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Am ‚forum‘ Nr. 77 (dat war am Januar 1985, ‚t ass scho laang…) hat ee vun de ‚Koschteren‘ de Film Scolaire duerch d’Peffermille gedréint, well et am Film Scolaire nach ëmmer keng Dia-Serien iwer d’lëtzeburger Geschicht get. A menger Äntwert hat ech em deemols bewisen, dass dat manner um Film Scolaire, mä méi un de Geschichtsproffe selwer léich. Zenterhir si véier Joer vergaang, an et get nach ëmmer keng Diaserien…
Lo feire mer 150 Joer Onofhängegkeet, an um Lamperbierg ass eng formidabel Ausstellung, mat immens villen Dokumenter an Objet’en, déi hei zesummegetrommt gouwen. Souguer eng Super-Diashow mat 2.500 Diaen ass ze gesin. Eng eemoleg Geleenheet, kennt ee mengen, fir elo Diaen fir d’Schoulen ze man…
An den Zeitunge war dëser Deeg eng Foto, wou verschidde Leit vum Organisatiounskomitee, zesumme mat Regierungsmemberen, op der Trap vun der – falscher – Märei fir d’press poséiert hun.
Op deer Foto gesäit ee véier Ministeren an ee Staatssekretär – mä den Educatiounsminister ass net derbäi -, eng Kuerbel voll Geschichtsproffen – eise Koschter vun 1985 ass och drënner – an zwee Schoulmeeschteren, déi am Staatsdengsch Karriär gemaach hun.
Vun all deene Schoulleit do huet net een – och de Koschter net – (den ‚abwesenden‘ Educatiounsminister selbstverständlech net) dru geduecht, de Film Scolaire mat erunzezëien, fir vun dëser Ausstellung ze profitéiren an endlech déi verlaangten Diaserien ze réaliséiren, obschon de ‚Kapléinchen aus dem Film Scolaire‘ (wéi de Koschter mech am ‚forum‘ genannt huet) perséinlech an deer Hinsicht beim Präsident vun der Commissioun intervenéiert war. Mä ech well deem Mann beileiwe kee Reproche maan. Deen hat esouvill um Bockel, datt e liicht mol eppes konnt vergiessen.
Meng Fro ass: Wéi ass et méiglech, datt kee vun deenen aneren dru geduecht huet??
Ass dat net een Dauer?
Mä wat net ass, ka jo nach vläit kommen. Avis aux amateurs.
Ed KOHL
Offener Brief an Herrn Guy Rewenig
Diesen Leserbrief erhielten wir nach Redaktionsschluss von forum Nr.112. Unsere Meinung zum Thema dürfte bekannt sein.
In Ihrem Artikel erschienen in ‚forum‘ Nr.111 vom 24. April 1989 bezeichnen Sie die ‚Aktion Solidarität, a.s.b.l.‘ als ‚rechtsradikale‘ Vereinigung. Angesichts dieser Kennzeichnung stellen sich mir folgende Fragen: Was verstehen Sie unter Rechtsradikalismus? Aufgrund welcher Merkmale ist Ihrer Meinung nach die ‚Aktion Solidarität‘ als rechtsradikal zu charakterisieren?
Ich meinerseits verstehe ‚Radikalismus‘ – ganz gleich ob nun nach rechts oder nach links orientiert – als Bezeichnung für politische, ideologische, weltanschauliche Bewegungen, Richtungen oder Theorien, die eine bestehende Ordnung grundsätzlich, von der Wurzel (lat. radix) her verändern wollen, wobei ihre Ziele und/oder Mittel zur Erreichung der Ziele übersteigert, extrem, rücksichtslos bis zum Aeußersten sind, wie etwa der Fall für den Faschismus eines Mussolini oder Hitlers Nationalsozialismus. Ausgehend von dieser Begriffsbestimmung ist mir schwer ersichtlich, warum, es sich bei der ‚Aktion Solidarität‘ um eine rechtsradikale Organisation handeln soll.
Man muß sich im übrigen wundern, wenn Sie einige Passagen später (in Fettdruck hervorgehoben) folgende Empfehlung aussprechen: ‚Zur fürsorglichen Einstellung gehört vor allem, daß den Rechtsradikalen in keiner Weise Wasser auf die ideologischen Mühlen gekehrt wird. Das heißt im Klartext, daß die Luxemburger Medien sich endlich zu einem strikten Boykott der Produkte von ‚Nationalen‘ und ‚Freiheitsbewegten‘ -Leserbriefen, Stellungnahmen aller Art -entschließen sollten.‘
Wenn Sie mit diesem Aufruf für die, meinem Verständnis zufolge, radikale Zensur hinsichtlich der freien Meinungsäußerung von Andersdenkenden eintreten, also für eine -gelinde ausgedrückt- wahrlich undemokratische Vorgehensweise, dann empfinde ich dies als sehr erschreckend. Und weil in letzter Zeit so häufig und mit Vorliebe Parallelen zum Nationalsozialismus der Hitler-Aera gezogen werden: Auch Gauleiter Gustav Simon, schickte sich
**Nebenstehende
Karikatur von
Guy W. Stoos ver-
öffentlichte
‚forum‘ nach
den Kammerwah-
len von 1984**
alsbald nach seiner Ernennung zum ‚Chef der Zivilverwaltung in Luxemburg‘ am 29. Juli 1940 an, die luxemburgischen Medien vollständig unter Kontrolle zu bringen, mit dem Ziel, ausschließlich nationalsozialistisches Gedankengut zur Verbreitung gelangen zu lassen. (vgl. etwa Delvaux, Franz: 1940-1944. Luxemburg im zweiten Weltkrieg. Ein Kriegstagebuch, 2. Auflage, Luxemburg: Verlag P. Worré-Mertens, 1946, S. 152ff. oder Kraemer, Jean-Pierre: Vom Staatengebilde zur Nation. 150 Jahre Luxemburger Unabhängigkeit, in: Luxemburger Wort – Wochenzeitung für Europäer vom 18. April 1989. S. 14). Ein weiterer Vergleich mag angeschlossen werden. Während der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg waren diejenigen Landsleute, die nur den Wunsch hegten, weiterhin als freie Luxemburger leben zu können, als ‚Separatisten‘ verschrien (vgl. Delvaux, Franz: a.a.O., S. 39). Dieser Tage werden die Mitglieder der ‚Aktion Solidarität‘ (und Gleichgesinnte), die sich ausschließlich für das Wohl des Luxemburger Landes und seiner Bevölkerung einsetzen und sich um eine wahre Integration der hier ansässigen Ausländer bemühen, als ‚Rechtsradikale‘, ‚Faschisten‘, ‚Rassisten‘ und dergleichen beschimpft. Gestern wie heute entbehren die angeführten Betitelungen jeglicher gerechtfertigter Grundlage und dienen wohl lediglich der Diffamierung der anvisierten Personen. Ein äußerst erbärmliches Vorgehen. Und dabei wäre alles si einfach, bräuchte man doch nur alle Luxemburger zu fragen, was sie zum Beispiel von einem Ausländerwahlrecht oder einem Muttersprachenunterricht für Ausländer halten. Aber es wird die Zeit kommen, wo die volle Wahrheit ans Licht rückt und dann ein jeder, der wie oben angeführt in unredlicher Art und Weise rechtschaffene Bürger verleumdet, sich am liebsten vor Scham verkriechen würde.
Vorstandsmitglied der ‚Aktion Solidarität,
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