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Viele Tausende, ja etliche Zehntausend sicherlich, sind es, die freiwillig, unentgeltlich in Sportvereinen und Verbänden das ganze Jahr über die Sportlerinnen und Sportler begleiten, betreuen und verwalten.

Ein phantastisches soziales Engagement für eine gute Sache, ein freiwilliger Einsatz, der gesellschaftlich, aber vor allem auch politisch nur ungenügende Anerkennung findet.

Der Sport verbindet Menschen, der Sport schlägt Brücken zwischen Generationen, der Sport ist sicherlich mehr als eine einfache Freizeitbeschäftigung. Sport ist auch Gesundheitsprävention. Neben dem Breitensport verlangt besonders der sogenannte Leistungssport eine enge Umrahmung. Dies geschieht nur in geringem Maße durch öffentliche oder gar private professionelle Strukturen. Die Last und die Verantwortung für die praktische Ausübung des Sports in Luxemburg ruht hauptsächlich auf den Schultern des Benevolats. Ob Betreuer, Kampf- und Schiedsrichter, Sportwart oder Vereins- und Verbandsverantwortliche, sie alle arbeiten unentgeltlich für

die Sache des Sports und der Sportler. Die Sportinfrastrukturen werden von der öffentlichen Hand gebaut und verwaltet, die Ausübung der Sportaktivität selbst aber wäre ohne Benevolat nicht denkbar.

Die bestehende Regelung des Sporturlaubs und die staatlichen Hilfen für Verbände (Beteiligung an den Personalausgaben im administrativen und Trainerbereich) sind zwar hilfreich, jedoch völlig ungenügend, um die Entwicklung des Breiten- und Leistungssports im Land positiv zu beeinflussen.

Ohne eine gezielte Stützung des Benevolats durch eine professionelle Umrahmung riskiert auf Dauer der Sportbetrieb in arge Bedrängnis zu geraten. Die rezenten Initiativen des C.O.S.L. fußen auf dieser Erkenntnis. Die rückläufige Tendenz beim privaten Sportsponsoring unterstreicht die Notwendigkeit schnellen Handelns.

Eine Ausweitung des Sporturlaubs, die Schaffung einer Agentur des Benevolats, eine Ausweitung der sozialen Absicherung des freiwilligen Einsatzes,

sowie steuerliche Maßnahmen und bessere Direkthilfen für Vereine und Verbände sind mögliche Lösungsansätze.

Durch besser formierte Trainer und Sportverantwortliche, durch das Zurverfügungstellen von Material und die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen könnte ein willkommener Motivationsschub bei den vielen freiwilligen Helfern entstehen.

Mit bloßem Schulterklopfen ist es nicht getan, es bedarf konkreter Maßnahmen. Ansonsten riskiert das internationale Jahr des Volontariats ohne Folgen zu bleiben: viel Wind um nichts … oder?

Der Staatshaushalt 2002 enthält leider keine wesentlichen neuen Akzente, gerade auch im Sportbereich. Kredite für Prestigeausgaben, d.h. sportliche Großereignisse wachsen, die regelmäßigen Beihilfen für den „normalen“ Sportbereich bleiben auf altem Niveau. Hier ist ein Umdenken vonnöten, auch in manchen Gemeinden!

Alex Bodry

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