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"forum" ruft nicht oft zu Spendenaktionen auf. Aus Erfahrung wissen wir, dass solche Aktionen dem Spender allzu leicht ein gutes Gewissen verschaffen, und dass es bei der paternalistischen Hilfe und den Hilfe notwendig machenden ungerechten Strukturen bleibt. Trotzdem hat die Redaktion in den letzten Monaten zwei Spendeaktionen unterstützt, weil hier eben vertrauenswürdigen, befreienden Projekten finanziell unter die Arme gegriffen werden sollte. Das gilt für die "Association Solidarité Luxembourg-Nicaragua" und für das "Comité luxembourgeois de soutien aux populations du Vietnam, du Laos et du Cambodge". Beide Organisationen haben vor kurzem einen Rechen-

schaftsbericht vorgelegt, den wir auch unsern Lesern nicht vorenthalten wollen, da wir mit Sicherheit wissen, dass einige von ihnen unsern Spendenaufrufen grosszügig nachgekommen sind.

a) "Solidarité Luxembourg-Nicaragua"

Bis zum 28.2.1981 wurden 356.454 F gesammelt. Ausser von individuellen Spenden stammt das Geld hauptsächlich vom "Pélé des Jeunes" in der Oktave 1980, von den Gemeinden Bourscheid, Clerf, Diekirch, Ettelbrück, Vianden, Wiltz (gibt es nur im Norden hilfsbereite Gemeinderäte?), vom Zugpersonal und den Kongressdelegierten der FNCTTFEL, von der Eisenbahn-

in: P.-F. 14/81

kooperative in Ulflingen, von der FGIL-SEW, von der LSAP, der JCL, der OGJ, dem MLF, während die OGB-L-Sektionen ihre Kollekten noch nicht abgeschlossen haben.

Überwiesen wurden bisher:

100 000 F für die Alphabetisierungskampagne

68 000 F für das Projekt in Telpaneca, wo ein medizinisches Heim für Entbindungen und kranke Kinder eingerichtet wurde,

156 000 F für das Projekt in Somoto wo ebenfalls ein Gesundheitszentrum errichtet wurde.

Begonnen wurde auch schon mit der Finanzierung eines Projektes in Palacaguina, wo die Errichtung einer Schneiderwerkstatt einigen Leuten Arbeit und anderen Arbeitskleider verschaffen soll.

Nach El Salvador konnten 80 000 F an die revolutionäre Befreiungsfront FDR überwiesen werden.

b) ‚Soutien aux populations du Vietnam, du Laos et du Cambodge‘

Seit 1979, als das kambodschanische Drama die Weltöffentlichkeit erregte, konnten in Luxemburg 1,6 Mio. F. gesammelt werden. Verteilt wurde das Geld wie folgt:

970 000 F als Beitrag zur Finanzierung von ‚Cargolux‘-Flügen mit Hilfegütern im Rahmen der Katastrophenhilfe,

300 000 F zum Wiederaufbau der medizinischen Fakultät der Universität Phnom-Penh,

150 000 F, von denen die Hälfte in postprimären Schulen des Landes zusammengetragen wurde, für die Ausstattung des Kinderwaisenhauses von Takmao in Kambodscha (in Zusammenarbeit mit der ‚Fraternité Chrétienne avec le Vietnam, le Cambodge et le Laos‘ von Schwester Françoise Vandermeersch),

70 000 F für die Taifunsinistrierten in Vietnam (mittels ‚Secours Populaire Français‘).

Das Komitee besitzt Nachrichten, die der Hoffnung Ausdruck geben, dass die internationale Hilfsaktionen und der Lebenswille des kambodschanischen Volkes offensichtlich so erfolgreich sind, dass das Land 1983 wahrscheinlich wieder selbst genügend Nahrungsmittel herstellen wird.

Bei allem Erfolg sollten die Spenden trotzdem nicht aufhören, meinen beide Organisationen.

Association Solidarité Luxembourg-Nicaragua:

CCP 20249-73

Comité luxbg. de soutien aux populations du Vietnam, du Laos et du Cambodge: CCP 63801-72 m.p.

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