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die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst! Dieser oft kolportierte Satz ist eine gute Devise für alle aktuellen Lebens- und Geschäftslagen (Geschäft hier natürlich im weitesten Sinne verstanden). Wir möchten Ihnen, die Sie gerade in Koalitionsverhandlungen, Urlaubsvorbereitungen oder Examensarbeiten stecken, diesen Gedanken als intellektuelle und emotionale Richtschnur für die angekündigten, schweren Zeiten anbieten.

Doch dieses einfache Oxymoron (was war das noch gleich?) wird Ihnen kaum genügen und so schlagen wir Ihnen als Ferienlektüre eindringlich vor, Ihr soziologisches und psychotherapeutisches Grundwissen aufzufrischen: Paul Watzlawik natürlich mit seinem Klassiker Wie wirklich ist die Wirklichkeit (München 1976) und – etwas weniger zugänglich, aber genau so erhellend – Die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit von Berger/Luckmann aus dem Jahr 1969. Wenn Sie Ihr Grundwissen dergestalt aufgefrischt haben, können Sie sich an praktischere Lektüre wagen. Wir empfehlen ein umwerfendes Buch des Journalisten Jürgen Leinemann, der 2005 eine Geschichte der deutschen Nachkriegspolitik auf der Grundlage der Psychopathologie seiner Hauptakteure geschrieben hat: Höhenrausch, Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker. Ähnlichkeiten mit noch amtierenden … Aber damit sind wir beim Thema: Mit welchen Mitteln ist diese Welt eigentlich noch zu verstehen? Uns scheinen Kommunikationswissenschaften und Psychopathologie die geeigneten Instrumente, um den Unsinn zu erschließen, der uns umgibt. Bevor das jetzt doch noch larmoyant wird, wollen wir wieder an den eingangs zitierten Satz erinnern … hoffnungslos, aber nicht ernst … Humor bleibt die einzig wirksame Waffe in Zeiten der Hoffnungslosigkeit.

Es wünscht Ihnen einen unpolitischen Sommer,

Ihre forum-Redaktion

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