Vietnamesische Flüchtlinge
Ein Kapitel luxemburgischer Flüchtlingspolitik
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Eine „Semaine vietnamienne“ zeigte auf der diesjährigen Herbstmesse Kunst, Mode und Kultur eines Landes, das auf den ersten Blick nur wenige Gemeinsamkeiten mit Luxemburg hat. Indes kann das fernöstliche Entwicklungsland seit einigen Jahren auf die besondere Unterstützung durch das Großherzogtum zählen. So wurden kürzlich in einer Spendenaktion fast 580.000 Euro für ein Projekt in Vietnam gesammelt. Die Republik Vietnam gehört außerdem seit den neunziger Jahren zu einem der „pays cibles“ der luxemburgischen Entwicklungshilfe. Wichtige Voraussetzung dafür war die politische und wirtschaftliche Öffnung des Landes nach dem Ende des Kalten Krieges.
Im Januar 1996 wurde ein bilaterales Entwicklungshilfeabkommen zwischen Luxemburg und Vietnam unterzeichnet, das die Freigabe bedeutender Gelder für Hilfsprojekte ermöglichte. 2001 belief sich die Gesamtsumme dieser von Luxemburg geleisteten Entwicklungshilfe auf über 3,1 Millionen Euro.¹ Auch auf politischer Ebene sind die Beziehungen beider Länder recht intensiv: im Jahre 2000 war Premierminister Jean-Claude Juncker auf offizieller Visite in Hanoi, im September 2002 erfolgte der vietnamesische Gegenbesuch. Im Oktober 2002 unterzeichneten beide Länder schließlich ein gemeinsames Kulturabkommen.
Die Verbindungen zwischen Luxemburg und der Republik Vietnam bestehen aber nicht erst seit dem Ende des Kalten Krieges, sondern blicken auf eine über 30 Jahre lange Geschichte zurück. Ende der sechziger Jahre nahm Luxemburg diplomatische Beziehungen mit der pro-amerikanischen Republik Südvietnam auf. Der Fall Saigons und die Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam beendeten keineswegs die Beziehungen, denn schon im gleichen Jahr 1975 erhielt der Botschafter der Sozialistischen Republik Vietnam seine Akkreditierung in Luxemburg. Die offiziellen bilateralen Beziehungen dürften sich allerdings während zwei Jahrzehnten auf ein Minimum beschränkt haben, zudem der Vertreter der sozialistischen Republik lediglich in Brüssel residierte und Luxemburg weder in Hanoi noch in einem anderen Land Südostasiens eine eigene Vertretung hatte.
Der luxemburgischen Öffentlichkeit war Vietnam schon früh ins Bewusstsein gerückt. Zunächst
war es der Vietnamkrieg, der hierzulande die politischen Gemüter erregte und zu einer regelrechten Spaltung in der Gesellschaft führte. In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre sorgten Flüchtlinge aus Vietnam dafür, dass der Krisenherd Vietnam nicht in Vergessenheit geriet, zumal sich Luxemburg bereit erklärte, einer bestimmten Zahl dieser Boat People Asyl zu gewähren.
Es war nicht neu, dass das kleine Luxemburg zu einem Gastland für Menschen wurde, die aus politischen Motiven ihre Heimat verlassen musste, aber es war vielleicht das erste Mal, dass Flüchtlinge eine derart positive Aufnahme fanden und bei ihrer Ankunft auf eine breite Welle der Solidarität trafen.
Flüchtlinge in Luxemburg
Die besondere geographische und politische Lage machte Luxemburg schon früh zu einem Asylland. So waren es einzelne Persönlichkeiten, wie Victor Hugo, oder größere Gruppen, die sich hier vor Verfolgung in Sicherheit bringen konnten. Zu den letzteren gehörten etwa über 2.000 Deserteure aus Belgien, Frankreich und Deutschland, die sich zwischen 1859 und 1905 durch illegalen Grenzübertritt dem ungeliebten Militärdienst entziehen konnten.²
Die Geschichte politischer Flüchtlinge in Luxemburg beginnt aber eigentlich erst in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg, als in den zwanziger Jahren einige hundert russische Emigranten in Luxemburg ankamen. Bei ihnen handelte es sich um zarentreue Russen, die gegen die Rote Armee gekämpft hatten und nach dem Sieg der Kommunisten mit dem so genannten „Nansen-Pass“ des Völkerbundes versehen in den Westen kamen.
Die Geschichte politischer Flüchtlinge in Luxemburg beginnt in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg, als in den zwanziger Jahren einige hundert russische Emigranten in Luxemburg ankamen.
Im wirtschaftlich schwierigen Umfeld der dreißiger Jahre flohen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten hunderte von Juden nach Luxemburg, um sich dauerhaft niederzulassen oder von hier aus in ein sicheres Drittland zu gelangen. Nach dem „Anschluss“ Österreichs und der „Reichskristallnacht“ kamen noch einmal über 1.000 Juden legal oder illegal über die deutsch-luxemburgische Grenze. Hatte die luxemburgische Regierung zunächst großzügig die Einreise toleriert, so ließ die Aufnahmebereitschaft kurz vor dem Krieg aber deutlich nach, da die Flüchtlinge zunehmend als Problem gesehen wurden, das zudem Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus anheizte.³
Nach 1945 nahm das Großherzogtum immer wieder kleinere Kontingente von Flüchtlingen auf, was von der breiten Bevölkerung wohl nur am Rande registriert wurde, da es sich jeweils um kleine Gruppen handelte. Es waren in der Regel politische Flüchtlinge, die auf Grund der Genfer Konvention, der Luxemburg 1953 beigetreten war, Aufnahme fanden. Außerdem forderten alle größeren Krisen des Kalten Krieges nun ihren Tribut.
So kam nach dem Ungarn-Aufstand von 1956 eine größere Gruppe von Flüchtlingen, die vor dem kommunistischen Regime im Westen Zuflucht suchten, gefolgt von 105 Tschechen, die zwischen 1969 und 1971 kamen. Mitte der siebziger Jahre erlaubte man Chilenen, in den achtziger Jahren Iranern und Polen die Einreise. Handelte es sich bei diesen Nationalitäten um kleinere Kontingente, so stieg die Zahl der Asylanten zwischen 1979 und 1982 stark an, als insgesamt 283 Vietnamesen als politische Flüchtlinge nach Luxemburg kamen. Die größte soziale und politische Herausforderung kam allerdings erst in den neunziger Jahren, als mehrere tausend Menschen aus Ex-Jugoslawien auf der Flucht vor Bürgerkrieg und ethnischer Verfolgung in Luxemburg Zuflucht suchten und auf dauerhaftes Asyl hofften.⁴
Auf den ersten Blick sind Konstanten in der luxemburgischen Flüchtlingspolitik schwer zu erkennen, zumal man den Eindruck hat, dass die politisch Verantwortlichen auf die damit verbundenen Herausforderungen lediglich reagieren konnten als dass sie im Vorfeld mitbestimmend agieren konnten. Dies war bei den vietnamesischen Flüchtlingen der Fall, deren Geschichte hierzulande untrennbar verbunden ist mit der nationalen und internationalen Politik der sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Im Folgenden sollen die Voraussetzungen, die Umstände ihrer Ankunft und nicht zuletzt der ihnen bereitete Empfang in Luxemburg genauer dokumentiert werden.
Vor allem in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre wuchs die öffentliche Kritik an den USA. Es gab nicht nur Demonstrationen und Flugblattaktionen gegen die anhaltende US-Intervention, sondern auch schon vor dem Ende des Krieges Hilfsaktionen, bei denen Geld für die Not leidende Bevölkerung gesammelt wurde.
Der Vietnam-Krieg
Im Zuge der 68er Bewegung wurde die Rolle der USA im Vietnam-Krieg auch in Luxemburg heftig diskutiert. Während die politische Linke die amerikanische Intervention vehement kritisierte und die Kriegsverbrechen anprangerte, sah die Rechte in diesem Krieg ein Symbol des Kampfes gegen den Kommunismus, der die freiheitliche und demokratische Ordnung bedrohte und den Schulterschluss mit den USA erforderlich machte.⁵
Die Presseberichte, die in allen luxemburgischen Zeitungen und Zeitschriften erschienen, setzten die Luxemburger relativ ausführlich ins Bild über den Kriegsverlauf. In der kommunistischen Presse stand natürlich der heldenhafte Kampf des Vietcong und der Nordvietnamesen gegen den US-Aggressor im Mittelpunkt der Berichterstattung und Kommentare. Die konservative Presse hielt sich mit Kritik am amerikanischen Bündnispartner zurück, berichtete aber über die Leiden der vietnamesischen, kambodschanischen und laotischen Zivilbevölkerung, nicht ohne auf die Sinnlosigkeit dieses Krieges zu verweisen. Der von der Imprimerie St-Paul herausgegebene und viel gelesene Luxemburger Marienkalender räumte in seinen Jahresrückblicken dem Krieg einen angemessenen Platz ein, bedauerte etwa 1969, dass „ein Ende des grausamen Vietnam-Krieges in ferner Sicht“ sei und informierte die Leser selbst über die „grausamen“ Massaker der US-Truppen an südvietnamesischen Zivilisten.⁶ Die ebenfalls weit verbreitete Zeitschrift Revue ging mit der amerikanischen Indochina-Politik härter ins Gericht und bemerkte, dass das bisher positive Bild der USA verblasst sei. Die Politik des US-Präsidenten Johnson rufe „eher Abscheu gegen die führende Nation der freien Welt“ hervor, denn „Vertrauen in die starke Hand der westlichen Hemisphäre. Viele, die für das Urbeispiel des Wohlfahrtsstaates, die USA, schwärmten, haben sich von ihnen abgewandt, seit sie der Kraftmeierei verfallen ist“.⁷
Außerdem wies die in den siebziger Jahren gegründete luxemburgische Sektion von amnesty international die Öffentlichkeit regelmäßig auf Menschenrechtsverletzungen in Südvietnam, Kambodscha und Laos hin.⁸
Der politisch interessierte Luxemburger dürfte also recht gut über den Verlauf und die Auswirkungen des Vietnamkrieges informiert gewesen sein. Vor allem in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre wuchs die öffentliche Kritik an den USA. Es gab aber nicht nur Demonstrationen und Flugblattaktionen gegen die anhaltende US-Intervention, sondern auch schon vor dem Ende des Krieges Hilfsaktionen, bei denen Geld für die Not leidende Bevölkerung gesammelt wurde. Ein
1968 gegründetes Komitee sammelte für die kommunistische Befreiungsbewegung und Nordvietnam, während auf der anderen Seite die katholische Hilfsorganisation Caritas sich für Südvietnam engagierte. Bis Anfang Mai 1975 sammelte Caritas über 2,5 Millionen Franken für Südvietnam.⁹
Mit dem Fall Saigons 1975 endete der Vietnam-Krieg. Der Erfolg der Kommunisten wurde von der kommunistischen Zeitung als „historischer Sieg“ über den amerikanischen „Imperialismus“ gefeiert und sicherte dem kleinen Volk die „solidarische Unterstützung aller fortschrittlichen Menschen“ zu. Das Glückwunschtelegramm des luxemburgischen „Comité Vietnam“ an die Adresse der provisorischen Revolutionsregierung in Saigon/Hotschi-Minh-Stadt wurde von André Heiderscheid im Luxemburger Wort heftig kritisiert. Der Leitartikel „Eng Provokatioun!“ nahm den Jahrestag der deutschen Kapitulation zum Anlass, um vor dem kommunistischen Totalitarismus zu warnen und die Hintermänner des Telegramms zu attackieren, denen er Blindheit und Volksverdummung vorwarf.¹⁰
Zur gleichen Zeit trafen in Luxemburg einige vietnamesische Kinder ein. Es handelte sich um Waisenkinder, die im Zuge der Aktion „Babylift“ von der US-Airforce aus Vietnam evakuiert worden waren. Sie hatten Anfang April 1975 den Absturz einer Galaxy-Transportmaschine in der Nähe Saigons überlebt und kamen nun zu ihren Adoptiveltern nach Luxemburg.
Die von der privaten Hilfsorganisation „Amicale Internationale d’aide à l’enfance la plus meurtrie“ betreute Aktion wurde im Tageblatt als „Exportation“ vietnamesischer Waisenkinder kritisiert. Man warf dem Luxemburger Wort eine sentimentale Berichterstattung vor und vermutete, es ginge mehr um die „Befriedigung kinderloser Ehepaare, als um das Glück dieser Kinder.“ Josy Braun, der Autor des Tageblatt-Artikels, hielt den Eltern vor, sie hätten sich für „dunkelhäutige Adoptivkinder“ entschieden, denn sie seien ein „hübsches Spielzeug für hierzulande, bei dem die Aufopferungsbereitschaft weniger schwerfällt“. Gegen den im Luxemburger Wort erhobenen Vorwurf des Rassismus wehrte sich Braun und betonte die Frage nach der „politischen Berechtigung“ der Adoptionen.¹¹
Auch wenn der ideologische Schlagabtausch zwischen Kommunisten, Linken und Konservativen mit dem Ende des Krieges noch lange nicht beendet war, so verschwand Vietnam aber für einige Zeit von den Titelseiten der Tageszeitungen, während in Südostasien eine der größten Flüchtlingskatastrophen seit Ende des 2. Weltkrieges begann.
Flüchtlingsdrama in Fernost
Der definitive Rückzug der US-Armee aus der Region löste die erste Flüchtlingswelle aus, als vor allem Anhänger des südvietnamesischen Regimes ihr Land vor den Kommunisten verließen. Umsiedlungs- und Umerziehungsmaßnahmen der vietnamesischen Regierung führten dazu, dass in den folgenden Jahren hunderttausende aus dem Lande in die Nachbarländer flohen, von denen allein 250.000 in China Zuflucht suchten. Im Jahre 1978 nahm der Exodus dramatische Dimensionen an. Auf Fischerbooten und Frachtschiffen, bedroht von Unwettern und Piraten, gelangten die Boat People oft in letzter Minute an die Küsten Malaysias, Singapurs, Thailands, Hongkongs oder Indonesiens. Den unerwünschten Vietnamesen wurde dort in der Regel die Aufnahme verweigert. Die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen UNHCR bemühte sich nicht nur um Linderung der materiellen Not, sondern verhandelte mit allen betroffenen Ländern und den westlichen Industriestaaten über eine Lösung der Flüchtlingsfrage. 20 Staaten verpflichteten sich schließlich über 600.000 Flüchtlinge aufzunehmen.¹²
Ende der siebziger Jahre waren so über 3 Millionen Menschen aus Vietnam, Kambodscha und Laos auf der Flucht vor Bürgerkrieg und Kommunismus. Die Fernsehbilder vom Leiden dieser Flüchtlinge, die verzweifelt und auf abenteuerliche Weise ihre von Krieg gebeutelten Heimatländer verlassen hatten, gingen um die Welt und brachten das ganze Ausmaß dieser menschlichen Tragödie in die Wohnzimmer des Westens. Es war in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1978 als das Drama seinen multimedialen Höhepunkt fand. Im Dezember nahm die Bundesrepublik Deutschland die ersten 163 Vietnam-Flüchtlinge auf.
Es war in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1978 als das Drama seinen multimedialen Höhepunkt fand…
Im Namen der Sankt-Paulus-Druckerei, versprach Heiderscheid fünf vietnamesischen Familien „Arbeit und Brot“ zu geben, wenn die Regierung ihre Einreise erlauben würde.
Die Bilder der Boat People gingen um die Welt
Das Schicksal der Boat People fand schließlich Anfang 1979 auch in Luxemburg ein breites öffentliches Echo. Im Januar 1979 – die UNO hatte 1979 zum Jahr des Kindes ausgerufen – begann eine beispiellose Hilfs- und Solidaritätsaktion mit den Vietnam-Flüchtlingen, vor der Küste Hongkongs auf Hilfe aus dem Westen hofften. Es war schließlich der Direktor des Luxemburger Wort, André Heiderscheid, der in einem leidenschaftlichen Leitartikel an die Solidarität der Luxemburger appellierte. In einer regelrechten Philippika geißelte er die westliche Welt, die „wieder einmal geschlemmt und gepraßt“ habe und dabei die Tragödie in Südostasien vergessen habe. Im Namen der Sankt-Paulus-Druckerei, versprach Heiderscheid fünf vietnamesischen Familien „Arbeit und Brot“ zu geben, wenn die Regierung ihre Einreise erlauben würde. Er begründete sein Angebot mit dem Hilfsappell, den die Caritas Internationalis und der Päpstliche Rat an die Welt gerichtet hatten. Freilich ging es auch darum, die Menschen, die dem Westen vertrauten, nicht zu enttäuschen und vor allem den „damaligen Protestlern“ der Anti-Vietnamkrieg-Bewegung zu zeigen, dass man Menschenrechte und Menschlichkeit nicht vergessen habe. Sie, die Gegner des Vietnamkrieges würden an ihrem alten antiamerikanischen „Feindbild“ festhalten und nun schweigen, weil die „dummen Parolen vom Kapitalistenkrieg“ niemanden mehr interessierten.$^{13}$
Das Luxemburger Wort rief einen „Fonds de secours – Vietnam“ ins Leben und rief seine Leser zu Spenden auf und in fast täglich geschalteten Anzeigen wurde bei den Lesern für die Hilfsaktion geworben. Bis April 1979 kamen auf diese Weise über 3,6 Millionen Franken zusammen. Das Echo auf die Initiative Heiderscheids war mehr als ermutigend. Nicht nur, dass sich mit der CSF und der CSJ Teile der CSV öffentlich solidarisch erklärten,
ten, auch in zahlreichen Leserbriefen wurden die Vorschläge begrüßt und Angebote für Arbeitsplätze sowie Wohnungen gemacht.$^{14}$
Die offizielle Reaktion kam wohl schneller als erwartet und dies sicherlich auf Druck der Öffentlichkeit. Zunächst noch zögerte Premierminister Thorn, der sich anscheinend um die Integration der Flüchtlinge sorgte und meinte, sie wären besser in Paris aufgehoben, wo es bereits eine größere vietnamesische Kolonie gebe. Aber schon am 12. Januar beschloss die Regierung etwa 50 Flüchtlingen die Einreise zu ermöglichen. Um die Ankunft der Vietnamesen vorzubereiten, bildete man eine interministerielle Arbeitsgruppe, in der alle staatlichen und privaten Organisationen mitarbeiten sollten. In der Tat fanden sich bald einige Privatleute in der Association d’aide aux réfugiés vietnamiens aux Luxembourg a.s.b.l. (AREL) zusammen, um die Hilfe für die Flüchtlinge zu koordinieren. Man wandte sich an die Öffentlichkeit, mit der Bitte um Geld- und Sachspenden, Wohnungen und Arbeitsplätze. Unterstützt wurde die AREL nach eigenen Angaben von Terre des Hommes, Amnesty International und Croix-Rouge. Auch aus dem Ausland kam noch Unterstützung; im Februar traf der UN-Flüchtlingskommissar Poul Hartling zu einem offiziellen Besuch in Luxemburg ein, um für die Arbeit des UNHCR zu werben und Luxemburg seinen Dank für den Beitrag zur Lösung der Flüchtlingsfrage auszusprechen. Er traf sich zu Konsultationen mit Premierminister Thorn und wurde auch vom Großherzog empfangen. Die Visite Hartlings trug dazu bei, die staatlichen Stellen und die Öffentlichkeit des Landes für das tragische Schicksal der Flüchtlinge zu sensibilisieren. Tatsächlich erhöhte Luxemburg Anfang der achtziger Jahre seine Zahlungen an den UN-Flüchtlingsfonds auf über 114.000 US-Dollar.$^{15}$
Die kommunistische Presse antwortete zunächst mit eisigem Stillschweigen und erst Wochen später reagierte man mit propagandistisch gefärbten Artikeln auf die vom Luxemburger Wort lancierte Hilfsaktion. Die Zeitung der Liberalen beschränkte ihre Berichterstattung auf das absolute Minimum, was sicherlich mit dem beginnenden Wahlkampf zu tun hatte. Das der DP nahe stehende Journal brachte lediglich kurze Randnotizen zur Flüchtlingsfrage. Viel mehr im Mittelpunkt stand im Januar 1979 die Ostasienreise des Premierministers Gaston Thorn, der sich bei dieser Gelegenheit etwa mit Malaysias Premier über das Flüchtlingsproblem unterhielt.$^{16}$ Das sozialistische Tageblatt seinerseits nahm die Flüchtlingsfrage zum Anlass, noch einmal mit den USA abzurechnen und vor allem mit den innenpolitischen Kontrahenten von rechts und links einen ideologischen Schlagabtausch zu füh-
Haltung und Handeln der politischen Klasse spiegeln nicht zuletzt die kleine Welt des Kalten Krieges „made in Luxembourg“.
ren. Den Gegnern des Vietnamkrieges warf Mars di Bartolomeo vor, Vietnam nach dem Rückzug der USA schlichtweg vergessen zu haben. CSV und DP, die stets die Position der Amerikaner vertreten hätten und nun die Aufnahme der Flüchtlinge begrüßten, würden nun aus schlechtem Gewissen handeln. Mit der Aufnahme der Flüchtlinge würde Luxemburg nun einen „Teil seiner alten Schuld gegenüber dem vietnamesischen Volk begleichen“. Dem Luxemburger Wort warf das Tageblatt indirekt vor, aus durchsichtigen politischen Motiven zu handeln, denn für die Folteropfer Lateinamerikas zeige man nicht dasselbe Engagement.¹⁷
Auch wenn die Flüchtlingsfrage nicht als Waffe im Wahlkampf des Jahres 1979 benutzt wurde, so diente sie aber wohl als Anlass zu innenpolitischen Scharmützeln, in denen man mit dem politischen Gegner abrechnen und noch einmal die eigene Haltung zum Vietnam-Krieg legitimieren konnte. Der Diskurs um die Vietnam-Frage war vier Jahre nach dem Ende des Krieges von den jeweiligen weltanschaulichen Überzeugungen geprägt. Haltung und Handeln der politischen Klasse spiegeln nicht zuletzt die kleine Welt des Kalten Krieges „made in Luxembourg“.¹⁸ Ob die vielen freiwilligen Helfer, die sich vor Ort für die Flüchtlinge einsetzten oder die breite Bevölkerung, die mit Spenden half, aus solchen ideologischen oder politischen Motiven heraus handelten, darf in Zweifel gezogen werden. Wahrscheinlich waren es eher die Bilder der Flüchtlinge, vielleicht auch die Erinnerung an das eigene Flüchtlingsschicksal im Zweiten Weltkrieg, die viele veranlassten, spontan humanitäre Hilfe zu leisten.
Die Hilfsbereitschaft der Luxemburger im Jahre 1979 war aber beileibe kein Einzelfall, sondern ist im europäischen Kontext einer Welle der Betroffenheit und der daraus resultierenden Spendenwilligkeit zu sehen. Im gleichen Jahr 1979 lief beispielsweise die Cap Anamur zu einer dreijährigen Rettungsaktion im chinesischen Meer aus, die in der Hauptsache durch Spenden aus der Bundesrepublik finanziert wurde. Auch die Bedeutung des Fernsehens ist nicht zu unterschätzen. Wie keine andere humanitäre Katastrophe vorher, flimmerte das Flüchtlingsdrama in Südostasien über Luxemburgs Bildschirme: Ende der siebziger Jahre besaßen annähernd 75% aller Haushalte einen Schwarz-Weiß-Fernseher, fast 24% ein Farbgerät.¹⁹
Ankunft in Luxemburg
Ende der 1970er Jahre in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld war die Aufnahme von Flüchtlingen sicherlich keine Selbstverständlichkeit. Die Ankunft der ersten vietnamesischen
Familien fiel zeitlich zusammen mit dem Wahlkampf in Luxemburg. Keine der etablierten politischen Parteien versuchte aus der Flüchtlingsfrage politisches Kapital zu schlagen, denn dafür war die Zahl der Asylanten sicherlich zu unbedeutend.
Der Empfang für die Boat People war zwar überaus herzlich, aber im Vorfeld der Ankunft gab es auch einzelne kritische Stimmen. Ein Leserbrief im Tageblatt bemäkelte, dass man „mit humanitärem Getue“ den Menschen nicht wirklich helfen könnte. Zunächst müsse den Bedürftigen im eigenen Lande geholfen werden, bevor man Flüchtlinge aufnimmt, die „nicht mit der Gesellschaftsordnung ihres Landes zurechtkommen.“ C. S. äußerte die Sorge, die positive Einstellung gegenüber den Asylanten würde bald in Neid und Hass umschlagen. Auch die Integration der Fremden könnte längerfristig ein Problem darstellen.²⁰
Am 30. März 1979 kamen die ersten 24 Flüchtlinge im winterlichen Luxemburg an. Das Luxemburger Wort, das maßgeblich an der Aktion beteiligt war, berichtete am ausführlichsten über das Ereignis. Staatssekretär Maurice Thoss und LW-Direktor André Heiderscheid persönlich nahmen die Neuankömmlinge in Berg bei Grevenmacher in Empfang. Heiderscheid begrüßte die 6 Familien mit den Worten „Vous avez enfin trouvé un havre de paix et de liberté“ und überreichte ihnen ein Geldgeschenk.²¹ Das Luxemburger Wort bemühte sich die Flüchtlinge in einem guten Licht darzustellen und alle Berichte sind mit einem sehr positiven Unterton verfasst worden. Im Artikel über die Ankunft der ersten Gruppe war die Rede von „24 nouveaux citoyens luxembourgeois“, die sich glücklich schätzten in Luxemburg aufgenommen worden zu sein. Außerdem hob man hervor, dass alle entweder Englisch oder Französisch sprachen. In einer weiteren Reportage unter der Schlagzeile „Sie fühlen sich wohl bei uns…“ wurde über die ersten Wochen in der neuen Heimat berichtet: die Flüchtlinge konnten bereits einige Brocken Luxemburgisch und seien bereit zu lernen, hieß es, und würden nur über das ungewohnte Wetter klagen. Die Leserschaft erfuhr auch von den persönlichen Motiven für die Flucht: die Vietnamesen hätten zusammen mit ihren Kindern Heimat, Krieg und Not hinter sich gelassen, um im Westen in Freiheit und Frieden leben zu können.
Auch die Illustrierte Revue berichtete in Bildreportagen und Interviews über die Flüchtlinge, ihre Flucht, ihre Hoffnungen und die ersten Schritte in der neuen Heimat. Auch hier überwog eine positive Berichterstattung, übrigens wie im Luxemburger Wort reichlich mit Fotos illustriert, auf denen die mandeläugigen Kinder oder die Familien beim gemeinsamen Essen zu sehen
Da sie unmittelbar nach ihrer Ankunft in Luxemburg eine dauerhafte Aufenthalts-erlaubnis und eine Arbeits-genehmigung erhielten, funktionierte die berufliche und soziale Integration relativ rasch und unkompliziert.
Als in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre die Zahl der Flüchtlinge aus Südostasien erneut anstieg, ließ die Aufnahmebereitschaft des Westens merklich nach und nur noch einzelne Familien fanden den Weg nach Luxemburg.
waren. Kritik an der humanitären Aktion gab es in der Presse kaum, allenfalls wurde auf die politischen Motive der Verantwortlichen verwiesen. So übte Jacques Drescher Kritik an der Haltung der größten Tageszeitung, die „ideologischen Nutzen aus dem millionenfachen Elend vertriebener Menschen ziehen“ würde: „So wäre die lobenswerte ‚Aktion Vietnam‘, die das ‚Luxemburger Wort‘ bisher mit viel materiellem Erfolg und mit noch mehr Aufwand durchgeführt hat, gewiß begrüssenswerter wem sie aus Gründen des Schuldbewußtseins entstanden wäre.“²²
Wurde die Aufnahme der Vietnamesen im Allgemeinen als humanitäre Aktion begrüßt, so stieß die Aktion auf die heftige Kritik der Kommunisten. Sie witterten hinter den Berichten der so genannten „Monopolpresse“ nichts anderes als eine antikomunistische Kampagne. Die Zeitung vom Lëtzebuerger Vollek sah in den Boat People auch keine armen verzweifelten Flüchtlinge, sondern „gutbetuchte Herren“, die im Dienst des „USA-hörigen Saigoner Regimes“ gestanden hätten. Man ging sogar soweit, die Flüchtlinge der Schiffe Huey Fong und Tung An in die Nähe von Verrätern zu rücken; sie seien in der Mehrheit „Henkersknechte“ und „Parasiten des imperialistischen USA-Krieges gegen ihr eigenes Volk“ gewesen und die Auswanderung sei nun eine „Wiederholung dieses Verrats“.
Da es sich bei diesen Flüchtlingen außerdem um Vietnamesen chinesischer Herkunft handelte, vermutete der Leitartikler der Zeitung hinter der Fluchtbewegung ein Werk Chinas, das gemeinsam mit den „imperialistischen Massenmedien“ die SR Vietnam verleumten solle.²³ Die Kommunisten sahen sich also in einer ideologischen Schlacht, in der man sich gegen die Verleumdungen der bürgerlichen Presse zur Wehr setzen müsse.
Man versuchte sich sogar in einer propagandistischen Gegenoffensive; Anfang April lud man zu einem Vortrag über Vietnam ein, bei dem eine Soeur Françoise Vandermeersch über die gewaltigen wirtschaftlichen und sozialen Fortschritte nach dem kommunistischen Sieg referierte.²⁴
Die Zeitung sah die positive Reaktion der Bevölkerung auf die Ankunft der vietnamesischen Flüchtlinge mit Argwohn und die luxemburgischen Kommunisten bemühten sich unermüdlich, das kommunistische Vietnam auf seinem dornigen Weg in den Sozialismus als ein asiatisches Modell darzustellen, das sich gegen den Imperialismus zunächst der USA und dann vor allem Chinas zur Wehr setzen musste. Als Reaktion auf die angeblichen „Hetzkampagnen“ gegen Vietnam publizierte man in den achtziger Jahren
sogar einen geschönten Reisebericht unter dem Titel „Drei Wochen im Lande Ho Chi Minh“, um „das Bild in unserem Land über Vietnam zurechtzurücken“. Dabei wurden von den Autoren Fragen über die Flüchtlingsfrage und die vietnamesische Intervention in Kambodscha bewusst ausgeblendet, da diese Probleme ideologisch wenig opportun waren.²⁵
Integration
Insgesamt nahm Luxemburg zwischen 1979 und 1981 rund 300 Vietnamesen auf, was im internationalen Vergleich aber durchaus beachtlich war. Die Nachbarländer Belgien und Deutschland hatten nur 2.052 beziehungsweise 16.848 Frauen, Männer und Kinder einreisen lassen, während Frankreich als ehemalige Kolonialmacht insgesamt 27.071 Flüchtlingen Asyl gewährt hatte.
Die Integration der vietnamesischen Flüchtlinge verlief im Großen und Ganzen problemlos.²⁶ Das lag sicherlich an der relativ kleinen Zahl der Flüchtlinge, von denen ein Teil nicht auf Dauer in Luxemburg blieb, sondern zu ihren Familien, etwa nach Frankreich, zog. Positiv war auch, dass einige Vietnamesen noch in ihrer Heimat die französische Sprache erlernt hatten, was bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche von Vorteil war.
Da sie unmittelbar nach ihrer Ankunft in Luxemburg eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitsgenehmigung erhielten, funktionierte diese berufliche und soziale Integration relativ rasch und unkompliziert. Dies lag offenbar auch daran, dass sie sich mit ihrer neuen Situation im Aufnahmeland klaglos abfanden und in der Mehrzahl auch nicht an eine Rückkehr in ihre alte Heimat dachten.
Ein Integrationsfaktor war sicherlich auch der Beistand und die Unterstützung freiwilliger Helfer. In Diekirch etwa bemühten sich karitative und kirchliche Organisationen, vor allem aber engagierte Privathelfer um die neuen ostasiatischen „Gemeindemitglieder“, so bei der Einschulung der Kinder, der Arbeitssuche und Erlernen der fremden Sprache.
Die drei in Diekirch lebenden Familien wohnten in gemeinde- beziehungsweise kircheneigenen Häusern und hatten in Diekirch und Wiltz Arbeit gefunden. Aber es gab auch Probleme. Fand sich der gelernte Tischler Nguyen Xuan Ruc relativ rasch in der neuen Umwelt zurecht, so war es für den studierten Philosophen Nguyen Thien Hoa schwieriger, den Einstieg in das Berufsleben als Arbeiter zu meistern. Auch galt es nach der Ankunft der Flüchtlinge in der Kleinstadt Diekirch bestehende Vorurteile gegenüber Asiaten abzubauen.²⁷
Auch die in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre aufgenommenen Vietnamesen fanden hierzulande schnell Arbeit und eine neue Heimat. Das Einheiraten in luxemburgische Familien, die dauerhafte Anstellung in Betrieben oder der Weg in die Selbständigkeit und nicht zuletzt der schulische Erfolg vietnamesischer Flüchtlingskinder belegen die Erfolgsstory der Boat People in Luxemburg.
Die Geschichte der vietnamesischen Flüchtlinge in Luxemburg, der herzliche Empfang, die spontane Hilfe ist sicherlich einmalig in der Geschichte Luxemburgs, ebenso die Haltung der Regierung, die eine „positive Asylpolitik“ (Agnès Rausch) betrieb: ohne langwierige Asylprozeduren und umständliche Formalitäten entschied die sozialliberale Regierung auf Basis der Genfer Flüchtlingskonvention die Aufnahme eines Kontingents und war auch offen für die spätere Zusammenführung von Familien.28 Als aber in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre die Zahl der Flüchtlinge aus Südostasien erneut anstieg, ließ die Aufnahmebereitschaft des Westens merklich nach und nur noch einzelne Familien fanden den Weg nach Luxemburg. Neue Krisenherde in Europa und Afrika sorgten aber dafür, dass der Flüchtlingsstrom nach dem Ende des Kalten Krieges nicht abriss, sondern unerwartete Dimensionen annahm, die man hierzulande zuletzt in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts gesehen hatte.
Marc Schoentgen
Der Autor dankt Frau Agnès Rausch Dank für wertvolle Hinweise.
1 Ministère des Affaires Étrangères, du Commerce Extérieur et de la Coopération: La coopération luxembourgeoise. Rapport annuel 1997. Ministère de la Coopération: Rapport annuel 2001.
2 Fernand Froehling, Déserteurs de nations étrangères, in: La Gendarmerie au Luxembourg, Luxemburg 1997, S. 225-227.
3 Antoinette Reuter, Des „Russes blancs“ au Luxembourg, in: Itinéraires croisés. Luxembourgeois à l’étranger, étrangers au Luxembourg, Esch-Alzette 1995, S. 199-201. Serge Hoffmann, Luxembourg – Asyl und Gastfreundschaft in einem kleinen Land, in: Wolfgang Benz/Juliane Wetzel (Hgg.), Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit. Regionalstudien I. Polen, Rumänien, Griechenland, Luxemburg, Norwegen, Schweiz, Berlin 1996, S. 187-204.
4 Collectif Réfugiés/ Lëtzebuerger Flüchtlingsrot, Un voyage pas comme les autres. Réfugiés. Flüchtlinge, Luxemburg 2000, S. 371.
5 Françoise Wolter, Le mouvement de 1968. Le Grand-Duché entre modèles étrangers et réalités luxembourgeoises, Luxemburg 1996 (travail de fin de stage), S. 127-134.
6 Luxemburger Marienkalender 1968, S. 198; LMK 1970, S. 212.
7 Leitartikel von Lucien Thiel, in: Revue 52/1967.
8 Amnesty International Luxembourg: Torture. Brésil, Argentine, Grèce, URSS, Sud Vietnam, Afrique du Sud, 1973. Bulletin Amnesty International Luxembourg 10/1978, 2/1980.
9 Caritasaktion für Südvietnam, LW 2.5.1975.
10 Zeitung 3.5.1975, 7.5.1979. J.M.: Gnadenloser Abbé, Zeitung 9.5.1975. André Heiderscheid: Eng Provokation!, LW 7.5.1975.
11 Sie überlebten den Flugzeugabsturz und fanden in Luxemburg eine neue Heimat, LW 3.5.1975. A propos vietnamesische Flüchtlingskinder, TB 6.5.1975. Josy Braun, Der „besondere Rassismus“, TB 9.5.1975.
12 Haut Commissariat des Nations Unies pour les Réfugiés, Les réfugiés dans le monde. Cinquante ans d’action humanitaire, Paris 2000 (= Editions Autrement), S. 79-103. Siehe auch: Les grandes tragédies. La mémoire de l’humanité, Paris 1994 (= Larousse), S. 262-263.
13 André Heiderscheid, Entsetzlich und skandalös!, LW 6.1.1979.
14 Solidarisierung mit dem Angebot des LW-Direktors, LW 9.1.1979. Briefe an die Redaktion, LW 10.1. und 13.1.1979.
15 UNO-Kommissar Hartling warb in Luxemburg für die Flüchtlinge, LW 13.02.1979. 1979: 70.642 USD, 1980: 28.973 USD, 1981: 114.179 USD; alle Angaben nach: Reports of the UNHCR 1979-1981, www.unhcr.ch (1.11.2002).
16 Thorn in Ostasien. Wichtige wirtschafts- und handelspolitische Gespräche, Journal 23.1.1979.
17 Mars di Bartolomeo, Späte Gewissensbisse…, TB 16.1.1979.
18 Vgl. Wolter, Le mouvement de 1968, S. 132.
19 STATEC, Statistiques Historiques 1839-1989, Luxemburg 1989, S. 472.
20 Flüchtlingsdrama: offener Brief an Fr. Marion Poos!, TB 27.01.1979.
21 „C’est la première fois que nous sentons la liberté!“ 24 réfugiés vietnamiens sont arrivés à Luxembourg, LW 31.3.1979. Zu Besuch bei Luxemburgs Vietnam-Flüchtlingen: Sie fühlen sich wohl bei uns…, LW 5.4.1979.
22 Charles Bauer: Van, was nun!, Revue 16/1979, S. 42-46. Jacques Drescher: Hilfe um jeden Preis, Revue 34/1979, S. 6-7.
23 R.T.: Hai Kong auf antikommunistischer Welle, Zeitung 14.2.1979.
24 Jean-Laurent Redondo, Le Vietnam au coeur. Un témoignage de Soeur Françoise Vandermeersch, Zeitung 7.4.1979.
25 Nicole Paulus/ Jean Laurent Redondo, Drei Wochen im Lande Ho Chi Minh, Luxemburg 1982.
26 Asylland Luxemburg: Ein Paradies für Flüchtlinge!, Télécan Nr. 40/1989, S. 19-23. Thanh Tung Quach, in: ASTI, Le Luxembourg de toutes les couleurs. A l’aube d’un nouveau millénaire, Luxembourg 2000, S. 144-149. Ly Lan, Ce n’est pas la nuit, in: Un voyage pas comme les autres, S. 74-75.
27 Vgl. Charles Bauer: Freiheit den flüchtenden Kindern des Onkel Ho!, Revue 39/1981, S. 26-30.
28 Die 20 Vietnamesen fühlen sich wohl in Berg, LW 1.10.1981.
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