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Im Friedensdossier, das "forum" in der Nr. 51-52 veröffentlicht hat, hatte die Redaktion ausdrücklich davon Abstand genommen, sich auf Zahlenvergleiche zwischen Ost und West und technische Einzelheiten der Rüstung einzulassen. Sie war und bleibt der Meinung, daß die Ablehnung der Aufrüstungsbestrebungen und Abschreckungsdoktrin auf einem höheren theoretischen Niveau anzusiedeln ist Nichtsdestoweniger kommt man in Diskussionen mit NATO-Freunden und Aufrüstungsbefürwortern manchmal nicht daran vorbei, auf ihre technische, mit Zahlenbeispielen gespickte Argumente einzugehen, um ihnen zu beweisen, daß sie oft falsch sind bzw. andere Daten vernachlässigen, oder um ganz einfach den Eindruck zu vermeiden, man möchte sich ihren Argumenten entziehen.
Von großer Nützlichkeit bei solchen Diskussionen ist eine Broschüre die ich beim "Katholikentag von unten" in Düsseldorf entdeckt habe:
Nein zur "Nachrüstung". Eine Argumentationshilfe, hrq. vom Arbeitskreis kirchlicher Mitarbeiter Wolfsburg 1982, 3. Auflage
In knapper Form wird auf rund 70 Seiten auf 17 Argumente geantwortet, die immer wieder von Rüstungsbefürwortern vorgebracht werden. Ein Blick auf diese 17 Argumente genügt, um den Inhalt der Broschüre zusammenzufassen:
ES WIRD OFT GESAGT …
Rüstung und Gleichgewicht
- Wir müssen "nachrüsten", um das gestörte Gleichgewicht zwischen Ost und West in Europa wiederherzustellen
- Wir haben den östlichen SS-20-Raketen nichts Gleichwertiges auf unserer Seite entgegen zu setzen, wenn wir nicht "nachrüsten"
- Der Osten rüstet aber doch ständig vor (SS-20) und zwingt uns im Westen zum Nachrüsten (Pershing II, Cruise Missiles)
- Der Osten gibt viel mehr Geld für die Rüstung aus als der Westen
- Der Osten rüstet aber weitaus mehr, als er zur Verteidigung seines Territoriums nötig hätte
Strategien und Interessen
- Die westliche Strategie der abgestuften Abschreckung (Flexible Response) ist eine Verteidigungsstrategie – ganz im Gegensatz zur östlichen Strategie, die auf Angriff aus ist
- Wir dürfen uns nicht vom westlichen Bündnis abkoppeln, weil wir die gleichen Interessen wie die USA haben und sonst der UdSSR ausgeliefert waren
- Niemand wird im Atomzeitalter einen großen Krieg beginnen; denn keiner hat ein Interesse
an seiner Selbstvernichtung
- Der NATO-Beschluß ist nicht ein Aufrüstungsbeschluß, sondern macht ein Verhandlungsangebot, um endlich zur Abrüstung zu kommen. Beide Teile des NATO-Doppelbeschlusses sind gleichwertig
Bedrohungen und Aengste
- Der Westen bedroht niemanden; aber der agressive Osten bedroht den Weltfrieden
- Afghanistan beweist, dass wir gegenüber dem Osten stärker rüsten müssen – "sonst geht es uns wie den Afghanen!"
- Wir werden bedroht von denen, die heute in der Friedensbewegung sagen: "Lieber rot als tot!"
- Uns bedrohen die "nützlichen Idioten" Moskous und die "Naiven" im eigenen Land, die gar nicht merken, wie sie in ihrem ehrlichen Wollen mißbraucht werden
Zur weiteren Orientierung
- Im Prinzip hat sich nichts geändert: das Abschreckungsprinzip hat sich bewährt und uns den Frieden seit 1945 erhalten
- Einseitiges Abrüsten gefährdet den Frieden, weil es ein "Machtvakuum" schafft und Aengste verstärkt
- Mit der Bergpredigt kann man nicht regieren. Denn gute Gesinnung reicht nicht aus, wenn Verantwortung wahrgenommen werden muss
- Die Kirche sollte sich besser aus dieser komplizierten Materie von Rüstung und Abrüstung heraushalten
Da bei grösseren Abnahmen ein Mengenrabatt gewährt wird, hat die Redaktion eine grössere Bestellung aufgegeben. Alle Interessenten sind daher gebeten, den Preis von 35 lFr. pro Exemplar (inkl.Porto) auf das CCP 61154-44 von "forum" zu überweisen oder untenstehendes Coupon einzusenden. Mengenrabatt ist ab 10 Exemplaren möglich.
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___ Exemplare der Broschüre "Nein zur Nachrüstung". Eine Argumentationshilfe".
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