Fernand Weides für ein duales Modell bei Radio und TV

Interview mit Fernand Weides, Direktor von Radio 100,7

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Détresse, démission, déception. C’est ainsi que les représentants d’Amnesty International ont qualifié la situation au Darfour, à l’issue de leur visite d’une semaine sur le terrain. Détresse de tous ceux et de toutes celles dont la vie et les moyens d’existence ont été détruits; démission des responsables soudanais qui nient toute responsabilité alors même que les villages de la région sont attaqués par des milices soutenues par le gouvernement et

étaient auparavant installées des communautés d’agriculteurs. Les témoignages des réfugiés, recueillis par les chercheurs d’Amnesty dans les camps de l’ouest et du sud du Darfour dénoncent de nombreuses atrocités, parmi lesquelles des viols et des meurtres commis par les milices "janjawid". Des femmes ont raconté que dans leur village, les hommes ont été tués en si grand nombre que ce sont les femmes seules qui ont dû se charger d’enterrer les morts. Les habitants continuent à être chassés de chez eux et à affluer dans les camps de réfugiés ou les villages voisins. Selon les représentants d’AI, si les déplacements de population

nité soit combattue et que les responsables des exactions commises soient traduits en justice le plus rapidement possible. Amnesty salue d’ailleurs la décision prise par le Conseil de sécurité des Nations Unies, qui demande que soit mise en place une commission d’enquête internationale indépendante, chargée d’enquêter sur les crimes de guerre et les crimes contre l’humanité, et qui déterminera s’il y a lieu de conclure à un génocide.

Amnesty International, Luxembourg

Ein diözesaner Finanzbericht

Was Luxemburgs kritische Christen seit Jahren vom erzbischöflichen Ordinariat fordern, ist nun in der Diözese Hamburg Wirklichkeit geworden. Einer Notiz in Publik-Forum Nr. 17/2004 zufolge hat die Erzdiözese Hamburg als erstes deutsches Bistum ihre Finanzen offengelegt. Der Geschäftsbericht 2003 wurde nicht nur von Erzbischof Werner Thissen der Presse vorgestellt, sondern ist integral unter www.erzbistum-hamburg.de einzusehen. Der Finanzbericht ist völlig nach den Regeln profaner Unternehmen aufgebaut und gibt Aufschluss über Geschäftsverlauf, Ergebnisse und Vermögen. Die Luxemburger Kirche täte gut daran, dem Beispiel zu folgen. Sie würde nicht nur mancher antiklerikalen Hetze Wind aus den Segeln nehmen, sondern auch für ihre Mitglieder an Glaubwürdigkeit gewinnen.

m.p.

parfois appuyées par les forces régulières soudanaises; et déception devant la lenteur du processus censé ramener la paix. C’était la première fois, depuis le début de la crise, qu’une ONG internationale de défense des droits humains pouvait se rendre sur place, se déplacer librement dans l’ensemble de la région et rencontrer de hauts responsables gouvernementaux.

La délégation, composée de chercheurs et de représentants internationaux d’Amnesty International, a vu les restes de plusieurs villages, totalement rasés ou abandonnés qui avaient presque disparu sous la végétation. Des nomades faisaient paître leurs troupeaux là où

se poursuivent, si les voies d’accès sont coupées ou si l’attention et l’aide de la communauté internationale se relâchent, la situation pourrait tourner au désastre.

Il est primordial que la sécurité soit restaurée pour que les gens puissent rentrer chez eux de leur plein gré, sans danger et dans la dignité. A cette fin, Amnesty International appelle la communauté internationale à augmenter massivement le nombre d’observateurs sur le terrain, et surtout à renforcer leur mandat, en leur donnant les moyens d’assumer leurs responsabilités et de protéger véritablement la population. Il est aussi très important que l’impu-

Imagetransfer

Das Luxemburger Wort erschien (wahrscheinlich im Zuge seiner redaktionellen und betriebswirtschaftlichen Neuausrichtung) am 22. September in einer doppelten Ausgabe. Doch es war keine Abendausgabe, die hier als Postwurfsendung an die Haushalte verteilt wurde sondern eine Edition spéciale, die komplett über zwölf Seiten der Automarke Nissan gewidmet war. Zur Erinnerung: Nissan ist jene Automarke, die seit den 80er Jahren Bürgerkriegsfetischisten auch in Luxemburg mit einem benzinfressenden Ungeheuer nahmens Patrol ausstattet.

Unter dem ehrwürdigen Titel Luxemburger Wort und dem schon seit Menschengedenken seltsam anachronistisch anmutenden Untertitel für Wahrheit und Recht stand diskret der Zusatz: Werbung, ohne Verantwortung der Redaktion. Auch für die Fotos (non-contractuelles) wollte die Zeitung formal nicht verantwortlich zeichnen, trotzdem gab sie ihren Titel, ihre Aufmachung, ihr Layout, ihre Papierqualität, ihre Blattgröße, wahrscheinlich ihre Druckmaschinen, einfach alles für diesen Kunden her. Die in dieser Form für Luxemburg bislang ziemlich einzigartige Publi-Reportage führte die Frage nach der Trennung von redaktionellen Inhalten und Anzeigen völlig ad absurdum.

Der Hauptartikel titelte Nissan verspricht nicht zu viel. Was Nissan der Marketing- und Anzeigenabteilung des Luxemburger Wortes versprach, damit diese das Flaggschiff der Sankt Paulus Gruppe einfach mal so mit allem Drum und Dran aus den Händen gibt, wissen wir nicht. Einträglich mag der Deal gewesen sein, aber ob er gut war, darf bezweifelt werden.

Ein naiver oder nur unaufmerksamer Leser riskierte jedenfalls, diese in redaktioneller Aufmachung daherkommenden Werbeseiten beim ersten Blick wirklich für das LW zu halten. Gerade wenn dadurch der Imagetransfer funktioniert hat, was ja gewollt war, wird die Glaubwürdigkeit der Zeitung bei den Lesern Schaden leiden.

Die Glaubwürdigkeit der Presse wollte auch ein anderer großer Werbekunde in den letzten Wochen für sich nutzen. Philip Morris trat mit einer Anzeigenkampagne an die Öffentlichkeit, die einem Paukenschlag glich. Ohne mit der Wimper zu zucken, erklärte der weltgrößte Zigarettenhersteller darin, dass Rauchen tödlich sei und forderte seine eigenen Kunden auf, sie möchten doch mit dem Zigarettenkonsum aufhören. Praktisch alle Presseorgane im Land

brachten als Reaktion auf die Anzeigen eigene Kommentare oder Interviews mit Philip Morris. Erst dadurch wurde die Kampagne für das Unternehmen zu einem wirklichen Erfolg.

Fernand Weides für duales Modell bei Radio und TV

Aus Anlass eines neuen Programmschemas bei "radio 100,7′ fragte forum bei Fernand Weides, dem Direktor des Senders nach.

forum: Radio 100,7 verändert sein Programmschema, worin bestehen die wichtigsten Neuerungen!

Fernand Weides: Alle Jahre wieder wird unser Programm im Herbst angepasst. In diesem Jahr haben wir das Programmschema ab 9.05 morgens dahingehend abgeändert, dass die der Wissensvermittlung und Erwachsenenbildung dienenden Sendungen von 60 Minuten auf 30 Minuten gekürzt worden sind. Inhaltlich bleibt die Palette breit gefächert, vom Format her scheint uns die Formel jedoch angepasster. Sonntags bleiben jedoch die philosophisch und geschichtlich orientierten Sendungen sowie die Diskussionsrunden "Kaarten ob den Dësch" und "Agora" im Stunden-Format erhalten, auch strahlen wir zielbewusst samstags

mit Wiederholung am Sonntag eine Sendereihe mit Lesungen, Konferenzen und außerhalb der Studios aufgezeichneten Rundtischgesprächen aus. Dies ist demnach eine inhaltliche Ergänzung unseres bisherigen Angebotes.

Neu, wenn auch nicht ganz, ist unsere Zusammenarbeit mit der Kufa, mit der wir trimestriell ein vor Publikum aufgezeichnetes Streitgespräch zu einem gesellschaftlich relevanten Thema aufzeichnen und ausstrahlen. Erstes Thema im November, die europäische Verfassung.

Außerdem gibt es Neuerungen im Musikbereich, u.a. mit einer neuen Konzertreihe "Les Musiciens" am Sonntag und mit der Wiederholung der sonntäglichen Abendsendung am Mittwoch morgen. Die Wiederholung von Sendungen ist bei radio 100,7 Bestandteil der Programmkonzeption, auch weil die potenzielle Hörerschaft nicht zu jeder Tageszeit die gleiche ist.

Der Informationsbereich bleibt weitgehend unverändert. Nach welchen Kriterien fand man heraus, worin die Hörer Bewährtes sehen und worin sie Änderungen wünschen!

Fakt ist, dass wir im Informationsbereich allgemein und im kulturellen Feld auch weiterhin top-aktuell und hintergründig bleiben. Neben Panorama, unse-

rem Redaktionsmagazin, sowie unseren thematisch ausgerichteten kulturellen Magazinen fünf mal in der Woche, gestalten wir zahlreiche weitere Informationshöhepunkte im Laufe des Tages mit u.a. dem Highlight "Richt eraus" samstags von 12.00 bis 13.00 Uhr.

Seit vielen Jahren überprüfen wir durch zahlreiche Fragen, welche die ILReS in unserem Auftrag im Rahmen der allgemeinen Medienanalyse stellt, wie unsere Zuhörerschaft auf diese oder jene Sendung reagiert, respektive welche Wünsche eventuell noch offen sind. Generell kann ich behaupten, dass unsere regelmäßigen Hörer – und es werden immer mehr – mit unserem Programm zufrieden sind.

Da wir jedoch auch Angebotsradio sind, beispielsweise bestimmte Zielgruppen bedienen, etwa Senioren, Jugendliche oder Kinder um nicht von den Freunden klassischer Musik, der Jazzmusik oder anderen zu reden, gibt es immer wieder Zuhörerkategorien, die noch mehr Angebot in ihrem Sinne wünschen. Auch dies erklärt, warum jedes Jahr das Programm mal mehr, mal weniger angepasst wird.

Es ist dies jedoch oft ein Balanceakt zwischen mehreren und manchmal sogar widersprüchlichen Interessen. Andere Radios haben es da leichter.

Wie steht es überhaupt mit dem Feedback der Hörer und den Kontakten zu den Hörern?

Das Feedback über die Umfragen ist relativ unpersönlich und drückt sich in nackten Zahlen aus, die mit Vorsicht interpretiert werden müssen. Wichtiger sind für uns die persönlichen Kontakte.

Unser Programmheft hat eine monatliche Auflage von mittlerweile über 11.000 Exemplaren. Tendenz steigend. Schriftlich, mündlich und per Internet gibt es hier regelmäßig Anfragen, Anmerkungen, Wünsche und auch kritische Zuschriften oder Telefonate. Diese werden beantwortet, im Internet sogar öffentlich.

Darüber hinaus ist radio 100,7 mittlerweile Partner von unzähligen Veranstaltungen, Festivals, Konzertreihen, Lesungen, Rundtischgesprächen usw.,

und diese öffentlichen Veranstaltungen fordern geradezu zum direkten Gespräch, zum Dialog heraus. Die hier gesammelten Erfahrungen fließen selbstredend in unsere Programm-Überlegungen ein.

Wir haben allerdings ab diesem Herbst noch eins draufgesetzt. Eine wichtige Neuerung in unserer Relation zu den Zuhörern ist unsere Initiative "Op Visite". Jeden Samstag empfangen wir eine Besuchergruppe, die nicht nur

Dieser qualitative Wandel hat sozusagen zeitgleich mit unserem zehnjährigen Jubiläum stattgefunden. Wir haben diese Gelegenheit genutzt, unser Logo etwas moderner, etwas "kundenfreundlicher" – wenn mir dieser Begriff erlaubt ist – zu gestalten und das äußerliche Erscheinungsbild auch zu vereinfachen. Das ist uns, denke ich, auch gelungen.

Wichtiger ist allerdings die Frage, warum wir den Namen "radio 100,7′ und nicht einen grundlegend neuen Namen gewählt haben. Es gab auch Diskussionen und Überlegungen in diesem Sinne. 100,7 bezeichnet unsere Frequenz und erlaubt uns, der Grundausrichtung des Radios treu zu bleiben, jeder andere Name hätte etwas anderes bedeuten können. Diesen Schritt nach zehn Jahren zu wagen, waren wir jedoch nicht bereit, obwohl das Radio ja eine qualitative Wandlung in diesen 10 Jahren durchgemacht hat, vor allem seit dem 1. Juni 1997 als wir von einem Halbtagsprogramm auf ein volles Radioprogramm aufgerüstet haben.

Wie definiert der Direktor von 100,7 den Begriff "Kultur"?

Wichtiger als eine subjektive Definition des Begriffes "Kultur" seitens des Direktors ist die objektive Erfüllung dieses Begriffes, d.h. auch das, was täglich unter diesem Begriff erlebt, gestaltet oder an Traditionen und Geschichte verarbeitet wird. "Kultur" ist natürlich ein Begriff, den man einfach als gesammeltes und vielseitiges Wissen im weiten Sinne bestimmen kann. Für mich aber ist "Kultur" eher etwas Lebendiges, das täglich neu erlebt wird und immer in Bewegung bleibt. Man kann den Begriff akademisch umschreiben, jedoch besser stets neu bestimmen und der gesellschaftlichen Entwicklung anpassen. Gerade bei unserem Herbstprogramm haben wir uns an daran orientiert.

Wenn man auf die Entwicklung der letzten elf Jahre zurückblickt, was waren die markantesten Entwicklungspunkte und Veränderungen?

Ich möchte diesen elf Jahren die vielen Jahre voraus stellen, in denen die Idee dieses Radios geboren wurde und heranreifen konnte. Der Anstoß kam vom früheren Kulturminister Robert Krieps, ein Weißbuch mit zahlreichen Stellung-

unsere Studios besuchen kann, sondern auch live in unserer Sendung "Radiopolis" samstags zwischen 11.00 und 12.00 Uhr interviewt wird und Verantwortliche des Radios stehen diesen Besuchern auch Rede und Antwort. Hierbei kommen sicherlich auch interessante Anregungen zur Sprache!

Der Begriff vom "soziokulturellen" Radio ist in der Außendarstellung vor dem 100,7 in den Hintergrund getreten. Was waren die Gründe dafür?

Diese Frage ist natürlich berechtigt, jedoch darf ich versichern, dies hat am Inhalt nichts geändert. Als radio 100,7 in die neuen Räumlichkeiten in der Avenue Monterey eingezogen ist, hat das Radio auf die Digitaltechnik umgestellt, eine wichtige Etappe und eine Neuerung die zukunftsweisend ist und verpflichtet.

nahmen wurde erstellt, eine Umfrage bei kulturellen und sonstigen Vereinigungen durchgeführt, eine Debatte im Parlament mit einer entsprechenden Motion abgeschlossen und 1991 ein entsprechender Passus ins Mediengesetz eingeschrieben.

Mit dem Start des Radios am 19. September 1993 unter Direktor Paul Kieffer und unter Vorsitz von Pierre Gehlen ist damals ein Programm auf die Schiene gesetzt worden, das neue Maßstäbe in der luxemburgischen Medienlandschaft gesetzt hat. Allen Unkenrufen zum Trotz hat ‚honnert, 7 de soziokulturelle radio‘ überlebt und sich durchgesetzt. Die Abgeordnetenkammer hat 2003 in einer Motion einstimmig diese Richtung untermauert, und die wachsende Zuhörerschaft bestätigt radio 100,7 tagtäglich in seiner Programmausrichtung.

Der Umzug in eigene Studios am 1. Januar 1996 war eine wichtige Etappe, genau wie das Umschalten auf ein Ganztagsprogramm am 1. Juni 1997 und schließlich die Inbetriebnahme von digitalen Studios im Januar 2003 am heutigen Sitz des Radios. Nicht nur für mich persönlich, auch für das Radio bedeutet der 1. Juli 1994 eine Zäsur in seinem Aufbau, da damals gleich die ganze Führungsriege ausgewechselt wurde. So wurde ein Neuanfang möglich. Die von uns damals gesetzten Ziele haben wir nach knapp drei Jahren erreicht. Einfach war das nicht, doch der Aufbau eines zukunftsorientierten Radios ist gelungen und geht weiter seinen Weg.

Sollte in Luxemburg ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk nach deutschem Muster entwickelt werden?

Meine ganz persönliche Antwort auf diese Frage ist eindeutig ‚Ja‘. Medienpolitik ist aber Sache des Parlaments und der Regierung. Das Parlament hat im Rahmen einer Orientierungsdebatte 2003 radio 100,7 eindeutig bestätigt, jedoch namens des Pluralismus auch die privatrechtlichen Funkmedien ausdrücklich begrüßt. Die haben ja auch Tradition in diesem Lande.

Das duale Modell (privat und öffentlich-rechtlich nebeneinander) beim Hörfunk ist natürlich zu begrüßen, nur was Fernsehen anbelangt ist es schwieriger. Da gibt es zum einen Verpflichtungen die aus dem Konzessionsvertrag

trag mit RTL abgeleitet werden, und zum anderen hat die politische Klasse auch Bedenken, ein öffentlich-rechtliches Fernsehen einzurichten. Dies u.a. aus finanziellen Gründen, so dass man die ‚mission de service public‘ beim Fernsehen lieber einer privaten Gesellschaft anvertraut. Das hat auch das neue Koalitionsprogramm ‚im Prinzip‘ so festgehalten. Eine Bewertung dieser Position möchte ich hier und heute nicht vornehmen.

Auf der andere Seite haben die Kabelnetze seit Jahren für Neuerungen in dem Bereich gesorgt. Es gibt u.a. die ‚Chamber-TV‘ mit einer sehr restriktiven Mission. Auch hat die ‚technische Plattform‘ ‚Dok-TV‘ die Karten dahingehend neu gemischt, dass es ab jetzt möglich ist ‚Programm zu machen‘ auch ohne selbst über alle Anlagen verfügen zu müssen. Von anderen Programmen und Initiativen möchte ich in dieser Debatte nicht reden.

Sollte ein duales Modell bei Hörfunk und Fernsehen jedoch politisch mehrheitsfähig werden, könnte man sicherlich schnell ein entsprechendes Projekt auf die Beine stellen. Eine vor einem Monat in Amsterdam abgehaltene europäische Konferenz hat im übrigen die Wichtigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im weiten Sinne des Wortes gerade in unserer heutigen Gesellschaft und den ihr zur Verfügung stehenden neuen Technologien unterstrichen.

Mit dem neuen Mediengesetz soll der Begriff ’service public‘ bei den Medien auch in Luxemburg neu definiert werden. Man darf gespannt sein!

Waldorfschule Luxemburg Vom Précoce bis zum Bac international

Mit diesem Schuljahr beginnt die ‚Fräi-Öffentlich Waldorfschul Lëtzebuerg‘ mit einem Sekundarunterricht nach dem Programm des Bac International (BI), wofür die Schule im Mai 2004 von der Organisation du Baccalauréat International, einer vom Europarat anerkannten gemeinnützigen Bildungsorganisation autorisiert wurde, die bislang 1368 Schulen in 112 Ländern zugelassen hat. Damit kann die Luxemburger Waldorfschule nach rund zwei Jahr-

zehnten ihres Bestehens einen kompletten Bildungsweg vom Précoce bis zum Abitur anbieten. Darüber hinaus ist sie die einzige Schule im Großherzogtum, die das Bac International in französischer Sprache anbietet.

Damit bringt die luxemburgische Waldorfschule zwei pädagogische Ansätze zusammen, deren Überschneidungen in Bildungsphilosophie und -zielsetzung zahlreich und frappierend sind, die Waldorf-Pädagogik nach Rudolf Steiner und jenen des Bac International. Beide streben eine umfassende und ausgewogene Allgemeinbildung an, eine auf die Bedürfnisse des Menschen ausgerichtete Pädagogik an, die dessen intellektuelle, affektive, schöpferischen und sozialen Potentiale zur vollen Entfaltung bringen will. Gemeinsame Ziele sind die Freiheit und Unabhängigkeit des Denkens und der Urteilsfähigkeit, Respekt, Toleranz und Weltoffenheit. Diese idealistische Auffassung der Erziehungskunst lässt hoffen, dass die Schüler ihren Schulabschluss als verantwortungsbewusste und autonome junge Menschen erreichen, und einen ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechenden Platz in der Gesellschaft finden werden.

Derzeit sind in Europa 570 Schulen dem European Council for Steiner Waldorf Education angeschlossen.

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