Wer hört mit (3)

Literaturangaben, Filmographie, Surftipps

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Ohne Kommentar:

Friedrich Dürrenmath: Die Physiker. Diogenes, 1980.

Zur Affäre Moro und der „bleiernen Zeit“ in Italien:

Giorgio GALLI: Staatsgeschäfte. Affären, Skandale, Verschwörungen: das unterirdische Italien 1943-1990. eva, 1994 und:

Regine IGEL: Andreotti. Politik zwischen Geheimdienst und Mafia. 1997 sowie das multimedia-Dossier unter http://www.sb.shuttle.de/istituzione/italia/moro.html

Die wahrscheinlich beste Einführung zum Thema Datensicherheit, die eingehend die Promis-Affäre behandelt:

Egmont R. KOCH, Jochen SPERBER: Die Datenmafia. Geheimdienste, Konzerne, Syndikate: Computerspionage und neue Informationskartelle. Rowohlt 1995.

Eine detaillierte Aufarbeitung der Promis-Affäre liefern auch:

Fabrizio CALVI, Thierry PFISTER: L’Oeil de Washington. Albin Michel 1997. (Das Buch trägt den Untertitel: „La plus vaste opération d’espionnage de cette fin de siècle“ – es wurde 2 Jahre vor Bekanntwerden des ECHELON-Skandals veröffentlicht…)

… und das anhand übrig gebliebener Skizzen und Notizen des Journalisten Danny Casolaro verfasste Buch:

Kenn THOMAS, Jim KEITH: Octopus. Secret Government and the Death of Danny Casolaro. Feral House, 1996.

Einen interessanten Zusammenhang zwischen dem, was einige Autoren mit „Secret Government“ bezeichnen, der Promis-Affäre und einigen der dunklen Kapitel der Clinton-Ära wirft der amerikanische Journalist Christopher Ruddy auf:

Christopher RUDDY: The Strange Death of Vincent Foster. An Investigation. Free Press 1997.

Ein allgemeines Buch zur High-tech-Kriminalität (Geldwäsche via Internet, Chip-Diebstahl, Cloning von Mobiltelefonen, etc.):

Serge LE DORAN, Philippe ROSÉ: Cyber Mafias. Denoël, Documents Actualité, 1998.

Zur Geschichte und Methodologie der Kryptographie empfiehlt sich ein sehr spannendes aber sehr mathematisches Buch:

Friedrich L. BAUER: Decrypted Secrets. Methods and Maxims of Cryptology. Springer, New York, 1997.

Zugänglicher, aber nicht weniger spannend zum Thema Datensicherheit/Kryptographie (u.a. Funktionsweise und staatliche Regulierung), als das Buch von F. L. Bauer, ist das Buch:

Lance J. HOFFMAN (editor): Building In Big Brother. The Cryptographic Policy Debate. Springer, New York, 1995.

Und schließlich, sehr empfehlenswert, zu Internet, neuer Kommunikation und ähnlichem:

Nicholas NEGROPONTE: Total Digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder die Zukunft der Kommunikation. Goldmann, 1997 (überarbeitete Taschenbuchausgabe).

Filme

Dokumentarfilme:

Egmont R. KOCH: Hacker mit Geheimauftrag. Angriff auf die Datensicherheit. 1996.

Delphine MOREL, Marie ARNAUD, Christoph JÖRG: Themenabend ARTE: Souriez, vous êtes surveillés – Das Ende des Privaten. 1999.

„Souriez, vous êtes fichés“ Au nom de la loi, RTBF Charleroi, 1999.

Spielfilme:

John Badham: Wargames (USA, 1983) – Ein junger Computerfreak steigt durch die „backdoor“ in einen Militärcomputer ein, der Kriegshandlungen zwischen den USA und der Sowjetunion simuliert.

Michael Radford: 1984 (USA, 1984) – die Verfilmung des berühmten Buches von George Orwell.

Terry Gilliam: Brazil (USA, 1985) – ein Film ohne Happy End, Parabel über

Behördenwillkür, „Ökoterroristen“ und die totale Überwachung.

Phil Alden Robinson: Sneakers (USA, 1992) – ein Team professioneller Hacker auf der Jagd nach dem alles entschlüsselnden Chip – zwischen Mafia und NSA.

Harold Becker: Mercury Rising (USA, 1998) – Ein kleiner autistischer Junge, Fan von Rätseln und Labyrinthen, entziffert Mercury, den neuen Verschlüsselungscode der US-amerikanischen Regierung – und wird zum nationalen Sicherheitsrisiko.

Tony Scott: Enemy of the State (USA, 1999) – Ein Anwalt, im falschen Moment (kurz vor Weihnachten) am falschen Ort (in einem Geschäft für Damenunterwäsche), gerät in die Fänge der NSA, die einen politischen Mord kaschieren muss, und kann sich nur mit Hilfe eines Aussteigers retten.

Surftipps

www.cnil.fr – der Site der französischen Datenschutzkommission, der ermöglicht, anhand einer fiktiven Surf-Session nachzuweisen, welche Spuren ein Surfer im Internet hinterlässt.

www.anonymizer.com – anonym surfen für jedermann. Gibt auch eine Idee über die Spuren, die ein Surfer im Netz hinterlässt.

www.fas.org – ein Site, eingerichtet und betrieben von John Pike, einem der Gründer der Federation of American Scientists, einer Organisation, die sich der Aufklärung von allem verschrieben hat, was mit „Government Secrecy“ in Verbindung gebracht werden kann.

www.oss.net – Open Source Solutions Inc., ein Unternehmen, das Robert D. Steele, einem ex-CIA Agenten gehört und über welches er Consulting in Fragen von Datensicherheit anbietet.

www.eff.org – Electronic frontier foundation – ein Site der Augen öffnet und die Geister entstaubt.

http://infos.tf1.fr/dossiers/echelon/ – ein sehr gut gemachter Dokumentationssite zu Echelon, mit einer Fülle von weiteren Surftipps.

www.iptvreports.mcmail.com/interception_capabilities_2000.htm – der Campbell-Bericht, der den Echelon-Stein ins Rollen brachte.

Jean-Philippe Boever

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