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Ich habe gefunden, daß die herrschende Ideologie den Menschen die Selbstverwirklichung versagt. Darum nenne ich die Mächtigen dieser Gesellschaft vor der Öffentlichkeit bei ihrem wahren Namen: Heuchler und Lügenbrut. Darum gehe ich unter die Ärmsten und Verachtetesten, denn sie sind die Gezeichnetesten und Entrechtetesten, unter die Prostituierten und kleinen Betrüger, und lehre ihnen, daß die Befreiung vom Übel ihre Zukunft ist. Ich rede für den entfremdeten Menschen, gegen die Ordnung der Herrschenden, weil sie die Menschen zu dem machte, was sie sind, zu Sklaven, die nicht mehr wissen um ihre knechtliche Stellung als verplantes und funktionierendes Rädchen im Getriebe der Zeit. Ich will ihnen das Bewußtsein ihres Sklaventums geben. So ging ich unter die Leute, nicht um zu befriedigen und zu beruhigen, sondern um ein Feuer zu legen, das die erfüllte und menschliche Zukunft leicht macht und die Verkünder und Erhalter der entmenschlichenden Ideologie verzehrt. Zwietracht und Unzufriedenheit ist die Folge meines Tuns. Meine Rede wiegelt das Volk auf; unbequem bin ich deshalb den Mächtigen, eine Gefahr für ihre Herrschaft eine Gefahr für Ruhe und Ordnung. Sie trachten also, mir das Sagen der Wahrheit unmöglich zu machen. Ihr Wunsch ist es, mich zu töten. Doch ich werde weitertreiben die Auflehnung, daß die Morgenröte des kommenden Reichs der Freiheit in unserer Liebe sichtbar wird. Vielleicht werden sie mich töten. Doch die Flamme meines Werkes wird in jedem Liebeswerk neu auferstehen, und der Mord und Betrug ist den Herrschenden dieser Welt zum Letzten unnütz. Am Ende steht das freie Reich Gottes. Ich heiße Jesus von Nazareth.
Ulrich Arntzen
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