JDL: Für eine strikte Trennung von Kirche und Staat
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Jeunesse Démocratique Luxembourgeoise:
Für eine strikte Trennung von Kirche und Staat
Ich freue mich, Gelegenheit zu haben, in dieser Zeitung meine Einstellung bzw. die der Jeunesse Démocratique gegenüber der Kirche zu erläutern, besonders da wir durch einige verleumderische Artikel im ‚Luxemburger Wort‘ in den Ruf gekommen sind, kirchen- bzw. religionsfeindlich zu sein. Ansatzpunkt jener Verdrehungen, jener Anti-J.D.L.-Kampagne, die aus elektoralen Motiven schnell in eine Anti-DP-Kampagne umgewandelt wurde, ist die Tatsache, daß einige meiner Freunde sowie ich selbst öffentlich das Wort ‚Pfaffen‘ gebracht haben.
Uns wird deshalb vorgeworfen, wir seien agressiv und frech, wir hätten die Religion und die Kirche angegriffen. Dem ist nicht so: Toleranz ist ein oberstes Gebot eines jeden Liberalen und diese liberale Toleranz verpflichtet uns zum Respekt einer jeden persönlichen Ueberzeugung, auch der religiösen. Die J.D.L. ist auch nicht gegen die Kirche, wenigstens so lange nicht wie sich die Kirche selbst nicht in die (Partei)-Politik einmischt.
Wenn die J.D.L. von Pfaffen redet, meint sie weder Priester noch andere Mitglieder oder Würdenträger der Kirche, sondern einzig und allein jene Leute, die die Religion dazu missbrauchen, um ihre (partei)-politischen Ziele und Zwecke zu verfolgen.
Die J.D.L. ist allerdings überzeugt, daß solche Religionsvergewaltiger sowohl in der CSV als auch im L.W. zu finden sind.
Zugegeben, wir Liberale tun uns schwer mit Dogmen, unüberprüfbaren Glaubenssätzen, dennoch gibt es auch bei uns Leute, die sich als gläubige Christen bekennen und praktizieren.
Ich glaube jedoch sagen zu können, daß die grosse Mehrheit unserer Mitglieder inklusiv jener, die glauben und praktizieren, mit unserer Forderung nach strikter Trennung von Kirche und Staat einverstanden sind.
Wir glauben, daß dies nicht nur ein traditionelles liberales Postulat ist, sondern daß diesem Prinzip auch noch heutzutage eine entscheidende Bedeutung zukommt. Der Iran mit seinem fanatischen klerikalen Regime, seinen blutrünstigen politischen Ayatollahs und anderen Henkern ist ein abschrecken-
des Beispiel. Ein Auswuchs sicherlich, doch immerhin auf der Basis einer Verquickung von Kirche und Staat, wie wir sie im Laufe der Geschichte auch gekannt haben.
Der Wunsch von Trennung zwischen Kirche und Staat ist a priori nicht religions- oder kirchenfeindlich, auch wenn das L.W. nicht müde wird, diesen Schluss zu unterstellen. Hat nicht Jesus selbst gesagt: ‚Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und gebt Gott was Gottes ist‘, und damit die beiden Institutionen klar getrennt?
Claude A. Hemmer
Nationalpräsident der
Jeunesse Démocratique
Luxembourgeoise.
29. L’IMPOT A CESAR
Ils lui envoient alors quelques-uns des bigots et des capitalistes pour le prendre au piège dans sa parole. Ils viennent et lui disent : « Monsieur, nous savons que vous y allez franco et que vous ne vous préoccupez pas de qui que ce soit ; car vous ne regardez pas au rang des personnes, mais vous dites ce que vous pensez. Quel est votre avis sur le fameux problème de Dieu et de César ? » Mais lui, sachant leur hypocrisie, leur dit : « Pourquoi me tendez-vous un piège ? Montrez-moi votre portefeuille, que je le voie. » Ils en apportèrent un et il leur demanda : « De qui est l’action que voici ? » Ils lui répondirent : « D’I.T.T. » Alors Anatole leur dit : « Rendez à I.T.T. ce qui est à I.T.T. et aux travailleurs ce qui est aux travailleurs. » Et ils étaient fort surpris à son sujet.
in: Michel Clévenot, Le contre-évangile d’Anatole
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