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Der GrengeSpoun ist tot…
Es lebe WOXX!
Luxemburgs alternative Wochenzeitung hat sich ein neues Konzept gegeben und noch dazu den Namen geändert. Bessere Lesbarkeit, klarere Aufteilung und mehr Inhalte, das ist das Ergebnis, das sich die MacherInnen von WOXX, vormals GrengeSpoun, von der Auffrischung ihres redaktionellen Konzepts versprechen.
Mit der Ausgabe vom 15. September halten die LeserInnen erstmals ihre Zeitung in drei Bögen à acht Seiten in den Händen: das erste Heft ‚Politik‘ mit politischer Aktualität aus dem In- und Ausland, einem Dossier sowie einer Seite, die den – nicht mehr ganz so taufrischen – ’neuen sozialen Bewegungen‘ gewidmet ist; das zweite Heft ‚Kultur‘ mit Kulturnachrichten, Service, Lifestyle und Feuilleton und schließlich ein drittes Heft ‚after eight‘ mit dem bewährten, ausführlichen Kulturkalender, der auf acht Seiten ausgebaut, mehr Kurzkritiken, Informationen und Tipps enthalten wird.
Gleich dazu wurde auch der Name ausgetauscht vom biederen GrengeSpoun zum trendigen WOXX. Die Nähe zur grünen Partei, die der alte Name dem Publikum signalisierte, war in den Augen der MacherInnen, der Leser und der Partei ‚DéiGréng‘ seit geraumer Zeit nicht mehr gegeben und wurde als Belastung auch für die ökonomische Entwicklung der Zeitung empfunden.
Der neue Name soll jetzt dazu beitragen, die Zeitung endlich von ihrem Müsli-Image zu befreien. Mit der Unterzeile ‚Déi aner Wochenzeitung‘ deutet WOXX aber diskret an, dass sie trotzdem nicht ganz dem Mainstream huldigen möchte. WOXX will weiterhin in der Tradition des GrengeSpoun DIE kritische, linke Wochenzeitung in Luxemburg sein mit dezidiert ökologischer, feministischer und sozialer Ausrichtung.
Zeitgleich mit der Vorstellung des neuen Konzepts wird sich WOXX auch mit einem Internetauftritt präsentieren. Unter www.woxx.lu findet man in Zukunft einzelne Artikel aus der neuesten Nummer (Index und Archiv sollen folgen) und den kompletten Veranstaltungskalender der Woche.
Wenn es stimmt, dass der gute Spoun häufig gerade wegen seines Kalenders gekauft und genutzt wurde, geht die Redaktion mit diesem Schritt ein ziemliches Wagnis ein. Denn wer den GrengeSpoun nur wegen des Kulturkalenders brauchte, wird in Zukunft womöglich auf Kauf oder Abo von WOXX verzichten und sich Kultur- und Veranstaltungstipps gratis aus dem Netz holen. Doch da die Konkurrenz offenbar nicht schläft (d’Lëtzebuerger Land möchte in naher Zukunft sein Angebot mit einem ausgewählten Kulturkalender ergänzen) hat man sich bei WOXX entschieden, den noch bestehenden Vorsprung gleich auf dem Medium Internet auszubauen.
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