Die RTL-Redaktion ist frei von jedem äußeren Einfluss

Interview mit Roby Rauchs, RTL-Chefredakteur

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Chefredakteur Roby Rauchs:

Die RTL-Redaktion ist frei von jedem äußeren Einfluß

Als 1974 die damalige Gesellschaftspolitische Arbeitsgruppe (GAG) der "Jugendpor Lëtzebuerg", Vorgängerin der "forum"-Redaktion, eine ausführliche Analyse des LW-Journalismus vorlegte (1), weil der LW-Direktor sie aufgefordert hatte, ihre Kritik an der katholischen Tageszeitung zu begründen, weigerte sich der Direktor des LW trotz bischöflicher Aufforderung mit der GAG zu sprechen.

Als nun die "forum"-Redaktion beschloß, eine RTL-Analyse vorzulegen, machte sie erfreulicherweise eine völlig andere Erfahrung: Der Chefredakteur des Luxemburger RTL-Programms, Roby RAUCHS, zeigte sich sofort bereit, zwei "forum"-Mitarbeitern Rede und Antwort zu stehen, und so können wir heute auch seinen Standpunkt mit in unser Dossier aufnehmen. Alle kursiv gedruckten Sätze werden im folgenden authentische RAUCHS-Zitate sein; der

Chefredakteur hat im übrigen diesen Beitrag ohne Beanstandung durchgelesen.

R. Rauchs bestätigte uns zuerst mal, daß sowohl die CLT-Direktion wie der Verwaltungsrat dem luxemburgischen Programm große Wichtigkeit beimessen und eher mit gutem Rat, Wünschen und Anerkennung denn durch direkte Einflußnahme auf die Inhalte an die Redaktion herantreten. Daß Generaldirektor Gust Graas sich im Rahmen der Satellitendiskussion mehrmals über den UKW-Sender zu Wort meldete und den Standpunkt der CLT gegenüber andern Meinungsäußerungen in der geschriebenen Presse vertrat, stellte er als große Ausnahme hin, die man allerdings als legitim ansehen muß. Im Laufe des Gesprächs war dann allerdings zu erfahren, daß auch einzelne Mitarbeiter bzw. Sendungen eigentlich nur auf Grund eines gewissen Interes-

ses der Generaldirektion oder des Verwaltungsrats im Luxemburger Programm figurieren (Bsp.: Außenpolitischer Kommentar am Sonntag).

Keine kommerziellen Rücksichten

"Kommerzielle Überlegungen stehen nie im Vordergrund bei Entscheidungen, die das Luxemburger Programm betreffen." Zur Zeit trägt sich das Programm etwa selbst, wenn man von teuren Sonderleistungen wie etwa dem Wahlsonntag absieht. "Wenn wir Reklamen in die Nachrichtenzeitung reinsetzen, so geschieht das sicher einerseits, um den Geschäftsleuten entgegenzukommen, andererseits aber auch um die Zeitung aufzulockern: man kann nicht eine halbe Stunde lang ohne Unterbrechung die Zu-

Über UKW zu veranstalten, wenn da keiner sich gekränkt oder überflügelt sieht.

Von der geschriebenen Presse erwartet R. Rauchs für diese Fälle aber keine Anfeindungen oder Versuche der Einflußnahme. Wohl hatte es von jener Seite zu Anfang, vor 25 Jahren, eine gewisse Skepsis gegeben, doch die Zeitungen mußten erkennen, daß der UKW-Sender keine Konkurrenz darstellt, zumal es ja noch 10 Fernsehprogramme und ungezählte Radioprogramme gibt. Wohl mag die eine oder andere Redaktion immer noch ein bißchen neidisch sein, weil RTL mobiler ist, sich häufiger am Tag zu Wort meldet, auch sonn- und feiertags präsent ist. "Doch ein Radio kann", das ist seine Überzeugung, "der geschriebenen Presse nie Konkurrenz machen. Eine gut gemachte Radiosendung kann nur

hörer mit Informationen bombardieren." Firmen, die ihren Werbungsauftrag zurückgezogen haben aus Protest gegen inhaltliche Aussagen der Redaktion, gibt es aber hin und wieder. "Man kann aber nicht sagen, daß die Geschäftsleute den geringsten Druck auf uns ausüben …" meint R. Rauchs. Das wirtschaftliche Argument spielt keine Rolle bei der Programmgestaltung.

In den letzten 5 Jahren wurden die UKW-Nachrichtensendungen ausgebaut: statt Kommuniqué-Journalismus will man lebendige Parlamentsberichte, eine neue Gerichtschronik, Echos aus allen Regionen und Gemeinden, die Integration kultureller oder z.B. ökologischer Themen in die Zeitung (statt ihrer Verbannung in Sondersendungen), Echos auch vom Leben in den zahlreichen Vereinigungen, die es im Land gibt, … Der einzige Zwang, den die RTL-Journalisten kennen, ist die Zeit: eine Nachrichtensendung darf nicht mehr als 30 Minuten dauern, sonst schaltet der Hörer ab. Dabei sollen selbstverständlich die Nachrichten aus Luxemburg Vorrang haben. Das Resultat der "forum"-Analyse (Ausland und Sport nehmen weit mehr Raum ein als Inland und Kultur; vgl. oben S.28) war für R. Rauchs sehr überraschend und er versprach eine Gewissenserforschung. Allerdings meinte er, die Nachrichten über Europa, z.B. die Direktübertragungen aus dem Straßburger Europaparlament, dürften nicht als "Ausland" gewertet werden. Schließlich ist RTL die einzige Luxemburger Redaktion, die regelmäßig von diesen Sitzungen berichtet, und steht damit so gar im Ausland allein auf weiter Flur.

Neben den regelmäßigen Nachrichtensendungen will RTL aber Zielgruppen ausbauen, mit spezifischen Inhalten z.B. für die Jugend am Samstagnachmittag, oder über Wissenschaft, über Ökologie, u.ä., obschon solche Dossiers radiophonisch schwieriger zu machen sind. Es laufen auch Überlegungen und Gespräche, um eventuell Sprachkurse für Ausländer

Neutralität als Vorteil

die Neugierde der Zuhörer wecken und sie dazu anregen, sich tagsdarauf eine Zeitung zu kaufen, um Genaueres zu erfahren." Das Luxemburger Programm hat in den 25 Jahren seines Bestehens seine Informationspflicht sehr vorsichtig ausgestaltet. Die Auflagen des Lastenhefts (Neutralität, Objektivität) sind wohl nie einmütig zu definierende Begriffe.

Ist dieses Neutralitätsgebot nicht aber auch eine Zwangsjacke, die einen kreativen Journalismus verhindert? Oder sind es die geschriebenen Presseorgane, die ja alle eine politische Orientierung haben, die durch indirekten Druck einen kritischen RTL-Journalismus bekämpfen? Roby Rauchs sieht das nicht so. "Die Neutralität ist eher ein Vorteil. Neutralität interessiert die Leute immer stärker. Sie suchen eine ungefärbte Information und sind froh über die Sicherheit, die RTL ihnen in dieser Hinsicht bietet." Rezente Umfragen haben ergeben, daß 75 % aller Zuhörer des luxemburgischen Programms zufrieden damit sind (und 75 % aller Luxemburger hören das Programm ziemlich regelmäßig). "Natürlich gibt es nie die absolute Neutralität. Jeder unserer Mitarbeiter hat sein Temperament. Der eine stellt diese Nachricht voran, der andere zitiert jene Person etwas länger, aber das wechselt ja jeden Tag. Fest steht, daß das Publikum kurze Informationen haben will, in neutralem, sachlichem Ton, so lebendig wie möglich, aber wir enthalten uns, eine eigene Meinung miteinfließen zu lassen, und das ist eine Erklärung für unsern Erfolg!" Es ist daher wohl auch kein Zufall, daß selbst die Oppositionsparteien (im Parlament, in den großen Gemeinderäten) in den letzten Jahren kaum noch größere Vorwürfe wegen Unaußgewogenheit an die UKW-Redaktion richteten.

"forum" befürchtete, daß durch diese strenge Neutralitätseigenforderung eher etwas zu sehr der "kritische Saft" eines Journalisten verlorengeht. R. Rauchs meinte, das sei die Frage, ob politische Kommentare zum UKW-Programm gehören sollen oder nicht, eine Frage, die dort durchaus schon öfters diskutiert worden sei. Er könne sich das aber nur vorstellen im Einklang mit den Parteien und Gewerkschaften usw. "Ob das heute schon unsere Rolle ist, bezweifle ich. Da könnten die Zeitungen durchaus sagen, es sei ihre Rolle zu analysieren und zu kommentieren, die Aufgabe von RTL sei es nur zu informieren." Entsprechende Warnungen aus der geschriebenen Presse will R. Rauchs aber noch nicht erhalten haben.

Die Freiheit der Mitarbeiter

Was die im obigen Beitrag (SS. 39 ff.) angesprochenen Personalangelegenheiten anbelangt, deren Ursache wir ja auch im CLT-Statut vermuten, so zeigte R. Rauchs sich nicht informiert. Ihm sei nicht bekannt, daß ein Mitarbeiter sich über die Zeitverträge als Gängelungsmittel beklagt habe. Diese Personalpolitik gelte in der gesamten CLT. Er denkt, diese befristeten Verträge seien für beide Seiten eine Möglichkeit zur Überprüfung nach einem Jahr Erfahrung, auch nach einem Jahr Zuhörerreaktionen. Ein-Jahres-Verträge seien auch nicht mit automatischen Entlassungen nach einem Jahr gleichzustellen.

Die Antworten von R. Rauchs auf unsere Frage nach den zahlreichen freien Mitarbeitern verdienen in (leicht gekürzten) Wortlaut zitiert zu werden, weil sie offensichtlich Informationen, die wir

bei andern RTL-Mitarbeitern eingezogen haben, widersprechen. Man erinnere sich zu ihrer Interpretation auch an seine Ausführungen über die Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitskriteriums:

forum: Uns fiel auf, daß eine ganze Reihe Sendungen, oft auch die interessantesten, engagiertesten Sendungen, nicht von RTL-Journalisten, sondern von freien Mitarbeitern produziert werden.

R.R.: Wollen Sie damit sagen, die seien besser als unsere Journalisten?

forum: Natürlich nicht, aber gibt es dafür eine systematische Erklärung?

R.R.: Hier darf jeder eine Sendung produzieren, der Lust dazu hat, unter der Voraussetzung, daß sie in unsern Zeitrahmen paßt. Natürlich wird ein Journalist in erster Linie eingestellt für den Nachrichtendienst morgens, mittags und abends. Aber daneben darf er selbstverständlich auch Sendungen über eines seiner Hobbys vorbereiten. Niemandem wurde bislang eine Sendung verweigert.

forum: Warum werden dann Sendungen von freien Mitarbeitern nicht von Berufsjournalisten produziert? Ganz besonders fällt das im kulturellen Bereich auf. (vgl. oben S. 32f).

R.R.: Wer diese Sendungen macht, ist zum größten Teil reiner Zufall. Manche dieser Sendungen wurden von Außenstehenden vorgeschlagen und werden heute von ihnen durchgezogen. Fürs "Neue Forum" am Sonntagmorgen darf jeder seine Vorschläge einreichen. Die Arbeit allerdings muß er eventuell in seiner Freizeit leisten.

forum: Ist das denn nicht auch ein bißchen frustrierend für die RTL-Journalisten, die keine Zeit zugestanden bekommen für eigene Produktionen neben dem Nachrichtendienst? Profitiert RTL hier nicht von Spezialisten, die von außen gute Produktionen liefern, und im Hause selbst erhält keiner die Zeit, sich in solche Fachgebiete einzuarbeiten? Dasselbe gilt z.B. auch für die Musikproduktionen:

Im Ausland ergreifen die Radiosender selbst die Initiative, bestimmte Produktionen anzuregen, die sie auch bezahlen. RTL tut so als ob es reine Ehrensache sei, mal im UKW-Programm auftreten zu dürfen. Geschieht das bewußt?

R.R.: Nein, auf keinen Fall. Aber die Frage stellt sich, ob wir das luxemburgische Programm auf 50 Leute ausbauen sollen. Zur Zeit suchen wir tatsächlich noch 1-2 junge Mitarbeiter. Die Arbeit ist hart (Sonntagsarbeit, Nachtarbeit). Unsere festangestellten Journalisten sind mit ihrer Hauptaufgabe (Informationsdienst) voll ausgelastet. Über weitere Einstellungen läßt sich aber sicher diskutieren.

forum: Wenn das Luxemburger Programm sich finanziell mehr oder weniger selbst trägt, dann also nur, weil Leute gespart werden und nicht allzu viel in Produktionen investiert wird.

R.R.: Meines Erachtens genügen die 8 Stunden tägliche Sendezeit vollauf. Wenn wir auf 12 Stunden ausbauen, können wir höchstens Zielgruppen erreichen (vgl. geplante Jugendsendung). Den Vorwurf eines Produktionsmangels oder mangelnder Kreativität unserer Mitarbeiter kann ich aber nicht einsehen. Es ist allerdings nicht die Personalpolitik unseres Hauses, Leute nur für Spezialsendungen einzustellen: jeder muß Nachrichtendienst leisten. Eine Spezialisierung der Journalisten ist nicht gewünscht. Wir haben nicht genügend Zeitraum für eine sinnvolle Verwendung weiterer Profi-Journalisten. Nach 19 Uhr fällt die Einschaltquote!

forum: Wie fällt denn nun die Entscheidung, ob diese oder jene Sendung von einem freien Mitarbeiter oder einem RTL-Journalisten gemacht wird?

R.R.: Das hängt meistens von rein menschlichen und praktischen Umständen ab. Jeder neue Vorschlag ist jederzeit willkommen, aber wir vermeiden es, laufende Sendungen zu stoppen, auch aus menschlichen Gründen.

Da fast alle (98%) der kulturellen Wortbeiträge von freien Mitarbeitern gestaltet werden, muß man also nach R.R. schließen, daß die RTL-Journalisten ent-

Paul R. Heinerscheid und die CLT

R.B.: Wie wichtig ist auf der Ebene des Verwaltungsrates der CLT das luxemburgische Programm von RTL?

P.H.: Meine Meinung ist natürlich keine autorisierte Meinung. Das luxemburgische Programm ist sehr stark präsent in der Villa Louvigny, es hat dort eine überproportionale Wichtigkeit im Vergleich zur Zahl der dort Beschäftigten oder zu den Gewinnen, die es abwirft. Der CLT-Generaldirektor hört nicht nur regelmässig das luxemburgische Programm, er ist auch ganz besorgt darüber. Der luxemburgische Programmdirektor hat denselben Status wie die anderen Programmdirektoren, etwa jener der Television. Es ist also nicht eine vergessene Zelle irgendwo im Keller. Natürlich ist seine Wichtigkeit grösser in den Augen der Luxemburger als in den Augen der ausländischen Aktionäre. Aber es war immer eine Aufgabe des Generaldirektors, denen zu erklären, wie wichtig das luxemburgische Programm für die luxemburgische Gesellschaft ist.

M.P.: Wird es wie alle andern Programme als Gewinnquelle betrachtet, oder eher als Dienstleistung gegenüber der nationalen Gemeinschaft?

P.H.: Sicher nicht als Gewinnquelle, sonst wäre es längst abgeschafft. Das luxbg. Programm hat nie Geld eingebracht bis, wenn ich mich nicht irre, 1980. Damals wurden dann eine Reihe von Massnahmen getroffen, damit es sich mindestens selbst tragen könne. Das Einzugsgebiet des luxbg. Programms ist einfach sehr klein und entsprechend kommerziell begrenzt, und doch beansprucht es einen verhältnismässig grossen Mitarbeiterstab und Installationen, die genauso viel kosten, ob sie von 10 oder von 100 Leuten benutzt werden. Insofern ist es sicher ein Sonderfall. Im Lastenheft ist das Programm ja als Verpflichtung für die CLT vorgeschrieben. Das will nicht heissen, dass es eine regelrechte Last darstellt. Aber die Aktionäre haben in rein finanzieller Hinsicht kein Interesse am luxbg. Programm. Dasselbe gilt übrigens für das RTL-Orchester, das, nebenbei gesagt, viel mehr Geld kostet. Ausserdem haben sie ein Interesse an einem guten Funktionieren des Programms, weil es sonst Streit gibt mit den luxbg. Verwaltungsräten bzw. mit dem Regierungskommissar.

Die Lage des luxbg. Programms ist nicht zu vergleichen mit jener des englischen Programms, das auch am Rande der Rentabilität lebt, das aber beibehalten wird, weil es früher mal das einträglichste Programm von RTL war, und weil man immer noch eine Präsenz auf dem britischen Medienmarkt markieren will für zukünftige Pläne. Aber das englische Programm könnte, wenn es zu teuer wird, jederzeit in Frage gestellt werden. RTL hat eigentlich nur drei Gewinn abwerfende Programme: 1. das französische Radioprogramm, 2. das Fernsehen, 3. das deutsche Radioprogramm, und zwar in dieser Reihenfolge.

(vgl. "forum" Nr. 74, S.3)

weder gar keine Vorschläge machen, weil sie wie R. Rauchs zugibt, gar keine Zeit dazu haben, oder daß die freien Mitarbeiter bessere Vorschläge machen, was er mit Recht am Anfang bestreitet. Das systematische Heranziehen von freien Mitarbeitern für die redaktionellen Sendungen muß also eine andere Ursache haben. Wirtschaftliche Gründe für einen knapp bemessenen Personalbestand kommen dann wohl als erste in Frage. Doch auch dazu hat R. Rauchs gesagt, kommerzielle Erwägungen würden die Programmgestaltung nicht vordergründig beeinflussen; Wenn er andererseits zugibt, daß das UKW-Programm sich seit einigen Jahren selber trägt, darf man aber daran zweifeln. Weiter behauptet R. Rauchs, daß die RTL-Journalisten mit ihrem Informationsdienst voll ausgelastet sind. Im übrigen hält er eine Spezialisierung der Journalisten nicht für wünschenswert. Logischerweise müßte die Einstellung von zusätzlichen Journalisten die heutigen, ausschließlich auf Informationsdienst eingesetzten Journalisten entlasten und ihnen erlauben, auch kulturelle und

andere redaktionelle Beiträge zu gestalten, zumal R. Rauchs ja neue Zielgruppensendungen angekündigt hat. Dem hält er entgegen, daß er keine neuen Journalisten einstellen kann, weil man sowieso nicht täglich über 8 Stunden Sendezeit hinausgehen kann.

Roby Rauchs weicht der eigentlichen Frage aus und bleibt weiterhin eine glaubwürdige Erklärung für das systematische Einsetzen von freien Mitarbeitern schuldig. Ein zusätzlicher Vorteil dieser Personalpolitik ist natürlich auch, daß freie Mitarbeiter leichter auf Konformitätskurs zu bringen sind, bzw. daß der Chefredakteur im Falle von Nicht-Konformität die Verantwortung leichter von sich abwälzen kann. Druck auf die RTL-Redaktion braucht dann gar nicht ausgeübt zu werden. Roby Rauchs hat Recht. Das System läuft politisch konform und kommerziell erfolgreich.

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