Luxemburg tanzt!
Entwicklungslinien des zeitgenössischen Tanzes aus Luxemburg
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I.
Seit Mitte der 1960er Jahre erscheinen auf dem Programm des hauptstädtischen Grand Théâtre regelmäßig die Namen international renommierter Choreografen¹. Dies legt eine reiche Tradition hochkarätiger Tanzgastspiele nahe genau wie die Vorliebe einer eher konservativen Bildungsöffentlichkeit für das bereits Etablierte. Die eindrucksvolle Kumulation von who is who beansprucht nicht nur entsprechend viel mediale Aufmerksamkeit, sie scheint gleichzeitig dazu geeignet, den Blick von der einheimischen Tanzproduktion abzulenken. Um so stärker drängt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach der Beschaffenheit einer jenseits von Importen liegenden Tanzkunstszene auf, nach ihrem Produktions- und Rezeptionshabitus sowie ihrer Positionierung in der Kulturlandschaft des Großherzogtums.
Eine Darstellung des zeitgenössischen Tanzes aus Luxemburg erscheint jedoch in höherem Maße mit Schwierigkeiten verbunden als mancher auf anderen kulturgeschichtlichen Gebieten angesiedelte Beitrag. Mag die Ehrfurcht vor der fremden Größe noch als subjektives Hemmnis gelten, erschweren die problematische Quellenlage² und der beinahe vollständige Mangel an Fachliteratur³ jede ernsthafte Annäherung an den Gegenstand, wenn sie sie nicht gleich zum Scheitern verurteilen. Es ist mir deshalb eine angenehme Pflicht, an dieser Stelle meinen Dank denjenigen auszusprechen, auf deren Unterstützung ich so dringend angewiesen war.⁴
II.
So viel sei dennoch voraus gegriffen: „Luxemburg tanzt!“⁵ Die folgenden Ausführungen stellen den Versuch dar, die Entwicklung des zeitgenössischen luxemburgischen Tanzes seit den 1950er Jahren bis zur Gegenwart nachzuzeichnen; dass ein solcher Abriss keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, muss indes kaum betont werden.
Die dokumentarische Überlieferung erlaubt kaum Rückschlüsse auf die Existenz von Tanzschulen in Luxemburg vor dem Zweiten Weltkrieg. Für die ersten Nachkriegsjahre lassen sich einige Akteure nachweisen, über den genauen Umfang ihrer Aktivitäten sind wir jedoch nicht unterrichtet.⁶ Dies gilt erst für Stenia Zapalowska, eine ehemalige Solotänzerin an der Warschauer Oper, die nach ihrer Niederlassung im Großherzogtum Tanz zu unterrichten beginnt und gleichzeitig zahlreiche Aufführungen auf allen Landesbühnen organisiert. Indem sie ab 1951 regelmäßig mit ihren Eleven beim hauptstädtischen Rosenfest auftritt oder wenige Jahre später erste Tanz-Matinées mit eigenen Choreografien im Stadtheater anbietet, scheint ihr Wirken den Anfang der einheimischen Tanzproduktion zu markieren. Mehr noch, als sie 1960 das Unterrichtssystem der Royal Academy of Dance (RAD) einführt, vollzieht sich der wohl erste Schritt in Richtung einer auch hierzulande geltenden europäischen Dimension der Tanzausbildung. Ihre Tochter sowie ihre Enkelin setzen diese Tradition bis heute erfolgreich fort.
Die eigentliche Pionierrolle im Bereich des zeitgenössischen Tanzes scheint nach heutigem Wissensstand Jules Mackel zuzukommen. Nach Aufgabe seiner Solistenstellung am Theater Trier und der endgültigen
Daniela Lieb
Rückkehr nach Luxemburg unterrichtet er an der eigenen Schule unter anderem die Martha-Graham-Technik und Jazz dance.⁷ Seine Schülerin Christiane Koenigsberger führt dieses Werk fort; überdies gründet sie den nichtwirtschaftlichen Verein Ballet-Théâtre, der jährlich Meisterklassen organisiert.⁸ In diesem Kontext sind ebenfalls die Tanzpädagoginnen Françoise van den Broek und Li Marteling zu nennen, die ab Ende der 1960er bzw. 1970er Jahre mit beachtlichem Erfolg rhythmisches Tanzen bzw. Jazz dance unterrichten.⁹
Es ist zu bedenken, dass die oben genannten Gründungen lediglich individuell agierende, nicht miteinander kooperierende Strukturen darstellen. Hinzukommt das Problem der bestenfalls punktuellen Finanzierung: Das Kulturministerium verfügt über einen begrenzten Etat und damals eher geringes Interesse an der Tanzkunst.
Im Jahre 1972 wird am Konservatorium der Stadt Luxemburg eine Pilotklasse in klassischem Tanz eingerichtet; 1978 folgt zeitgenössischer Tanz, kurz darauf Jazz dance. Der Umzug des Konservatoriums Esch in ein neues Gebäude 1984 ermöglicht die Gründung von Tanzklassen auch im Süden des Landes. Mit der Einführung des Tanzunterrichts am Conservatoire du Nord im Jahr 1987 verfügt das Großherzogtum über drei öffentliche Institutionen für professionelle Tanzausbildung.
Etwa zeitgleich erfolgt die Bildung erster Tanzkompanien. Zu nennen ist vor allem das 1982 gegründete Forum des Arts, das als polyvalentes Kunstzentrum verschiedene Fachvertreter wie Tänzer und Tanzpädagogen, Choreografen, Musiker und Komponisten vereint. Das Ziel der Einrichtung besteht nicht ausschließlich in der Produktion bzw. Präsentation eigener Tanzstücke. Die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Repräsentanten verschiedener Kunstrichtungen sowie die Nachwuchsförderung sind ebenfalls integrale Bestandteile ihres Programms; in diesem Sinne werden regelmäßig Fortbildungen angeboten und erste Künstlerresidenzen eingerichtet. Auf diese Weise vollzieht das Forum die ersten Schritte in Richtung einer Professionalisierung der Tanzkunst und entwickelt sich gleichzeitig zu einer Begegnungs- und Austauschstätte europäischer Tanzkulturen.¹⁰
1990 wird Luxemburg Sitz eines Großprojektes, bei dem die europäische Dimension ganz im Vordergrund steht: der Gründung des Euroballet, einer Kompanie, die sechzig Tänzer aus den damals zwölf Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft umfassen sollte. Die Zusammenarbeit mit den Festivals von Echternach und Wiltz ist vorgesehen, zahl-
reiche international renommierte Künstler sichern ihre Mitwirkung zu. Der bis 1993 konzipierte Spielplan besteht zu zwei Dritteln aus Stücken des klassischen Repertoires, der Rest umfasst Choreografien zu zeitgenössischer Musik. Es erscheint jedoch beinahe symptomatisch für den damaligen Rezeptionshabitus, dass Aufführungen experimentellen Charakters nicht inländisch, sondern in Metz, Nancy, Trier und der belgischen Grenzregion stattfinden sollten, während für Luxemburg selbst ein klassischer Nussknacker geplant ist. Nach nur einem Jahr stellt Euroballet aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten seine Aktivitäten ein;¹¹ eine interregional bzw. im europäischen Kontext agierende Struktur bleibt indes ein Desiderat der luxemburgischen Tanzkünstler.
1994 wird unter der Ägide des Kulturministeriums das Théâtre dansé et muet (TDM) als zentrales Repräsentationsorgan aller im Tanzbereich Tätigen ins Leben gerufen; es vertritt öffentliche und private Ausbildungsstätten, Festivals, Kulturinstitute und -institutionen sowie Einzelpersonen. Ziel ist es, durch Bündelung von Ressourcen, Erfahrung und know-how verschiedene Projekte auf dem Gebiet des klassischen und modernen Tanzes sowie des Tanz- und Bewegungstheaters zu realisieren. Dies betrifft zum Einen die Produktion und Präsentation von zeitgenössischen Tanzstücken, zum Anderen die Sensibilisierung und Fidelisierung eines noch nicht versierten Publikums für ein verändertes Bild der modernen Tanzkunst. Besondere Bedeutung kommt auch der Nachwuchsförderung zu; es gilt, mittels verschiedener Schulaktivitäten Jugendliche für den Tanz zu begeistern und junge Talente durch Hospitanzen und Stipendien auf dem Weg in die Professionalität zu begleiten. Schließlich situiert sich TDM bewusst in einem grenzüberschreitenden Kontext: Künstler residenzen, die Zusammenarbeit mit ausländischen Choreografen sowie Auslandsgastspiele verstärken den dialogischen Impetus.¹²
Unter dem Namen Centre de création chorégraphique luxembourgeois (TROIS C-L) erweitert das TDM nach zehnjährigem Bestehen seinen Aktionsradius und entwickelt sich zur zentralen Einrichtung für alle mit dem zeitgenössischen Tanz verbundenen Prozesse: Produktion, Präsentation, Information, Austausch und Förderung. Es orientiert sein Handeln an den Kriterien der künstlerischen Qualität, Professionalität und Diversität, der Nachhaltigkeit, der Mobilität und des Dialogs. Die Positionierung innerhalb eines europäischen Netzwerks von Projekten und Austauschprogrammen erlaubt jährlich mehreren Künstlern, ihre beruflichen Erfahrungen und Horizonte über nationale Grenzen hinweg zu erweitern. Eine Vielzahl von in Luxemburg tätigen Choreografen wurde und wird von TROIS C-L gefördert.¹³
III.
Einen Aspekt, der untrennbar mit dem luxemburgischen Tanz verbunden ist, bildet das lebhafte Festivalgeschehen. Mitte der 1980er Jahre, als der zeitgenössische Tanz im Großherzogtum kaum über die Stellung eines kulturellen Randphänomens hinausgeht, öffnet das im Herzen der Hauptstadt gelegene Kapuzinertheater seine Bühne für Tanzaufführungen experimentellen und progressiven Charakters. 1984 beschließen Marc Olinger, der Intendant des Kapuzinertheaters, Christiane Eiffes, die künstlerische Leiterin des Forum des Arts sowie Normando Torres vom Ballet contemporain de Bruxelles die Gründung einer international angelegten, dem zeitgenössischen Tanz und dem gestischen Theater gewidmeten Veranstaltungsreihe. Das so entstandene Festival Cour des Capucins wird eine führende Plattform für die verschiedensten Manifestationsformen zeitgenössischer Tanzkultur.$^{14}$
Das Danz Festival Lëtzebuerg tritt 2005 mit einem veränderten Konzept die Nachfolge des Festivals Cour des Capucins an: Es geht nicht mehr darum, den zeitgenössischen Tanz nach Luxemburg einzuführen, sondern einen Eindruck von der inzwischen ganz lebendigen heimischen Tanzszene sowie vom Leistungsstand der hierzulande wirkenden Choreografen zu vermitteln. In den nächsten Jahren wird der geografische Rahmen, vor allem im Hinblick auf das Kulturjahr 2007, auf die Großregion erweitert und die Zusammenarbeit in diesem für das Großherzogtum so wichtigen geokulturellen Kontext in stärkerem Maße gefördert.$^{15}$
Vom 1. April bis zum 30. September 2007 markiert Dance Palace unter der künstlerischen Leitung von Bernard Baumgarten einen besonderen Höhepunkt des Kulturjahres. Ein breit gefächertes Programm, das insgesamt achtzehn verschiedene Projekte umfasst und zahlreiche Künstler aus Luxemburg und der Großregion zusammenbringt, trägt wesentlich dazu bei, den interregionalen Austausch sowie die interdisziplinäre Kooperation zu verstärken. Durch ganztägige Öffnungszeiten bei freiem Eintritt bietet Dance Palace gleichzeitig dem interessierten Publikum einen intimen Einblick in unterschiedlichste künstlerische Arbeitsvorgänge.$^{16}$
IV.
Seit beinahe 150 Jahren lautet der Wahlspruch der Luxemburger Mir wëlle bleiwen, wat mir sinn. Die luxemburgische Nationalidentität, zuletzt Gegenstand verschiedener Studien, scheint zwei distinkte, jedoch nicht als gegensätzlich empfundene Tendenzen zu vereinen: auf der einen Seite die Introspektion, die Besinnung auf sich selbst, die gezielte Kultivierung von Identifikationsmerkmalen. Auf der
anderen Seite war Luxemburg seit Beginn seiner Unabhängigkeit um die aktive Teilhabe an übergreifenden Strukturen bemüht und sich stets der Notwendigkeit von Transferbewegungen bewusst. Aufgrund seiner geografischen, historischen und kulturellen Situation fiel dem Großherzogtum die Vermittlerrolle zwischen den benachbarten Kulturen zu;$^{17}$ nach 1945 wandelte sich die Funktion Luxemburgs vom Mediator im deutsch-französischen Dialog hin zum Verfechter und Vorreiter des europäischen Gedankens. In diesem Kontext repräsentiert die Verleihung des Karlspreises der Stadt Aachen an das luxemburgische Volk im Jahr 1986 die öffentliche Anerkennung seiner Verdienste um die Vereinigung Europas.$^{18}$ Die wohl bedeutendste Errungenschaft des Kulturjahres besteht in der Erkenntnis, dass die national-kulturelle Identität in einem postmodernen Europa immer auch das Resultat der Begegnung mit anderen Kulturen und Nationen darstellt.$^{19}$ Diese neue Form der Selbstwahrnehmung und -reflexion gelangt in Produktionen wie Duerchzuch um Giele Botter,$^{20}$ einer Koproduktion des Künstlerkollektivs Maskénada und TROIS C-L, oder The Luxembourg Project$^{21}$ des Choreografen Gianfranco Celestino zum Ausdruck. Sie äußert sich ebenfalls und vor allem in der großregionalen und europäischen Ausrichtung des Festivals Le Transfrontalier, das 2008 als Nachfolger des Danz Festival Lëtzebuerg gegründet wurde und unbestreitbar der geistige Erbe dieser neuen Standortbestimmung ist.
Luxemburg tanzt also. Insgesamt zehn Theater- und Kulturhäuser setzen jährlich nahezu hundert Tanzproduktionen auf ihren Spielplan; einige von ihnen – die beiden städtischen Theater Luxemburg und Esch-sur-Alzette oder das Théâtre national du Luxembourg (TNL) etwa – übernehmen regelmäßig die Produktion bzw. Koproduktion zeitgenössischer Tanzstücke. Gegenwärtig sind ca. dreißig professionelle Tänzer und Choreografen in Luxemburg tätig. Das Zentrum TROIS C-L und die Arbeitsgruppe Danse, 2009 innerhalb der Theater Federatioun gebildet, widmen sich einem vielfältigen Aufgabenbereich, der Produktion und Präsentation von zeitgenössischem Tanz im In- und Ausland, Nachwuchsförderung, künstlerische Weiterbildung und die Integration in internationale Tanznetzwerke umfasst. Dies alles berechtigt zu der Hoffnung, dass Luxemburg auch weiterhin, vielleicht mit noch größerem Erfolg tanzen wird. ♦
Das Kulturministerium verfügt über einen begrenzten Etat und damals eher geringes Interesse an der Tanzkunst.
1 Für den Zeitraum 1964-1989 vgl. REILES, Paul: Maurice, John, Jiri et les autres. 25 ans de ballet au Théâtre municipal, Luxembourg 1990, S. 101-106.
2 Vor allem die Archivbestände älterer oder heute nicht mehr vorhandener Einrichtungen sind häufig disparat, lakunär und schlecht erhalten. Um diesem Zustand abzuhelfen, hat die Theater Federationen als Vertretungsorgan der professionellen Landesbühnen ein Projekt initiiert, das die Sammlung, Konservierung und inhaltliche Erfassung relevanter Materialien vorsieht und mit der Gründung eines luxemburgischen Theater- und Tanzarchivs die zentrale Stelle zur Pflege des theatralen und choreografischen Erbes ins Leben ruft. Es wird zweifelsohne auch zu den Aufgaben dieser Institution gehören, durch die wissenschaftliche Aufarbeitung der gesammelten Dokumente die Geschichte des luxemburgischen Tanzes zu rekonstruieren.
3 Unter den Beständen des luxemburgischen Verbundkatalogs bibnet.lu befindet sich meines Wissens eine einzige monografische Schrift, die sich – und dies lediglich zu einem Drittel ihres Umfangs – diesem Thema widmet: THEIN, Manou: „La danse au Luxembourg“, in: BALDAUFF-BECK, Simone/LINSTER, Marc (Hg.): Son et lumière, Echternach 1990 (Amphitheater 15/16 Spezialheft).
4 Mein Dank gilt vor allem Christiane Eiffes und Bernard Baumgarten vom Centre de création chorégraphique luxembourgeois (TROIS C-L) für eine Fülle von Informationen und Hinweisen, die die vorliegenden Ausführungen überhaupt ermöglicht haben. Zu ganz besonderem Dank bin ich ebenfalls Paul Ewen verpflichtet, der mir in unermüdlicher Sichtungstätigkeit Informationen über drei Generationen luxemburgischer Tanzkünstler zukommen ließ. Herzlich gedankt sei auch denjenigen Instituten und Institutionen, die durch Beantwortung meiner Fragen oder die Bereitstellung von Dokumenten dazu beigetragen haben, den einen oder anderen Sachverhalt zu klären. Für inhaltliche Schwächen und formelle Mängel hingegen übernehme ich allein voll und ganz die Verantwortung.
5 Es sei erlaubt, auf eine Formulierung von BAUMGARTEN, Bernard: Luxemburg tanzt, 2007 [unveröffentlichtes Manuskript] zurückzugreifen.
6 THEIN, Manou: La danse au Luxembourg 1990, S. 74.
7 Ebd., S. 77 ff.
8 Ebd., S. 79.
9 Ebd., S. 81-86.
10 WURTH-POLFER, Lydie: Cinq années d’activité intense, s.l. [1982]; EIFFES, Christiane: Danse, s.l. [1982].
11 EIFFES, Christiane: „Euroballet – Perspectives“ 1992, in: BALDAUFF-BECK, Simone/LINSTER, Marc (Hg.): Son et lumière, Echternach 1990, S. 103-106 (Amphitheater 15/16 Spezialheft); BOEVER, Georges: „Fondation Euroballet et le European Community Ballet“, in: SCHMIT, Marc: Charnière d’Europe/Bindeglied Europas, Esch-sur-Alzette 1990, S. 77 ff.
12 HENNICOT-SCHOEPGES, Erna: [Théâtre dansé et muet], s.l. [1994]; BOHNERT, Robert: Die ans déjà, s.l. [2004]; EIFFES, Christiane: „10e Festival Cour des Capucins, danse et théâtre gestuel“, in: 10e Festival Cour des Capucins, danse et théâtre gestuel, s.l. 2004.
13 BOHNERT, Robert [et al.]: „Introduction“, in: Théâtre danse et mouvement, saison 2003/04, s.l. [2003]; BULEUX, Charlyne/KIND, Peggy: Centre de création chorégraphique luxembourgeois, ancien théâtre danse et mouvement. Catalogue de chorégraphes/choreographers, Luxembourg [2004].
14 WURTH-POLFER, Lydie: „Festival, Cour des Capucins“, in: 10e Festival Cour des Capucins, danse et théâtre gestuel, s.l. [2004]; JACOBS, Marie-Josée: „10e anniversaire du Festival Cour des Capucins“, in: 10e Festival Cour des Capucins, danse et
théâtre gestuel, s.l. [2004]; EIFFES, Christiane: „10e Festival Cour des Capucins, danse et théâtre gestuel“, in: 10e Festival Cour des Capucins, danse et théâtre gestuel, s.l. [2004]; DUMONT, Jeanne: „Un festival qui fête la danse“, in: 10e Festival Cour des Capucins, danse et théâtre gestuel, s.l. [2004]. Am 15. März 2010 wurde in Luxemburg der Kulturpass eingeführt, der sozial Defavorisierten den Zugang zu kulturellen Einrichtungen erleichtern soll und zu diesem Zweck den Erwerb von Theater- und Konzertkarten zum Preis von 1,50 € ermöglicht. Mit dem kostenfrei angebotenen Eintritt anträgtet das Festival Cour des Capucins diese kulturpolitische Maßnahme um Jahrzehnte und setzt sich konsequent für eine Demokratisierung der Kultur ein.
15 Danz Festival Lëtzebuerg 2005 [Pressemitteilung].
16 BOHNERT, Robert: „Les grands moments/Große Momente“, in: Dance palace, s.l. [2007]; BAUMGARTEN, Bernard/ZIMMER, Séverine: „Dance palace – heute … und morgen!“, in: Dance palace, s.l. [2007]. Am 23.04.2010, wenige Wochen nach der Einführung des Kulturpasses, fand in der Abtei Neumünster ein Rundtischgespräch zum Thema „Quelle culture contre l’exclusion?“ statt. In diesem Zusammenhang optierte Jean Hurstel, Präsident des Netzwerkes Banlieus d’Europe, u.a. für ein Konzept der aktiven Beteiligung der Bevölkerung am Kulturgeschehen, vgl. hierzu KASS, Carlo: „Welche Kultur gegen den sozialen Ausschluss?“ Rundtischgespräch über Armut als Desintegrationsfaktor, Tageblatt, 26. April 2010. Auch diesbezüglich scheint die luxemburgische Tanzzene kulturpolitische Forderungen stillschweigend vorwegzunehmen.
17 Vgl. in diesem Sinne den von Batty Weber (1860-1941) propagierten Entwurf einer Mischkultur bei WEBER, Batty: „Über Mischkultur in Luxemburg“, Beilage der Münchener Neuesten Nachrichten, 20. Januar 1909 sowie Luxemburger Zeitung, 11.-12. Februar 1911 und Abreiskalender, 22. Februar 1920; hierzu CONTER, Claude D.: „Mischkultur“, in: KMEC, Sonja/MAJERUS, Benoît/MARGUE, Michel/PEPORTE, Pit (Hg.): Lieux de mémoire au Luxembourg. Usages du passé et construction nationale/Erinnerungsorte in Luxemburg. Umgang mit der Vergangenheit und Konstruktion der Nation, Luxembourg 2007 sowie PEPORTE, Pit/KMEC, Sonja/MAJERUS, Benoît/MARGUE, Michel: Inventing Luxembourg. Representations of the past, space and language from the nineteenth to the twenty-first century, Leiden [et al.] 2010, S. 261-265.
18 Vgl. CONTER, Claude D.: „Mischkultur“, in: KMEC, Sonja/MAJERUS, Benoît/MARGUE, Michel/PEPORTE, Pit (Hg.): Lieux de mémoire au Luxembourg. Usages du passé et construction nationale/Erinnerungsorte in Luxemburg. Umgang mit der Vergangenheit und Konstruktion der Nation, Luxembourg 2007
19 Zur Rolle Luxemburgs im interkulturellen europäischen Dialog äußerte sich unlängst eine u.a. vom Institut Pierre Werner organisierte Tagung, vgl. FOUCAUD-ROYER, Emmanuel: „Miser sur le dialogue interculturel. L’Europe au lendemain de la crise“, La voix, 14. mai 2010.
20 Duerchzuch um Giele Botter. Evolutionsgeschichten an einer bewegend Biler. Produktion: Maskénada, TROIS C-L, Luxembourg et la Grande Région, capitale européenne de la culture 2007; Konzeption und künstlerische Leitung: Annick Pütz; Führung durch das Naturschutzgebiet Giele Botter, 7., 8. und 9. September 2007.
21 The Luxembourg Project I. Crossing Town. Produktion: Maskénada, TROIS C-L, Théâtre national du Luxembourg; Choreografie: Gianfranco Celestino; Assistenz: Anne-Mareike Hess; Musik: Emre Sevindik; Kostüme: Isabelle Dickes; Bühne: Do Demuth; Théâtre national du Luxembourg, 7., 9. und 10. November 2007. The Luxembourg Project II. Sweet dreams. Produktion: Maskénada, TROIS C-L, Grand théâtre de Luxembourg; Idee, Konzept und künstlerische Leitung: Gianfranco Celestino; Assistenz: Stefano Spinelli; Text: Olivier Gatofalo; Musik: Emre Sevindik; Kostüme: Isabelle Dickes; Bühne: Do Demuth; Théâtre d’Esch, 2. und 3. Oktober 2009.
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