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Der den Bischof beleidigende und diffamierende Otto von Habsburg ist nicht irgendwer, sondern Seine Kaiserliche Hoheit, Erzherzog-Thronfolger Otto von Habsburg, dem Vernehmen nach von seinen Anhängern mit Majestät tituliert. Er scheint, mit diesem Hintergrund gut ausstaffiert, tatsächlich der Meinung zu sein, der Bischof Donat Lamont sei ohne weiteres geeigneter Gegenstand für erzherzogliche Verunglimpfungen („Offener Brief an Otto von Habsburg, Publik-Forum, Nr. 18/77). Es stimmt, was der Bischof in seinem Offenen Brief schreibt. Aber da ist noch etwas, das zur Erhellung dieser erzherzoglichen Mentalität hilfreich sein könnte. Otto von Habsburg ist nämlich Mitherausgeber der Zeitbühne des sattsam bekannten William Schlamm, der grundsätzlich jede andere Meinung außerhalb
dessen, was er für sich „konservativ“ nennt, nicht nur kritisiert, sondern wütend begeistert. Die Zeitbühne rechtfertigt schlechthin alles, was nach Rechtsdiktatur aussieht — in jeder Nummer und bevorzugt in Lateinamerika, Chile besonders. Und ausnähmlos in jeder Nummer schreibt auch der Erzherzog, so in der neuesten Nummer (9/77) verklärend über das Schreckensregime des Videla von Argentinien. Und in der gleichen Nummer zieht ein anderer adeliger Mitarbeiter, der Herr von Studnitz, erneut über Bischof Lamont her und bezichtigt ihn der Begünstigung des Terrorismus.
Es gibt einen organisierten Klüngel, der alles, aber auch alles, was nach Befreiung aus Kolonialismus und rechter Rechtlosigkeit, sowie nach Freiheit aussieht, verunglimpft. Hans Kühner
in: Publik-Forum, 30.9.77
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