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für unseren Mitarbeiter Bernard Thomas ist diese forum-Ausgabe die letzte, die er bis zum Ende mit betreut haben wird. Er wechselt für Anfang Oktober zum Lëtzebuerger Land, wo er in Zukunft über Wirtschaftsthemen berichtet. Ben hat in den letzten drei Jahren viel zum Erfolg der forum-Hefte beigetragen, u. a. seine Recherchen zu Henry J. Leir, die Qatari-Connection und das Interview mit Arno Meyer waren von Lesern und Redaktion mit großer Begeisterung aufgenommen worden. Mit ehrlichem Bedauern sehen wir diesem Abgang entgegen, freuen uns aber sehr für Ben und beglückwünschen das Lëtzebuerger Land für diesen Neuzugang!
Während früher (als die Koordination der Zeitschrift als Ein-Mann/Ein-Frau-Betrieb geschultert wurde) ein Wechsel im Redaktionsbüro jedes Mal das Projekt forum praktisch an den Rand der Existenzkrise gebracht hatte, können wir heute diesem Abgang und den kommenden Monaten mit einer gewissen Gelassenheit entgegen sehen. Mit unserem zweiten Mitarbeiter Laurent Schmit und mit Ute Hoffmann im Sekretariat ist gesichert, dass die Arbeit ohne große Brüche weiter gehen kann bis wieder Verstärkung gefunden ist.
Das vorliegende Heft ist im Anschluss an unser public forum vom 8. Juli zur politischen Kultur in Luxemburg entstanden. Sie werden sehen, dass die Beiträge das Dossier trotz ihrer hohen Qualität nicht wirklich zusammen halten. Sie werden sie ausnahmslos mit Gewinn lesen, doch eine gemeinsame Aussage oder einen roten Faden vergeblich suchen. Vielleicht spiegelt dieser Umstand aber bestens die augenblickliche politische Lage wider. Die Umstände, die zu den vorgezogenen Wahlen vom 20. Oktober geführt haben, sind so ernüchternd, dass eine klare politische Orientierung schwer fällt. Ohne Auflösung des Parlaments und ohne Rücktritt der Regierung wurde der Großherzog gezwungen, einen politischen Akt zu unterschreiben, der nur durch den Konsens (fast) aller politischen Parteien legitimiert war. Das Parlament in seiner überwältigenden Mehrheit erklärte in Übereinstimmung mit der Regierung die Lösung der „dissolution différée“ als die einzig richtige. Die verfassungsmäßigen Bedenken des Staatsrates (ob berechtigt oder nicht) wurden von den Abgeordneten mit dem Argument zur Seite geschoben, dass die Verfassung „nicht mehr zeitgemäß“ wäre …
Angesichts dieser zutiefst beunruhigenden Argumentation (für die die Abgeordneten einzig wahlaktische und finanzielle Gründe gelten machen können) kann man nur hoffen, dass die Verfassungsreform eines der Hauptthemen des kommenden Wahlkampfes sein wird. Ein frommer Wunsch.
Unser Dank geht an Jeff Hemmer, der das Cover dieser Ausgabe gezeichnet hat; es stellt die in Stein gemeisselte politische Stabilität des Landes dar: Bech, Werner, Santer und Juncker als versteinertes Denkmal am Bockfelsen.
Es grüßt Sie herzlich,
Ihre forum-Redaktion
Politik
Thierry Simonelli: Macht und Paranoia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Jürgen Stoldt: Ein europäischer Staatsanwalt mit Klotz am Bein? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Jorge Mario Bergoglio: Quand le pape François admoneste la place financière . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Nachhaltigkeit
Dieter Ewringmann: Der Wohlstandskuchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Dossier: Politische Kultur
Michel Pauly: In der demokratischen Normalität angekommen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Ben Fayot: Rares ruptures . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Michel Cames: Pragmatisch, flexibel, schnell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Bernard Thomas/Laurent Schmit: Die Unentbehrlichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Jo Kox: « Le problème de la gouvernance reste entier » (Interview) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Fernand Fehlen: Wahlsystem und politische Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Anne Heniqui: Des loups et des bergeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Patrick Weymerskirch: Politik für Zuckerbäcker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Georges Ravarani: Welche Richter brauchen wir? Welche Richter wollen wir? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Buchbesprechung
Henri Wehenkel: L’aventure historique de Vincent Artuso . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
Oliver Kohns: „Ich habe einen Flipper zu Hause in der Garage“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Michel Pauly: Denkmalschutz für Anfänger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Making-of
Jeff Hemmer: Zum Cover . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
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