
SchuldgefOhlen leiden, well sie sich der vorherrschenden
Meinung nach,nicht genOgend um ihre
Kinder kOmmern. Durch die jahrhundertelang
Ubermittelte und ouch heute noch propagierte
Mutterideologie bleiben sie davon Oberzeugt,
sie allein die BedOrfnisse ihrer Kinder
kennen und befriedigen kbnnen. Folglich fOhlen
sie sich intensiv fur das Wohl ihrer Kinder
verantwortlich. Sie verhalten sich auch dementsprechend,
indem sie in der Kinderbetreuung
alles selber machen wollen und so (unbewusst)
die Vater ins Abseits drangen, statt sie starker
zur Kooperation heranzuziehen. So ergab beispiels
weise eine amerikanische Umfrage, d4 2/3 der
Frauen (!) es nicht so gerne sehen, wenn sich
ihre Manner um die Kinder kOmmern. (5).
.:1112 3rstande gegen VE Emderung
Mit diesem Verhalten tragen die Frauen selbst
jedoch ma4eblich dazu bei, d4 die \rater ouch in
Zukunft ihrer Verantwortung bei der Kindererziehung
weitgehend enthoben bleiben. Zudem verstarken
sie bei ihren eigenen Kindern wiederum die
Annahme, du3 Kinderversorgung Frauensache sei.
Die Manner jedenfalls drangen sich nicht auf und
begnOgen sich nur ailzugerne mit den Handlaterdiensten,
die ihnen Frauen bei der Kinderbetreu-
_ung zuweisen.
Vom gesellschaftlichen Standpunkt aus werden sie
damit ouch ihrer Vaterrolle vollauf gerecht.
Schon allein die Tatsache, da3 sie sich Uberhaupt
an der Kindererziehung beteiligen, bringt es
mit sich, dal sie in ErziehungsbOchern und Familienzeitschriften
als die "neuen Vater" gefeiert
werden und sogar als "die neuen Helden einer
lautlosen Revolution" betitelt werden! (so zu lesen
S. 90 unter dem Stichwort "Vater" im "ELTERN"
Sonderheft "Mein Baby" von 1985-1986).
Aus alldem geht deutlich hervor, d4 der Doppel
belastung, wie sie heute von erwerbstatigen Frauen
erlebt wird, eine tief verankerte konservative
Familienideologie zugrunde liegt und d4 es
eines gewaltigen Bewu3tseinsprozesses bedarf,
um diese als solche zu erkennen und infragezustellen.
Besonders mOhsam scheint der Weg, den
die Frauen noch vor sich haben, um endgUltig
loszukommen von Mutterschaftsmythos, von den sie
doch langst befreit schienen...
Dadurch, dal konservative Politiker - unterstUtzt
von ebenso konservativen Psychologen und Kinderarzten
- auf zunehmend subtilere Weise dafOr sorgen,
das Mutterideal aufrechtzuerhalten, werden
die Frauen immer wieder aufs Neue in die stereotype
Hausfrauen/Mutterrolle zurOckgedrangt bzw.
in ihr festgehalten. Hiermit wird zugleich die
geschlechtsspezifische Arbeitsteilung gefestigt,
eine traditionelle Arbeitsteilung, die ohnehin
so fest verwurzelt, allgemein und umfassend ist,
d4 es eine Utopie ware anzunehmen sie kbnne allein
durch rationale Emanzipation bzw. durch
sozial- und familienpolitische M4nahmen aufgehoben
werden. In diesem Sinne sind Lbsungsvorschlage
(z.B. Abschaffung der Familie, totale Ubergabe
der Kleinkindererziehung an staatliche Institutionen
sowie der Verzicht auf Kinder Oberhaupt
...) wie sie von einigen radikalen Feministinnen
und Feministen propagiert werden, fehl am Platz.
Solche Forderungen werden als inhuman erlebt und
Ibsen Angst aus, dadurch dal sie die Lebensanschauung
und -gestaltung des Einzelnen direkt in-
Yragestellen, diese Angst wiederum lost Widerstand
aus und hemmt damit den Willen zur Veranderung.
Andererseits aber genOgt es nicht - im Hinblick
auf die Schaffung einer solidarischen Gesellschaft
in der Mann und Frau sich die Erwerbsarbeit genauso
symmetrisch teilen wie Haushalt und Kindererziehung
- blcle Appelle und Bitten zu formulieren.
Sinnvolle politische Forderungen, die eine Rollenumverteilung
ermbglichen und herbeifOhren sollen,
mUssen mit allem Nachdruck gestellt werden!
Da der Frauenbewegung auf die Berufswelt hin his
dato keine gegenlaufige Mannerbewegung au[ die
Familie hin entspricht (Mannergewerkschaften
vordergrOndig fUr mehr Lohn und mehr Freizeit,
nicht aber beispielsweise fUr Vaterschaftsurlaub
kampfen ...) scheint es mehr als klar, du es an
den Frauen liegt diese Forderungen zu formulieren
und vorzubringen. An ihnen ist es, sich fOr eine
gerechtere Rollen- und Arbeitsteilung einzusetzen
und dies im privaten wie im bffentlichen, im
gewerkschaftlichen, wie im politischen Leben!
Dabei ist die individuelle und kollektive Bewu3tseinsbildung,
die Erkennung und die Bewaltigung,
der durch die geschlechtsspezifische Sozialisation
entstandenen oft Lief verschOtteten Angste.
BedUrfnisse und GefOhle von allerwichtigster
Bedeutung.
Denn ohne psychischen Veranderungsprozess kann
es keine Veranderung gesellschaftlicher Strukturen
geben!
10
Varr ligsvorscl.ge
Vorschlage, die der Doppelbelastung der Frauen
entgegenwirken sollen.
1. Bekampfung falscher Vorstellungen (in der Erziehung,
den Medien, der Offentlichen Meinung)
- Abschaffung der geschlechtsdifferenzierenden
Erziehung und geschlechtsspezifischer
Lernangebote
Einwirken auf die Medien, um die Rollenklischees
abzubauen (u.a. in der Werbung) und
um die Vermittlung unrealistischer Ideale
einzustellen
DarUberhinaus:
- Abbau des Leistungszwangs und des Konkurrenzverhaltens
zugunsten der FOrderung emotionaler
Fahigkeiten
2. Sozialpolitische Manahmen
a) im Arbeitsprozess:
- Arbeitszeitverkijrzung fOr alle bei gleichblei
bendem Gehalt
- Verbesserung der sozial- und arbeitsrechtlichen
Absicherung von Teilzeitarbeitenden
- Elternurlaub fOr Mutter und/oder \tater bis zu
einem Jahr und mehr mit Lohn- und Gehaltsausgleich
- Bezahlter Sonderurlaub fOr Mutter oder \later
bei Erkrankung des Kindes. Kinderarztbesuch
u. dgl.
- Weitergehende M4nahmen fOr Alleinerziehende
und Kinderreiche
b) durch soziale und kollektive Einrichtungen:
- Ausbau von Kantinen guter Qualitat
- Einrichtung von Kinderkrippen in aliengraeren
Betrieben
- Schaffung von Offentlichen Ganztagsschulen
- Weiterausbau der Offentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen
3. Gerechte Arbeitsteilung
Durch effektive Beseitigung geschlechtsspezifischer
Arbeitsteilung im
1111 3 IER
- privaten (Haushalt, Kindererziehung,
- betrieblichen (verschiedene Arbeits- und
Verantwortungsbereiche)
- Offentlichen (gesellschaftliche Aktivitaten
...)
- politischen (Entscheidungen....)
- gewerkschaftlichen (Verantwortungen, Vertretungen,
BeschlOsse, ...)
Leben.
Sylvie Bintz
Literatur:
Elisabeth Badinter: Die Mutterliebe, MOnchen 1984
Elisabeth Beck-Gernsheim: Vom GeburtenrOckgang zur
neuen MOtterlichkeit.
Frankfurt a. M. 1984
Angela Barron Mc Bride: Das normalverrUckte Dasein
der Hausfrau und Mutter,
Hamburg 1976
Colette Dowling: Der Cinderella Komplex, Frankfurt
a.M. 1984
Roland Eckert: Geschlechtsrollen und Arbeitsteilung,
MOnchen 1979
Gisela Erler u.a.: Mutter zwischen Beruf und Fami
lie, MOnster 1983
Ekkehard Kloehn: Die neue Familie. Hamburg 1982
Kursbuch 76: Die Mutter, Berlin 1984
Helge Pross: Die Wirklichkeit der Hausfrau, Hamburg
1976
Anja Meulenbelt: Wie Schalen einerZwiebel, MOnchen
1984
Ursula Scheu: Wir werden nicht als Madchen geboren,
Frankfurt a.M. 198o
Anmerkungen:
1. Helge Pross: Die Wirklichkeit der Hausfrau.
S. 96
2. Ursula Schmidbauer-Schleibner in: Vorgange Nr.
32, S. 99
3. Helge Pross: Die Wirklichkeit der Hausfrau.
S. 241
4. Sozialmagazin 1/1986, S. 9
5. Psychologie Heute 6/1984, S. 7. 87 16 4 Sylvie Bintz Zur Mehrfachbelastung berufstätiger Frauen Eine Frau, zwei Arbeitsplätze Arbeitswesen Frauen Psychologie International Dossierbeitrag
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