Das Medienprojekt „forum“

forum ist eine von einem Verein herausgegebene Autoren- und Debattenzeitschrift, die sich als offenes und partizipatives Medienprojekt versteht.

Verlagslinie*

forum bietet einen öffentlichen Raum, in dem sowohl junge als auch etablierte, professionelle und nicht-professionelle, akademische und nicht-akademische Stimmen ihren Platz finden. Die Zeitschrift funktioniert als offenes Netzwerk und als Community. Einmal angeworbene Autoren sind für den Verein und die Zeitschrift potentielle Leser, Abonnenten, Mitarbeiter…

forum verfolgt das Ziel, die Veränderungen der luxemburgischen Gesellschaft kritisch zu begleiten und verständlich zu machen. Politische Bildung und politische Debatte gehen dabei Hand in Hand.

Die Zeitschrift ist politisch unabhängig, der Ansatz ist offen und engagiert. Es gibt keine selbstauferlegte Verpflichtung zu irgendeiner wissenschaftlichen Objektivität oder politischen Neutralität – hingegen wohl zu intellektueller Ehrlichkeit.

Geschichte

forum wurde 1976 gegründet als Informationsblatt einer Jugendpfarrei und widmete sich insbesondere Umweltthemen, der Situation in der „Dritten Welt“ und der Reform innerhalb der katholischen Kirche. In den 80er Jahren wurde aus forum eine Zeitschrift, die den kritischen Aufbruch innerhalb der Luxemburger Zivilgesellschaft abbildete. Seit den 90er Jahren kamen die sozialwissenschaftliche und politische Begleitung der rasanten Transformation der luxemburgischen Gesellschaft hinzu. Seit Anfang der 2000er Jahre bietet forum noch dazu der Universität und der luxemburgischen Wissenschaft einen Ort, um Forschungsergebnisse einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Als kleines, nicht-professionelles Medienprojekt konnte forum immer sehr schnell auf technologische Veränderungen reagieren. forum hat als erste luxemburgische Zeitschrift/Zeitung schon Anfang der 90er Jahre auf Desktop-Publishing umgestellt, eine erste Internetseite 2001 ins Netz gestellt, eine zweite 2005, eine dritte 2015. Zwischen 2005 und 2007 wurden die gesamten Beiträge seit der Gründung der Zeitschrift elektronisch archiviert und online verfügbar gemacht, 2005 zum Anlass des Referendums zur EU-Verfassung wurde ein vielbeachtetes Internetprojekt zur politischen Bildung initiiert, zur Verfassungsreform hatte forum mit www.constitution.lu und einer Reihe von Veranstaltungen ebenfalls einen unabhängigen Beitrag zur politischen Bildung und Debatte geleistet. forum ist darüberhinaus von Zeit zu Zeit als Verleger aufgetreten, u.a. mit der Herausgabe des sog. Artuso-Berichtes.

Der Verein organisiert seit vielen Jahren eine regelmäßige Veranstaltungsreihe „public forum“, deren vorrangiges Ziel der Austausch und die Interaktion zwischen Publikum, Experten und Akteuren ist. Durch aktive Teilnahme des Publikums, durch das Schaffen einer Atmosphäre des gegenseitigen Ernstnehmens sollen Interesse, Implikation und Engagement geweckt werden.

Wer sich eingehender mit Geschichte und Selbstverständnis von forum beschäftigen möchte, findet hier Informationen:

Michel Pauly: Projekt im Wandel – Ein Rückblick auf 25 Jahre forum (2000)
Jürgen Stoldt: 200 bis 300 – Eine Bilanz zu weiteren 10 Jahren forum (2010)
Jürgen Stoldt: Polemisch – Zum Selbstverständnis der Zeitschrift forum (2013)
Jürgen Stoldt: Unruhige Zeitenforum hat es wider Erwarten bis zur Nummer 400 geschafft (2019)

Wenn Sie forum unterstützen wollen, dann sollten Sie sich abonnieren. Es gibt auch die Möglichkeit, Spenden für die Zeitschrift steuerlich abzusetzen.

* Dieser Zwischentitel wurde am 11. März 2020 hinzugefügt, um deutlich zu machen, dass es sich bei diesem bereits sieben Jahre alten Text um unsere „lignes éditoriales“ handelt.