Dieser Inhalt wurde anhand eines gescannten Dokuments mithilfe von optischer Zeichenerkennung (OCR) und künstlicher Intelligenz (KI) digitalisiert. Er kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten.
das 25-jährige Bestehen der grünen Partei haben wir zum Anlass genommen, um nachzufragen, wo unsere politischen Freunde stehen, die vor einem Vierteljahrhundert angetreten waren, die Welt, Luxemburg und den Krautmarkt zu verändern. Mit einem ähnlichen Anspruch hatte auch forum vor 30 Jahren begonnen, die ASTM, die ASTI und eine ganze Reihe weiterer Organisationen und Vereine der luxemburgischen Zivilgesellschaft. Zwischen dem politischen Aufbruch damals und der Geschichte dieser Zeitschrift gibt es viele Verbindungslinien. Michel Pauly hatte sogar einmal (mit Camille Gira und Marco Schank) die Rolle des Vermittlers gespielt, um im Streit zwischen GLEI und Gréng zu schlichten.
Weltverbesserer nannte man die jungen Leute damals abschätzig, die sicherlich mit einer gehörigen Portion Überheblichkeit aber auch mit dem richtigen Gespür für die zukünftigen Entwicklungen Anti-Atomkraft, Gleichberechtigung, Integration der Ausländer, Umweltschutz, Bürgerrechte und Denkmalschutz einklagten.
Die Entwicklungen haben ihnen auf allen Ebenen (leider) Recht gegeben. Sie lagen so richtig in ihren Einschätzungen und Forderungen, dass alle politischen Lager diese Themen (mit mehr oder weniger innerer Überzeugung) in ihre Programme aufgenommen haben. Doch für die Luxemburger Politik ist der Stachel der Grünen deswegen nicht weniger notwendig. Die Demokratisierung des Landes und seiner Institutionen ist eine Aufgabe, für die es sich lohnt auch in Zukunft zu streiten.
Einen weiteren Nachtrag zum Thema nationale Identität und Selbstverständnis des Landes liefern in dieser Ausgabe Fernand Fehlen und Paul Zahlen. Wir werden sicherlich auch in Zukunft auf diese Diskussion zurückkommen.
In der Hoffnung, dass Sie in dieser forum-Ausgabe genügend Lesematerial für einen langen Monat Februar finden, grüßt
Ihre forum-Redaktion
Nationale Identität
Fernand Fehlen: La face cachée du Lion rouge. . . . . 4
Paul Zahlen: Tous aux abris !. . . . . 9
Marc Reiter: Le Kirchberg : l’entrée dans la modernité du Luxembourg. . . . . 18
Immi/x/gration
Serge Kollwelter: L’art de (ne pas) répondre aux questions . . . . . 22
Denkmalschutz
Michel Pauly: Et de trois ! . . . . . 24
Schulpolitik
Jean Lichtfous: Rire jaune… depuis 30 ans déjà !. . 26
International
Luc Reuter: Un Paris-Dakar 2008 avec départ et arrivée à Lisbonne . . . . . 27
Dossier: 25 Joer Déi Gréng
Michel Pauly: 25 Jahre Déi Gréng . . . . . 30
Raymond Klein: Stamm mittig, Wurzeln links . . . . . 32
François Bausch: „Unsere Stärke ist politische Autonomie.“ (Interview) . . . . . 34
Sam Tanson: Un parti à conviction . . . . . 39
Jean Huss: Der Geist der Bergpredigt . . . . . 40
Paul Delaunois: Si le parti vert n’existait pas, faudrait-il l’inventer ? . . . . . 41
Braucht Luxemburg (weiterhin) eine grüne Partei? (Stellungnahmen der Fraktionsparteien) . . . . . 43
Olaf Münichsdorfer: Keine falsche Bescheidenheit . . . . . 47
Claude Kohnen: Wohin steuern die deutschen Grünen? . . . . . 49
Ausstellung
Michel Pauly: Scouting for a better world? . . . . . 52
Wissensgesellschaft
Monique Kieffer: Bibliotheken im Digitalisierungszeitalter (Interview) . . . . . 55
Buchbesprechung
Anne Uhrmacher: Das Luxemburger Autorenlexikon . . . . . 59
Religion
Karl-Josef Kuschel: „Zum ersten Mal seit den Tagen des Propheten …“ . . . . . 60
André Hoffmann: Les discours religieux et l’espace public . . . . . 62
Als partizipative Debattenzeitschrift und Diskussionsplattform, treten wir für den freien Zugang zu unseren Veröffentlichungen ein, sind jedoch als Verein ohne Gewinnzweck (ASBL) auf Unterstützung angewiesen.
Sie können uns auf direktem Wege eine kleine Spende über folgenden Code zukommen lassen, für größere Unterstützung, schauen Sie doch gerne in der passenden Rubrik vorbei. Wir freuen uns über Ihre Spende!