Concerne l’article „Flüchtlingskinder in der Schule“
Leserbrief
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Concerne l’article "Flüchtlingskinder in der Schule" ("forum", Nr.142)
Mesdames, Messieurs,
Sous le libellé "Flüchtlingskinder in der Schule" vous publiez dans l’édition de mars 1993 un article qui retient, en bas de la page 22, que le Service de guidance de l’enfance refuse la prise en charge d’enfants de réfugiés.
Une enquête immédiate auprès des psychologues du "Service de Guidance de l’Enfance" de l’Education différenciée dépendant du Ministère de l’Education Nationale a donné le résultat suivant:
- Les psychologues du Service de Guidance de l’Enfance ne refusent aucune demande de consultation tout en regrettant les délais d’attente prolongés;
- aucun psychologue du Service de Guidance de l’Enfance n’a été saisi par une demande du genre cité dans l’article;
- il doit donc s’agir d’une confusion avec un autre service.
Nous tenons à rappeler que le Service de Guidance de l’Enfance de l’Education différenciée a été créé par un arrêté grand-ducal le 19 juin 1990. Le fonctionnement de ce service est défini aussi par un règlement grand-ducal; on ne procède en aucune façon à une présélection de la clientèle.
Veuillez agréer, Mesdames, Messieurs, l’expression de nos sentiments distingués.
John Pull, Directeur de l’Education différenciée, Michel Putz, Directeur adjoint.
Leserbrief zu Norbert Campagnas "Eugénisme et procréation médicalement assistée" ("forum", Nr.142)
"Les interdits nécessaires"
Die Formel allein schon ist ärgerlich. Wer spricht da und in wessen Namen?
Denn eben darum geht es oder ging es dem Autor wohl: es soll verschwiegen werden und es soll unausgesprochen bleiben, wer das verbietet und in wessen Namen. – So gebärdet sich Wille zur Macht, seit immer und seit jeher. Die großen Vor-Denker – ach, wären sie doch Denker! – nennen ihren Namen nicht, verstecken sich hinter dem "Unaussprechlichen". Sie wissen, am besten führt man Menschen (hinters Licht), wenn man die Maske nicht ablegt, wenn man nicht angibt, wer spricht, oder raunt, oder wer zu sprechen oder zu drohen vorgibt.
"Die Demokratie ist nicht der Ort, wo individuelle oder kollektive Fantasmen verwirklicht werden sollen." Wieso eigentlich nicht? Wenn das Volk es will… Oder sollen die selbsternannten Vor- und Für-Denker, oder Vor- und Für-Sprechen, ihm, dem Volk, erst kundtun, was gut ist und was nicht, was erlaubt ist und was – Hauptsache – verboten?
Das Volk, das biedere, das dumme Volk, dem man d.i. der Vor-Denker ersparen will, von gewissenlosen Machern auf Abwege geleitet zu werden, das brave Volk soll auf die Stimme derjenigen hören, die wissen oder die angeben, sie wüßten, daß es "freiheitstötende Freiheiten" gibt – welche? – und daß jede Gesellschaft erst dann funktioniert, wenn man den Leuten zuvor gehörig eingebleut hat, was alles verboten ist und unter-sagt. Denn, wo "unter-sagt" ist,
da kann man drohen, strafen und so läßt sich Macht ausüben.
Dabei ist der Unter-Sager selbst der Spielball, nicht: seiner ‚Fantasmen‘, die er ja den Gegnern zuschreibt, den gottlosen Manipulatoren, die den Menschen ‚funktionalisieren‘, sondern, seiner uneingestandenen Ängste.
Das ist nämlich der langen, ‚ethischen‘ Rede letzter Sinn und letzte – Un-Weisheit.
Immer wenn das Unantastbare, die Würde usw. bemüht werden, immer, wenn in schlechter Rhetorik das Machbare nicht gemacht werden und der Fortschritt endlich stehen-bleiben oder besser noch: zu-
zurücktrippeln und -treten soll, dann ist Angst, nackte Angst mit im Spiel, Angst vor dem Neuen, Angst davor, einzugreifen in den ’natürlichen‘, den ‚gottgewollten‘ Lauf der Dinge.
Seit Kain$^{1}$ aber greifen wir ein und ein Zurück gibt es nicht. Wer Leben wählt – Leben ist nun mal gefährdet und wohl auch provisorisch – der soll dazu stehen, statt sich davor zu drücken.
Übrigens kann dann erst wahre Religiosität, wahre ‚Gebundenheit‘, erfahren werden.
Paul Kremer
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