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Wir sind eine zusammengewürfelte Gruppe von Jungen und Mädchen, Schülern und Lehrern, aus verschiedenen Schulen der Hauptstadt. Wie und wozu wir uns zusammengefunden haben weiss keiner mehr so recht. Jedenfalls muss es irgend-ein gemeinsames Interesse sein, das uns dazu bringt, uns jeden Freitag von 12-14 Uhr im Lycée Michel Rodange zu treffen.
Ein Programm haben wir nicht, nicht einmal einen Namen. Wenn wir zusammenkommen, so ist das spontan, unaufgefordert, ohne jeglichen Druck.
Uns allen gemeinsam ist jedoch ein gleicher Glaube, ein Glaube der sich ausdrückt in unseren Beisammensein, in unserer Gemeinschaft, in unserer Freundschaft.
Da ist zuerst einmal die Mahlzeit, die wir gemeinsam einnehmen, und die unser Besammensein einleitet. Ein lockeres Gespräch über alles, was uns derzeit bewegt, sei es im Rahmen der Schule, der Kirche oder der Politik, bringt uns meistens einen Anhaltspunkt, eine Idee für ein vertieftes Gespräch, eine gemeinsame Aktion. Gesprächsthemen waren unter anderem: Jesu Auferstehung, der ‚Fall‘ Küng, die Kirche als Institution.
Unsere Haltung ist stets eine kritische: jedoch versuchen wir, nicht in eine destruktive Kritik zu verfallen und beim Gerede zu verharren. Aus unserer Kritik ist oft eine konstruktive Aktion entstanden, ein Versuch, die Fehler oder Mängel, die wir bei anderen aufgspürt hatten, nicht selbst zu begehen.
Wir haben Initiativen ergriffen und versucht, mit unseren Möglichkeiten etwas auf die Beine zu bringen, das Jugendliche ansprechen könnte, so die Jugendnesse in Bartringen zum Thema Auferstehung, Meditationstexte zum Pélé des Jeunes 80 usw.
Ebenfalls bekunden wir durch die Präsenz verschiedener von uns bei öffentlichen Vorträgen, Konferenzen, Messen, Aktionen unsere Solidarität mit den Veranstaltern, mit Leuten, die auf dem gleichen Weg sind wie wir, die die gleichen Ziele verfolgen in einem gemeinsamen Glauben.
Christine und Judy
CHRÉTIEN RETROUVANT
J’ai connu cette communauté, qui se réunit chaque vendredi à midi au Lycée Michel Rodange, à travers des amis qui me sont très chers. Au début j’avais peur de prendre un nouvel engagement qui demandait
toute ma personne. Car 2 ans plus tôt j’avais trouvé une communauté de vie avec des amis de la Jec. Mais cette peur se dissipait assez vite et bientôt je m’y trouvais aussi bien à l’aise qu’à la Jec.
J’ai trouvé des amis qui cherchent Dieu de la même façon que moi et qui veulent l’intégrer dans leur vie. Notre contact est un contact franc, personne ne se cache soi-même ou son opinion devant les autres.
Nous derchons Dieu d’une autre façon que les institutions traditionnelles.
Dans notre communauté on arrive encore à faire quelque chose même si c’est très difficile et que ça coûte beaucoup d’énergie. On dit que nous, les jeunes, on est un peu la génération ‚boff‘, qui n’a plus d’énergie, plus d’idéalisme, ce qui est sans doute vrai.
Pourtant notre communauté ne cherche pas la vie facile, la vie de consommation et de richesse, la vie matérialiste, mais essaie d’intégrer le Christ dans la vie de chaque jour. On devient plus riche d’un tel engagement, on est capable de donner et de recevoir.
Je ne suis plus seul dans ce monde si froid, si brutal, où tout est gris sans soleil ni fleurs ni animaux. Je ne suis plus seul, il faut que cela dure encore plus longtemps, pas seulement 3 ou 4 ans de mon existence. Je voudrais que notre communauté nous unisse le plus longtemps possible.
Danielle Muller
So wie ich nicht allein MENSCH sein kann, kann ich auch nicht allein CHRIST sein. Wahrer Glaube setzt Gemeinschaft voraus, wo ich ich selbst sein kann, lachen und weinen darf, meinen Glauben leben, betragen, feiern kann.
Mehr noch. Ohne Gemeinschaft gibt es überhaupt keinen echten, heten Gottesglauben, weil Gott selbst Gemeinschaft ist. Er ist Vater, Sohn, Geist, d.h. in ihm fließen Kräfte und Aufgaben zu einer einmaligen wesentlichen Einheit in der Verschiedenheit der Personen zusammen.
Zeugen Gottes sind wir nur in dem Maß, wo wir versuchen, diese gemeinschaftliche Liebe Gottes zu leben.
Damit nähern wir uns sicher auch der Lösung eines der größten Probleme unserer Kirche: das diskrete, aber ständige Abwandern der Jugend. Jugend sucht Gemeinschaft, die sie unmittelbar spüren und erfahren kann. Wo sind diese Gemeinschaften? Wohin soll sich der jugendliche wenden, der mit andern glaubend leben will?
Daran erkennen die Menschen meine Jünger, sagt Christus, daß sie einig sind. Ohne christliche Gemeinschaften zerbröckelt unser Glaube, sind wir verantwortlich, wenn die Jugend zu den gemeinschaftsfreudigen Sekten abwandert, können wir nie ernsthaft behaupten, aus der Liebe Gottes zu leben.
- Octavpredigt 1980
J.-J. Grosber
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