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Psychologen, Psychiater und Therapeuten sind im allgemeinen einer Meinung: Werden Menschen dazu ermutigt, sich künstlerisch zu betätigen, so können sie die "heilende" Kraft erfahren, die in den Befriedigungen beim kreativen Arbeiten begründet liegt.
Der Psychologe und Verhaltenstherapeut Martin Schuster nennt verschiedene Gründe, die dafür sprechen, eine Kreativitätstherapie bei geistig Behinderten oder auch geistig Kranken einzusetzen (1) (S. 151):
- Im Kunstwerk sind spielerische Haltung und phantastische Imagination auch denen erlaubt, die keine Kinder mehr sind.
- Die sinnliche Erfahrung wird angeregt, und die Kommunikation ist nicht auf Worte beschränkt.
- Die kreative Beschäftigung fördert die Konzentration, zieht aber gleichzeitig die Aufmerksamkeit von der Beschäftigung mit eigenen Problemen oder eigenem Versagen ab. (…)
- Die kreative Tätigkeit erlaubt es, innere Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken; sie müssen nicht unterdrückt werden.
- Die Erfahrung von Kompetenz und Stolz auf die eigene Leistung."
In Wiltz läuft nun schon seit 5 Jahren ein interessantes Projekt, begründet auf die kreative künstlerische Tätigkeit von Behinderten, in Kooperation mit Künstlern. Dieser Beitrag versucht, das leider noch recht unbekannte "Projet CCI Wiltz" zu beleuchten, und diese Arbeit zur Integration von geistig Behinderten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Das Projekt und seine Entstehungsgeschichte
Das Projekt CCI (Centre Créativité Intégré) in Wiltz begann eher durch Zufall. Seinen eigentlichen Ursprung nahm es im Centre de Réadaptation Professionnelle in Capellen, wo 1981 und 1982 eine Gruppe von Künstlern mit geistig Behinderten arbeitete. Das offene und gute Verhältnis zwischen Direktor, Künstlern und Behinderten führte zum Entschluß, dieses als zeitlich begrenzt vorgesehene Projekt weiterzuführen.
Den Künstlern schwebte die Idee einer Landschaftsgestaltung in Zusammenarbeit mit den Behinderten
des Zentrums vor. Dieser Plan zu einer Gartengestaltung war als eine kreative Arbeit zu verstehen, die im wahrsten Sinne des Wortes ein "Hinausgehen" in die Öffentlichkeit bedeutete. Nun fehlte es in der Gemeinde Capellen an einem brauchbaren Grundstück, auf dem man die Idee in die Wirklichkeit umsetzen konnte. So verschlug es die Künstler nach Wiltz, wo sich ein geeignetes Grundstück nahe der alten Brauerei anbot.
1.1. "Le Jardin de Wiltz"
Der Wiltzer Gemeinderat hat den ersten Zeichnungen des Gartenprojektes zugestimmt; die Ligue HMC wurde schließlich zum Träger des Projektes.
Durch seine Lage an einem Steilhang bot das Gelände interessante Möglichkeiten der Gartengestaltung. Da das Terrain an eine Brauerei angrenzte, vermutete man, auf einen unterirdischen Bach zu stoßen; dies ließ die Idee zur Anlage eines Weihers aufleben. Da alle Wege rollstuhlbefahrbar sein sollten, mußten kostspielige Einebnungsarbeiten durchgeführt werden. Der Sozialfonds der Europäischen Gemeinschaft hat sich schließlich des Wiltzer Projektes angenommen und finanziert dieses Projekt zur Integration von geistig Behinderten seit 1985.
1.2. Künstler und Behinderte am Werk
Während der Anfangsphase der Arbeiten im "Jardin de Wiltz" (1983) sind zeitweise 4 bis 15, meist internationale Künstler in Wiltz ansässig. Gemeinsam mit geistig Behinderten des Rehabilitationszentrums Capellen bewohnen sie das alte Brauereigebäude und die Jugendherberge, beides Komplexe, die direkt an ihr Arbeitsfeld, den Garten angrenzen.
Das Zusammenleben auf engstem Raum erweist sich für alle Beteiligten als äußerst fruchtbar: In Zusammenarbeit mit den Künstlern entwickeln die Behinderte eine engagierte schöpferische Tätigkeit. Der Teich wird angelegt, Mauern werden aus groben Steinen zusammengesetzt, und anfänglich als unlösbar geglaubte handwerkliche Schwierigkeiten werden mit kreativem Geist überwunden. Die Künstler selbst, die zum größten Teil nur zweidimensional gearbeitet haben, erleben bei der Gartenanlage eine neue, dreidimensionale Art der Gestaltung. Heben
Anfänglich als unlösbar geglaubte handwerkliche Schwierigkeiten werden mit kreativem Geist überwunden.
wir hervor, daß keiner der Künstler zuvor mit Behinderten gearbeitet hat. Das Projekt ist also sozusagen "Neuland".
1.3. Erste Eröffnung und erste Resultate
1985 sind die ersten Wege, sowie die Teichanlage fertiggestellt. Die geleistete Arbeit kann dem breiten Publikum gezeigt werden. Die Kooperation Behinderte-Künstler hat Befriedigung bei allen ausgelöst und für die Behinderten sicherlich Zufriedenheit und Sinnfindung bedeutet. Sinnfindung deshalb, weil sie sich nicht einer aufgedrängten Therapie zu unterwerfen hatten, sondern eigenständige Ideen in tatkräftige Arbeit umsetzen konnten.
War die Arbeit im "Jardin de Wiltz" anfänglich nicht als eigentliche "Therapie" gedacht – sie versteht sich als ein auf die Berufswelt vorbereitender Zwischenbereich so verweist sie sich im Endeffekt sicherlich doch als therapeutisch wirksam, da sie individuell fördert und auch fordert. Gefordert war jeder einzelne, Behinderter und Künstler, im zwischenmenschlichen, im geistig-schöpferischen, wie auch im handwerklichen Bereich.
2. Das Projekt CCI – ein offenes Kreativitätszentrum
Da die am Projekt beteiligten Künstler teils in der Malerei, teils in der Bildhauerei tätig sind, kommt die Idee auf, das Gartenprojekt zu erweitern und zu einem Gesamtkonzept auszubauen. Die internationalen Künstler, die nach Wiltz gekommen sind, wollen kein geschlossenes Zentrum, ihnen schwebt die Vorstellung eines offenen Kulturzentrums vor, zugänglich für ein breiteres Publikum. Der angelegte Garten ist öffentlich, nun soll auch das Zentrum selbst öffentlich und offen werden.
Es entsteht ein neuer Arbeitstitel: "Projet CCI, Centre Créativité Intégré". Ein Name, den das jetzige Projektteam (Herbert Maly, Christina de Pian, Joseph Pletsch) so definiert: "CCI ist der Arbeitstitel eines konzipierten Centres (C), dessen Aufbau zwei Leitlinien folgt: Kreativität (C) und Integration (I). Das Zentrum soll Begegnungen, gegenseitiges Interesse und Kooperation von Menschen aus der Region Wiltz, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, luxemburgische und ausländische Künstler fördern. Integration verweist auf eine interdisziplinäre Einrichtung, in der Arbeitsfelder wie Kunst, Rehabilitation, Grünraumgestaltung u.a.m. aufeinandertreffen. Der im Arbeitstitel verwendete Begriff Kreativität deutet auf Stimulation und eine erfinderisch-innovative Note, die die einzelnen Projekte charakterisieren sollen."
2.1. Workshops mit Behinderten und mit Kindern
In den Gebäudekomplexen der alten Brauerei, rue de la Montagne, werden Workshops und Ateliers zu verschiedenen Bereichen abgehalten. Rauminstallationen, Objektbau, Musiksessions, Malerei sind einige der Themen, die in den Workshopwochen angeboten werden. Personen mit geistigen Behinderungen, Kinder und Jugendliche können hier ihrer individuellen Kreativität und Phantasie freien Lauf lassen. So wurde zum Beispiel unter Anleitung des Künstlers und Multimedia-Designers Mick Petts Spiel-Objekte, die bestimmte Sinne ansprechen, zusammengesetzt. Eine Tasthütte und ein Klangbaum entstanden.
Der Kunsttherapeut Richard Manners führte eine Gruppe von Interessenten in die Kunsttherapie und einige ihrer Techniken ein. Malen und Zeichnen wurden hier als Mittel zur Kommunikation benutzt. Der Luxemburger Künstler Antoine Prum veranstaltet regelmässig Malateliers, in denen er im wahrsten Sinne des Wortes zusammen mit Jürgen Berg, einem Tagesbesucher des Centre d’Education Différenciée von Clerf, an einem Bild arbeitet. Will man das gemeinsame Zeichnen metaphorisch interpretieren, so könnte man von "dialogischem" Malen reden.
Aus der Kommunikation zwischen Künstler und Behinderten entsteht, erwächst ein Kunstwerk. Alle im Verwaltungsgebäude des Projektes CCI aufgehängten Arbeiten zeugen von extremer Aussagekraft. Die in die Gartenanlage eingefügten Skulpturen, Objekte und Figuren erinnern teilweise an den Park Güell in Barcelona.
Während des "Kanner-Summers" bauten 36 Kinder der Primärschule Wiltz in zwangloser Zusammenarbeit mit Künstlern einen Sommerspielplatz im Freien.
Zwei weitere Gruppen errichteten im Brauereigebäude ein von Kindern entworfenes Architekturprojekt nur für Kinder: eine Stadtlandschaft aus einer Unmenge von Kartonschachteln (Verantwortliche u.a.: Elizabeth Coleman, Christina de Pian, Herbert
Françoise Urhausen, 14 ans Cartoon-Concours
Maly, Viviane Patz, Joseph Pletsch und Antoine Prum).
Holz- und Linolschnittateliers, sowie Tanzgruppen sind weitere Workshops, die das Projekt CCI interessierten Kindern und Behinderten anbietet.
Ein Videoprojekt steckt noch in der Anfangsphase: Zusammengefaßt unter dem Titel CRIOHR werden Kurzgeschichten dargestellt, erfunden und gespielt von Kindern und Behinderten. Für die Ausarbeitung dieses Projektes zeichnen Christina de Pian und Antoine Prum verantwortlich. Die luxemburgische Künstlerin Patricia Lippert wurde ebenfalls für dieses Videoprojekt verpflichtet.
2.2. Die soziale Aufgabe
Die soziale Aufgabe der Integration von Menschen mit verschiedenen Behinderungen ist um so mehr gewährleistet, als drei permanente Arbeitsplätze für Lernbehinderte aus der Region Wiltz geschaffen wurden. Diese Gruppe hat die Aufgabe, sich um den Unterhalt der Gartenanlage zu kümmern.
Weiterhin sind ein Erzieher, ein Handwerker und drei Künstler fest im Projekt CCI angestellt. Im Verwaltungsgebäude, an den Garten angrenzend, befinden sich eine Küche, verschiedene Büro- sowie Versammlungsräume. Hier werden alle Projekte gemeinsam durchgesprochen, ausgearbeitet und koordiniert.
Desweiteren ermöglicht das Projekt CCI interessierten Hochschulstudenten, ein Praktikum im "Jardin de Wiltz" abzulegen. Für das Studium angerechnet wird ebenfalls die Einführung in die Projektarbeit.
Das CCI hat sich somit zum lockeren Treffpunkt von Menschen mit Behinderungen, Kindern und Künstlern entwickelt.
3. Interview mit am Projekt CCI Beteiligten
Ein Interview mit einem Behinderten und mit zwei am Projekt CCI arbeitenden Künstlern soll die gesammelten Erfahrungen besser beleuchten und Aufschluß über die innere Bereicherung jedes einzelnen geben:
Christina de Pian, Sie sind griechische Künstlerin und im Projekt CCI fest angestellt: Haben Sie die Arbeit mit geistig Behinderten gelernt?
Christina da Pian: Nein, eigentlich nicht. Ich habe in Griechenland und in England Graphik studiert, und in meiner Master-Arbeit habe ich mich mit dem Thema "Kunst in der Schule" beschäftigt. Dabei habe ich festgestellt, daß der Kunstunterricht eigentlich in schlechten Bedingungen abgehalten wird: So zum Beispiel sehr oft in den Klassenräumen, wo einfach durch Platzmangel oder durch die sterile Atmosphäre jegliche Kreativität der Kinder gehemmt wird. Somit habe ich viel über Kinderpsychologie, Pädagogik oder auch Kunsttherapie gelesen. Ich bin
jedoch keine Therapeutin. Ich glaube, unsere Arbeit hier in Wiltz hat therapeutische Auswirkungen, aber es ist keine Therapie. Meiner Meinung nach beobachten Therapeuten viel mehr als wir, für sie ist der Prozeß wichtiger als das Produkt, das Resultat. Für uns ist das Resultat (Skulptur, Bild,…) genauso wichtig.
Sie sind Künstlerin. Inwiefern beeinflußt die künstlerische Arbeit mit Behinderten Sie persönlich, und auch Ihre kreative Tätigkeit?
Christina de Pian: Die Arbeit hier im CCI stimuliert mich. Ich kann nicht sagen, ob meine Malerei sich dadurch verändert hat, aber die Zusammenarbeit mit Behinderten bringt neue Energien für meine eigene Arbeit. Wenn man malt, ist man meistens allein; hier im Projekt CCI ist es jedoch eine Auseinandersetzung. Die Personen, die Behinderungen haben, malen zum Beispiel viel "grober". Es ist interessant, dies alles zu beobachten.
Herbert Maly, Sie sind österreichischer Künstler und Leiter des Projektes CCI. Auch Sie haben keine schulische Vorbildung in der Arbeit mit Behinderten. Hat die Arbeit hier in Wiltz Sie als Künstler beeinflußt?
Herbert Maly: Ich habe vorher die künstlerische Tätigkeit immer als einen ganz, ganz starken individuellen Prozeß gehalten, und die für mich völlig neue Erfahrung war eigentlich, daß man kreativ und künstlerisch auch aus einer Beziehung heraus arbeiten kann. Daß eine menschliche Beziehung Triebfeder und Motor für kreatives und künstlerisches Schaffen sein kann. Das war das Interessante für mich, daß Arbeiten entstanden sind, in die sich Menschen von verschiedenen Ebenen einbringen können.
Ich versuche, Rahmenbedingungen zu schaffen, für eine Art der Arbeit in der mindestens zwei Menschen Platz haben. Sei es Film, Skulptur,… das Interessante dabei ist die spannungsreiche Beziehung.
Verschiedene Skulpturen der Gartenanlage sind aus wiederverwendeten Materialien wie Holz, Metall, Bauteilen zusammengesetzt und wurden von Behinderten angefertigt. Würden Sie von Recup‘ Art, oder von Kunst im allgemeinen reden?
Christina de Pian: Ja, ich glaube schon. Also, ich versuche den Garten schon als Kunst zu sehen; der Garten ist ein Gesamtkunstwerk für mich. Die verschiedenen Anlagen (Teich, Wege, Skulpturen…) sind einzelne Teile des Werkes, so wie einzelne Linien oder Flächen eines Bildes. Ich glaube, wir alle sehen den Garten als einen Teil unseres eigenen Kunstwerkes.
Herbert Maly: Mein Problem ist es, daß ich mit dem Begriff "Kunst" nicht sehr viel operiere, ich verwende eher den Begriff "Kultur". Es geht mir um neue Formen der künstlerischen Organisation, um neue Formen, sich als Künstler in die Gesellschaft einzubringen. Es geht mir weniger um einen Kunstbegriff, sondern eher um einen Qualitätsbegriff. Was mich persönlich interessiert, ist die spezifische Qualität von Dingen und Menschen zu entdecken. Qualität nicht in dem Sinne von gut und schlecht, jedes Ding
Es geht mir um neue Formen der künstlerischen Organisation, um neue Formen, sich als Künstler in die Gesellschaft einzubringen.
hat seine Qualitäten. Es geht mir darum, diese Qualitäten zu entdecken, und etwas damit zu tun. Beim Garten waren bestimmte atmosphärische Qualitäten schon da; man hat nur mehr auf sie eingehen müssen. Andere Teile hat man planarchitektonisch gestaltet, mit einer aufgesetzten Konzeption. Ob das immer "Kunst" ist, oder nicht, ist mir völlig egal. Bei der Arbeit sind Prozeß und Resultat gleich wichtig.
Glauben Sie, daß die kreative, künstlerische Arbeit eher ein Spiel, eine Art Zeitvertreib für die Behinderten darstellt, oder haben Sie den Eindruck, daß sie sich bewußt sind, Kunst zu schaffen?
Christina de Pian: Ich glaube weniger, daß die Behinderten Kunst darin sehen. Sie sind sich bewußt, daß sie etwas anderes tun, als in "normalen" Rehabilitationszentren, aber sie machen nicht die Differenz zwischen Beschäftigung und Kunst. Der Jürgen Berg, zum Beispiel, der könnte jeden Tag malen. Das heißt irgend etwas. Ob man aber von ihm als Künstler reden kann, weiß ich nicht. Es ist eine Art Arbeit für die Behinderten, sie sagen oft "Heute habe ich gut gearbeitet", wenn sie den ganzen Tag über gemalt haben.
Jürgen Berg, Sie sind ein Tagesbesucher des Centre de Réadaptation Professionnelle von Clerf. Was gefällt Ihnen am Projekt CCI in Wiltz?
Jürgen Berg: Ich komme jeden Donnerstag zum Malen hierher. Ich male sehr gern, am liebsten Menschen und Tiere. Meist male ich gemeinsam mit Tony (Antoine Prum). Manchmal haben wir eine Vorlage, zum Beispiel ein Foto. Ich könnte den ganzen Tag über malen, jeden Tag.
Weshalb glauben Sie, Herr Maly, funktioniert das Projekt CCI hier in Wiltz so gut?
Herbert Maly: Es ist wichtig, nicht zu große Einheiten zu schaffen, die Institutionen in denen Behinderte
arbeiten, möglichst klein zu halten. Man müßte von vorneherein Einrichtungen schaffen, die gemischt sind, und wo die Aufgabenbereiche so vorhanden sind, daß auch Nichtbehinderte Verwirklichungsmöglichkeiten finden. Und, was bei uns hier in Wiltz toll ist, ist die Tatsache, daß das Projekt CCI mitten in Wiltz ist, und nicht irgendwo abseits.
Wir danken Ihnen für dieses aufschlußreiche Gespräch, und wünschen Ihnen auch weiterhin viel Erfolg und auch Spaß an Ihrer Arbeit im Projekt CCI in Wiltz.
Desweiteren machen wir die Leser auf eine Ausstellung im "Schluechthaus", in Esch/Alzette aufmerksam: Vom 23. März bis zum 1. April werden Kooperationsobjekte, – Skulpturen und Bilder -, von Künstlern und Behinderten des Projektes CCI ausgestellt, sowie Videos und Dias vom "Jardin de Wiltz" gezeigt. Die Ausstellung ist ab 7. April im Wiltzer Schloß zu sehen.
P.S. Jene Leser, die in diesem Bericht eine theoretisierende Ausführung zum Thema Kunsttherapie und Kreativität mit Kindern und Behinderten vermissen, oder auch erhoffen, zu einer Antwort auf die Frage "Ist die Kunst von Behinderten und geistig Kranken, ‚Art Brut‘ genannt, nun Kunst oder nicht?" zu gelangen, seien auf folgende Literatur hingewiesen:
Martin Schuster: "Kunsttherapie – Die heilende Kraft des Gestaltens" DuMont Taschenbücher, 1986 (1)
Hartmut Kraft: "Psychoanalyse, Kunst und Kreativität heute – Die Entwicklung der analytischen Kunstpsychologie seit Freud" DuMont Taschenbücher, 1984.
Gerd Presler: "L’Art-Brut – Kunst zwischen Genialität und Wahnsinn" DuMont Taschenbücher, 1981.
M. Wagener
Man müßte von vorneherein Einrichtungen schaffen, die gemischt sind, und wo die Aufgabenbereiche so vorhanden sind, daß auch Nichtbehinderte Verwirklichungsmöglichkeiten finden.
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