Ein Haus für geschlagene Frauen

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Das Haus für geschlagene Frauen in der Hauptstadt wird Anfang 1980 sieben bis acht Frauen, mit ihren Kindern, unterbringen und unterstützen können. Die genaue Adresse wird natürlich nicht bekannt gegeben. Frauen, die in Not sind, erhalten Auskunft unter der Telefonnummer, welche die Zeitungen bekannt geben werden.

Die Frau, die in unserm Haus Zuflucht findet, ist vor dem schlagwütigen Ehemann oder Freund sicher. Sie kann im Haus übernachten, eine Zeitlang dort wohnen und zahlt nach den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen. Durch Gespräche versucht sie mit den Verantwortlichen ihre Situation klar zu sehen, Ursachen zu suchen und Lösungen zu finden. Es wird auf keinen Fall gleich zur Scheidung geraten, sondern zur Eheberatung, zur provisorischen Trennung, zum Selbstständigwerden, zur Weiterbildung und Arbeitssuche.

In diesem Zusammenhang ist gegen viele Vorurteile zu kämpfen.

  • Gewalt in der Ehe ist kein Kavaliersdelikt.

  • Schlagende Männer stammen keineswegs nur aus der Arbeiterklasse.

  • Keine Frau will von ihrem Mann brutalisiert und vergewaltigt werden.

  • In Ehesachen dürfen Nachbarn und Freunde sich, in verschiedenen Fällen, ruhig einmischen.

Wäre die Frau selbstständiger und finanziell unabhängig, würde die Mutter ihren Sohn besser erziehen, könnten die Ehepartner besser miteinander reden, dann müsste der Luxemburger Staat und damit die steuerzahlenden Männer nicht das Haus für geschlagene Frauen mitfinanzieren.

Der Foyer Paola Bové, clinique Ste Zithe, nimmt besonders alkoholgefährdete und psychisch kranke Frauen auf.

Bücher zum Thema:

Erin Pizzey: Schrei leiser, Fischer TB 3404 5,80DM (aus dem Englischen auch ins Französische übersetzt)
Sarah Haffner: Gewalt in der Ehe und was Frauen dagegen tun, Wagenbach, 11DM
Bernard Schlaffer: Die ganz gewöhnliche Gewalt in der Ehe, rororo Frauen aktuell 4358, 5,80 DM

Nicole

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