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SIE KOMMEN
AUF DIE INSELN
(1493)
Die Menschenschinder verheerten die
Inseln.
Guahaní war die erste
in der Geschichte der Todesmartern.
Des dunklen Erdentons Söhne sahen ihr Lächeln
verwüstet, ihre zerbrechliche
Wildgestalt geschlagen,
und selbst im Tode begriffen sie nicht.
Sie wurden mit Stricken gebunden, verwundet,
wurden verbrannt, zu Asche verzehrt,
wurden zerfleischt und in die Erde gescharrt.
Und als dann die Zeit sich im Walzertakt
drehte in Palmenwäldern im Tanz,
war der grüne Ballsaal leer.
Nur Knochen blieben zurück,
starr aufgeschichtet
in Kreuzesform, zum größeren
Ruhme Gottes und der Menschen.
Von den großen lehmigen Inseln
und dem Astgewirr von Sotavento
bis zu den Korallenmoosgruppen
schlug das Messer des Narváez Wunden.
Hier das Kreuz, hier der Rosenkranz,
hier die Heilige Jungfrau vom Würgeholz.
Columbus‘ Kleinod, das phosphoreszierende Kuba,
empfing die Reiterstandarte, die Knie
auf dem nassen Sand.
Pablo Neruda, Der große Gesang, Berlin ²1974, S. 51
Die Landung beginnt
"Ich persönlich weiß es nicht, wie die Geschichte von denen geschrieben
wird, die unser Land angegriffen haben. Doch ich höre Gerüchte, daß die
Spanier davon reden, sie hätten neues Land entdeckt.
Aber ich sage Euch: Spanien hat nichts entdeckt, sie haben uns
angegriffen, sie haben unser Land bestzt, sie haben uns umgebracht."
(mündliche Überlieferung der Kuna)
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