public forum (13.07.2022): Krieg und Friedensbewegung

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat nicht nur das Land ins Chaos gestürzt und Tausende von Leben gekostet, sondern auch innerhalb der EU bei vielen Menschen lieb gewonnene Gewissheiten irritiert. Auch die Friedensbewegung stellt sich seit dem 24. Februar die Frage, wie sie sich angesichts der Entwicklungen in diesem Krieg (neu) positionieren soll. Bei diesem public forum in den hauptstädtischen Rotondes wurde die Frage nach dem Pazifismus in Zeiten des Krieges kritisch diskutiert.

Muss sich die Friedensbewegung seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine neu positionieren? Bleibt es bei der Devise „Frieden schaffen ohne Waffen“, oder muss diese überdacht werden? Wie beurteilt die Friedensbewegung die Unterstützung der ukrainischen Territorialverteidigung in Form von Waffenlieferungen, wie sie von europäischen Staaten, den USA und anderen unternommen wird? Ist eine radikale pazifistische Position im Falle einer „kollektiven Selbstverteidigung“, wie sie in Artikel 51 der UN-Gründungscharta beschrieben wird, überhaupt angemessen? Um diese und weitere Fragen zum Ukrainekrieg ging es in der Diskussion zwischen Friedensbewegten, Journalismus und Politik sowie dem Publikum.

Auf dem Podium:

Armand Back (Tageblatt)

Raymond Becker (Friddens- a Solidaritéitsplattform)

Karl Hans Bläsius (AG Frieden Trier)

Paul Galles (CSV)

Magali Paulus (AG Fridden an Gender)

Moderation: Michel Pauly (forum)

Die Veranstaltung fand in luxemburgischer und deutscher Sprache in den Rotondes statt.

Hier der Link zur gesamten Diskussion:

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