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Der "forum"-Redaktion wurde inzwischen auch ein Resolutionsentwurf übermittelt, ausgearbeitet von der luxemburgischen Kommission "Justicia et Pax" in Zusammenarbeit mit "Pax Christi" (Luxbg.) und der "Conférence des Mouvements Catholiques", der als "Aufruf zum Frieden" veröffentlicht oder gar als Vorprojekt eines Hirtenbriefes dem Bischof vorgelegt werden soll. Der Entwurf geht von derselben NATO-Ideologie aus wie obiges Papier. Er strotzt zudem von theologischen Ungereimtheiten und logischen Fehlern.
Es seien nur einige Bonbons herausgepickt: Ausgangspunkt der Überlegungen ist, dass der Friede, "der Güter höchstes nicht" ist; Würde der menschlichen Person, Gerechtigkeit, Freiheit, Selbstbestimmung der Völker stehen über ihm. Folglich muss der Einzelne wie die Gesellschaft bereit sein, "diesen höheren Werten den Vorzug zu geben und dafür gegebenenfalls eine Gefährdung des äusseren Friedens in Kauf zu nehmen". Also lieber tot als rot! Man merke, dass ein Angriffskrieg hier nicht ausgeschlossen wird. Noch schlimmer wiegt, dass der Friede rein militärisch verstan-
den wird und so gegen andere Werte angespielt wird.
Von den realen Gefahren, die uns angesichts der neuesten Waffengattungen drohen, haben die Autoren keine Ahnung, kommen sie doch zu der naiven Feststellung, dass "ein eigentlicher Nuklearkrieg in absehbarer Zukunft kaum zu befürchten ist." Die Verantwortungslosigkeit einiger alten Männer ist erschreckend! Dass eine Pershing II z.B. keine "Mondlandschaft" hinterlässt, hat offenbar noch keiner ihnen gesagt. Von den Gefahren der Rüstungsspirale auch ohne Kriegsausbruch geht keine Rede. Selbstverteidigung wird als unverzichtbares Prinzip vergöttert; ob alle Mittel dabei recht sind, gehört nicht zu den Überlegungen, usw, usw.
Es würde mehrere "forum"-Seiten kosten, um alle Dummheiten dieses 6- Seiten-Papiers zu entlarven und zu widerlegen. Da noch gehofft werden darf, dass es auch im Kirchenapparat noch einige Männer mit einem Mindestmass an gesundem Menschenverstand gibt, die diesen Entwurf rechtzeitig im Papierkorb verschwinden lassen, bevor
sich die Kirche Luxemburgs einmal mehr blamiert,
wollen wir hier nicht weiter auf diesen Horror-
text eingehen.
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