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Bis Anfang November gab es auf dem Markt kein Gesellschaftsspiel, das Musik zum Thema hatte. Der Stadtluxemburger Musiklehrer Martin Straus hat dem mit Brio abgeholfen, und es wäre nicht weiter verwunderlich, wenn sein Spiel "DA CAPO" ein grosser Erfolg würde. Flott aufgemacht, lustig, spannend, aber vor allem vielseitig und kreativitätsfördernd, kann es durchaus den Vergleich mit ausländischen Produkten aufnehmen.
"DA CAPO" wurde während des letzten Jahres in einer einfacheren Ausgangsform schon von zahlreichen Luxemburger Kindern mit Begeisterung gespielt – im Musikunterricht in der Gaspericher Primärschule. Und damit wären wir bei der Begründung, weshalb dieser Artikel unter der Rubrik "Initiativen" steht: "DA CAPO" ist der Initiative eines Einzelnen zu verdanken, eines Lehrers, der vergeblich nach passendem Arbeitsmaterial für den Gruppenunterricht in Musik suchte und dann kurzerhand selbst ein Gesellschaftsspiel entwarf. Während der Ferien überarbeitete er das Spiel und erweiterte die Spielregeln, die wir in der aktuellen Form wohl kaum ausführlich vorzustellen brauchen, da sie in der übrigen Presse schon beschrieben wurden. Jacques Wingert, Musiklehrer in Hesperingen übernahm den musikalischen Teil des Spiels, die zu "DA CAPO-Bis" gehörige Cassette mit Auszügen von 73 Volksliedern, die in verschiedenen Schwierigkeitsgraden in 6 Durchgängen vorgestellt werden. Denn zu dem ursprünglichen Spiel, das als gänse-spielartiges Würfelspiel auf einem grossen als Solschlüssel angelegten Spielplan funktioniert, hat Martin Straus einen zweiten Spielplan (DA CAPO-Bis") entworfen, der als Erweiterung des Grundspiels gelten, aber auch unabhängig von diesem gebraucht werden kann. Und hier zeigt sich die Vielschichtig-
keit von "DA CAPO": Mit den beiden Spielplänen und dem dazugehörigen Material kann das Spiel auf mindestens 8, zum Teil grundverschiedene Weisen gespielt werden. Sein Charakter ändert sich dabei vom rafiniert ausgeklügelten, doch einfach zu spielenden "Gänse-spiel" bis zum komplexen Lernspiel, das trotzdem immer anregend, lustig und spannend bleibt. Es kann also dem Alter der Spieler wie der Spielsituation mühelos angepasst werden, kann einzeln oder von 5 oder 6 (DA CAPO-Bis) Personen oder gar von grösseren Gruppen gespielt werden, da man den "DA CAPO-Bis" Spielplan mühelos sogar auf den Boden malen kann und in modifizierter Form selbst dazu Frage- und Antwortkarten zu irgendeinem beliebigen Thema (Verkehrs- oder Umwelterziehung, Naturkunde- oder Sprachunterricht, usw.) erarbeiten kann. DA CAPO kann also nicht nur auf spielerische, variierte Art und Weise Kenntnisse in der Musik vermitteln (Musikzeichen, Orchesterinstrumente, Volkslieder), es kann zu mannigfaltigen Themen Kinder wie Erwachsene in der Familie, im Gruppen- und Einzelunterricht in der Schule oder als Gesellschaftsspiel in Ferienlagern begeistern. Welches andere Spiel bietet ähnlich viele Gestaltungs- und Ausbaumöglichkeiten?
Naturkundelehrer wie auch eine Lehrergewerkschaft haben dies schon erkannt und wollen zusätzliche Frage- und Antwortkarten oder Cassetten erarbeiten … Auch das hat Martin Straus angeregt. Er liess es nicht beim Austüfteln des Spiels bewenden, sondern sprach überall vor, wo DA CAPO eingesetzt werden kann, oder wo er Unterstützung für seine Spiel-Idee zu finden hoffte, die er möglichst preiswert realisieren wollte, was alles gar nicht so einfach war. Die einzelnen Teile von DA CAPO wurden nach
vielem Hin und Her schlussendlich in Luxemburg, Bouge (Belgien), Brüssel, Trier und Hamburg hergestellt. Und die Sympathie verschiedener verantwortlicher Politiker war nicht gleich so offenherzig wie ihre Vermarktungshilfe für Lego-Baukästen…
Das Unternehmen gelang totzdem und das Resultat lässt sich sehen. DA CAPO und DA CAPO-Bis können Sie in Musik-, Buch- oder Spielwarenläden kaufen zum Preis von je 625 F. Viel Spass! csst
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