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Olivier Roy dans le Monde diplomatique de mars 1982

(5)Epoque ou s’est produit un incident rapporte dans l’Humanite du 24 mars 1982 sous le titre ‚Les rebelles s’entretenu‘.
(6)cf. "Les Français et la résistance afghané" dans Croissance des jeunes nations de janvier 1982.

Cet article est repris de "Croissance des Jeunes Nations" 243 (octobre 1982).

Appell zur Afghanistan-Demonstration

Demnächst werden es drei Jahre sein, dass Afghanistan von der russischen Armee besetzt gehalten wird.

Aus diesem Grunde rufen die "Aktioun fir de Fridden" und die Redaktion von "forum" alle Leser und Freunde auf, an der für Samstag, 18. Dezember um 15 Uhr vor der sowjetischen Botschaft in Beggen geplanten Protestdemonstration teilzunehmen.

So wie wir gegen die Menschenrechtsverletzungen in Zentral- und Südamerika, in der Türkei, in Südafrika und anderswo protestiert haben, wo Diktaturen mit Hilfe der USA das eigene Volk knechten, so protestieren wir mit demselben Nachdruck gegen die Unterdrückung der Würde der Person, der freien Meinungsäusserung und des Rechts auf Selbstbestimmung in Afghanistan und Polen durch Regierungen ohne demokratische Legitimation, deren Macht von der UdSSR aufrechterhalten wird. Wir sind der Meinung, dass der russische Einsatz nicht der Verteidigung des Sozialismus in diesem Land dient – im Gegenteil, das Freiheits- und Gerechtigkeitsideal dieser Weltanschauung wird für viele Menschen dadurch unglaubwürdig -, sondern in der direkten Tradition des grossrussischen Imperialismus aus den Zeiten des Zarentums steht, da Afghanistan vor allem wegen des Erdgases und seiner geopolitischen Lage für die Sowjetunion wichtig ist.

Wir bedauern, dass die geplante Protestaktion zum Teil von politischen Kräften mitorganisiert wird, deren Solidaritätsbekundungen mit dem afghanischen Volk wohl eher dem ideologischen Kampf gegen den Ostblock dienen sollen, und die man nie bei Protestkundgebungen gegen Menschenrechtsverletzungen in der westlichen Welt gesehen hat. Nichtsdestoweniger sind für uns die Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht der Völker unteilbar. Ihre Verteidigung steht für uns über sektiererischen politischen Überlegungen.

Gerade zu einem Zeitpunkt, wo die neue kommunistische Führung in der UdSSR sich der wirtschaftlichen und militärischen Nachteile der Afghanistan-Besetzung bewusst zu werden scheint, ist u.E. ein breiter Protest unerlässlich. Auch um Bemühungen für einen Abbau der weltweiten Rüstungsspirale weiterzutreiben, deren Kosten die Menschen im "Warschauer Pakt" stärker treffen als jene in der NATO, wäre eine Vorleistung der UdSSR sicher begrüssenswert, damit das notwendige Vertrauensklima entsteht. Ein Rückzug aus Afghanistan könnte für die sowjetische Führung ein annehmbarer Einsatz sein für ernsthafte Abrüstungsschritte auf beiden Seiten.

Aktioun fir de Fridden – forum

interna

Jede Woche wird "forum" zu drei bis sechs Pressekonferenzen, Generalversammlungen, Erstvorstellungen, Eröffnungen usw. eingeladen. Bei aller Begeisterung für solche Art von Freizeitgestaltung und bei aller Sympathie besonders für jene Gruppierungen und gesellschaftliche Schichten, die vor allem in der Tagespresse zu kurz kommen – unser Mitarbeiterstab ist einfach zu klein. Viele Erwartungen, die an uns gerichtet werden, können wir daher einfach nicht erfüllen. Manchmal haben wir allerdings auch den Eindruck, dass eine kurze, schriftliche Information für den erwünschten Zweck genügen würde. (Allerdings ist hier wieder unser sechswöchiger Erscheinungsrhythmus zu beachten: der nächste Redaktionsschluss wird in jeder Nummer angegeben; normalerweise brauchen wir Veranstaltungshinweise 4-6 Wochen im voraus, damit sie in der Nummer kurz vor dem Termin veröffentlicht werden können.) Ebenso müssen wir Schreiber von unaufgeforderten Leserbriefen und Stellungnahmen, so gern wir auch das kontroverse Meinungsforum in unserer Zeitung fördern und ausbauen möchten, bitten, sich kurz zu fassen und sich auf die wichtigsten Argumente zu beschränken. Bei 36-40zeiten pro Nummer – ein Mehr scheitert übrigens nicht an finanziellen Gründen, sondern weil wir meinen, mehr würde kaum noch gelesen werden – ist nicht viel Spielraum. Wir müssen dann selbst Zuschriften kürzen, was immer die Gefahr mit sich bringt, Autoren zu verärgern, wenn nicht gar Sinnfehler zu provozieren. Erinnert sei im selben Zusammenhang an den Hinweis in der letzten Nummer: Beiträge, die schon von der Tagespresse veröffentlicht wurden, werden im allgemeinen nicht auch noch in "forum" abgedruckt. Wir beanspruchen keineswegs eine Zeitung zu sein, die den Verzicht auf die übrigen Presseorgane in Luxemburg erlaubt.

Aber nochmals: diese Einschränkungen tun uns leid (vielleicht fühlt sich ein Leser angesprochen, den Mitarbeiterstab erweitern zu kommen …) und sie sollen keineswegs die Leser abschrecken, Diskussionsbeiträge und Informationen an die Redaktion zu leiten. Sie bekommen von uns soviel Zeit und soviel Raum wie wir haben!

DIE KOMMENDEN

"FORUM"-DOSSIERS:

Nr.61: L’intégration des langues maternelles dans l’enseignement primaire. 2. Vorbereitungsversammlung: 7.1.83 um 17.30 Uhr im Lokal der Uniao, 140, rue Ad.-Fischer, Luxemburg Redaktionsschluss: 10.1.1983 Erscheinungsdatum: 29.1.1983

Nr.62: Die psychiatrisch Kranken in Luxemburg. 2. Vorbereitungsversammlung: 18.1.1983 um 20.30 Uhr im Info-Center, 5, av. M.-Thérèse, Luxemburg Erscheinungsdatum: 12.3.1983

Nr.63: Südafrika

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