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Für die breite Öffentlichkeit sind Homosexuelle asoziale, kriminelle, bestenfalls kranke Menschen. Der Gesetzgeber sieht im Homosexuellen den Verführer und versucht über den Artikel 372bis der Homosexualität

entgegen zu wirken. Die den Homosexuellen entgegengebrachten Vorurteile sind nicht zu begründen, die Betroffenen haben unter denselben zu leiden. Die gesellschaftliche Ablehnung, die soziale Ausgrenzung und

rechtliche Sonderbehandlung Homosexueller haben direkten Einfluß auf die Persönlichkeit Betroffener. Die wenigsten sind stark genug, sich dem zu verweigern, was ihnen an Theorie über sich selbst angeboten wird. Gefühle der Schuld und Unsicherheit entstehen, für die Mehrzahl der Betroffenen für immer. Die Identitätskonflikte isolieren den Homosexuellen. Für ihn bedeutet dies, sich in der Regel keinem mitteilen zu können, er ist sich selbst überlassen. Nach Dannecker/Reiche fanden immerhin 43% der von ihnen befragten Homosexuellen keinen geeigneten Gesprächspartner. Nach denselben Autoren, sind im Alltagsleben junger Homosexueller Gesprächspartner eine Rarität.

Die besondere Situation, der Homosexuelle unterliegen, führte uns dazu, eine anonyme Telefonberatung einzurichten, die homosexuellen Frauen und Männern offensteht und erlaubt, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu

treten. Unser Team besteht aus 2 Frauen und 3 Männern, wir führen die Beratung jeden Donnerstag von 16 – 21 Uhr durch. Während dieser Zeit besteht die Möglichkeit, persönlich vorbeizuschauen, wir informieren über die Arbeitsgruppe, stehen aber auch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Wir bitten diejenigen, die an einer festen Mitarbeit in der Arbeitsgruppe nicht interessiert sind, angegebene Zeit zu berücksichtigen. Ab 20 Uhr treffen sich die festen Mitarbeiter der Arbeitsgruppe.

Genaue Anschrift: Arbeitsgruppe Homosexualität im Kollektiv Spackelter
21, rue Aldringen
Luxemburg

donnerstags: Telefonberatung 16 – 21 Uhr
Tel: 47 55 84
Gruppentreff ab 20 Uhr

Als partizipative Debattenzeitschrift und Diskussionsplattform, treten wir für den freien Zugang zu unseren Veröffentlichungen ein, sind jedoch als Verein ohne Gewinnzweck (ASBL) auf Unterstützung angewiesen.

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