Dieser Inhalt wurde anhand eines gescannten Dokuments mithilfe von optischer Zeichenerkennung (OCR) und künstlicher Intelligenz (KI) digitalisiert. Er kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten.

Jugendchouer Beetebuerg

Weg zum Leben

"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" – dieses Wort gilt von einem Mann, dessen Weg vor 2000 Jahren am Galgen endete. Seine Schuld:

Er trat für die Gleichheit aller Menschen ein.

Er zeigte bestehendes Unrecht auf und verurteilte es.

Er war ein Zeichen des Widerspruches gegen alles, was den Menschen erniedrigte und zerstörte.

Er solidarisierte sich zu sehr mit den Armen, Kleinen, Schwachen, Unterdrückten.

Die Bewegung und Unruhe, die er unter die Geister seiner Zeit brachte, passte den Herrschenden nicht ins Konzept.

Er war zu unbequem, zu radikal in seiner Forderung nach mehr Gerechtigkeit

Er musste eliminiert werden, aber sein Menschsein war so wertvoll, dass es von Gott erhalten wurde.

Der Gekreuzigte ist auferstanden! Er lebt! Freuen wir uns!

Immer wieder sind Menschen seinen Weg gegangen, haben sich seiner Wahrheit gestellt. Auch wir versuchen, uns an Ihm zu orientieren. Sein Leben war Liebe, d.h. totale Hinwendung zum Andern. Diese ethische Forderung hat er zur Grundlage aller Beziehungen zwischen den Menschen und Gott und aller zwischenmenschlichen Beziehungen gemacht. Auch wir bemühen uns, dies zu realisieren:

  • indem wir die Freiheit eines jeden unserer Freunde respektieren;

  • indem wir Wert darauf legen, dass wir alle gleich untereinander sind, ob Schüler, Student, Beamte, Handwerker oder Lehrer;

  • indem jeder selbst mitentscheidet, wenn wichtige Beschlüsse zu treffen sind;

  • indem wir versuchen, offen miteinander zu sein und persönliche Konflikte auszutragen;

  • indem wir den Problemen, die von aussen auf uns zukommen auch dann nicht aus dem Weg gehen, wenn sie unsere Ruhe und Behaglichkeit stören;

  • indem wir den Dialog mit Andersdenkenden suchen z.B. in unserer Zeitschrift "Public", die ein Forum sein soll für alle, die bereit sind, sich gegenseitig zuzuhören und sich in Frage zu stellen;

  • indem wir unsere Meinung zu Problemen in Kirche und Gesellschaft frei ausdrücken, aber auch uns ob unserer Glaubwürdigkeit kritisch hinterfragen (lassen);

  • indem wir uns seit über zwei Jahren einsetzen für die "Kindernothilfe", ein ökumenisch-missionarisch-diakonisches Werk der evangelischen Kirche.

Wenn wir den Weg zum Leben gehen, treffen wir immer wieder Menschen, die andern die Daumenschrauben anziehen. Da können wir nicht mitmachen, auch wenn wir weiterhin zu jedem Gespräch bereit sind. Es gibt genug Leid in der Welt, genug Menschen, die man daran hindert, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Es gibt zuviel Tod! Weil Jesus auferstanden ist, konspirieren wir nicht mit dem Tod. Wir sollten alles tun, um den Tod auf das sich von selbst einstellende Ende menschlichen Lebens zu beschränken. Wir sind für das Leben, hier und jetzt, sollten alle Initiativen unterstützen, die den Menschen in seiner Persönlichkeit fördern, die ihn von jeder Entfremdung befreien.

Wenn wir den Weg zum Leben weitergehen wollen, werden wir Bedrohung, Unverständnis und Scheitern erfahren. Wir werden auf eine harte Probe gestellt. Ob unsere Liebe zum Auferstandenen stark genug ist? Wir hoffen es.
Frohe Ostern!

„Matte Liebe?“ – „Nein, Akkord!“

rédactions:

"forum", 6, rue de l’Ordre de la Couronne de Chêne, Luxembourg

"De Jocist", 13, rue Bourbon, Luxembourg

"Public", 20, rue des Champs, Crauthem

Als partizipative Debattenzeitschrift und Diskussionsplattform, treten wir für den freien Zugang zu unseren Veröffentlichungen ein, sind jedoch als Verein ohne Gewinnzweck (ASBL) auf Unterstützung angewiesen.

Sie können uns auf direktem Wege eine kleine Spende über folgenden Code zukommen lassen, für größere Unterstützung, schauen Sie doch gerne in der passenden Rubrik vorbei. Wir freuen uns über Ihre Spende!

Spenden QR Code