Alle Jahre wieder

Eine Aternative zum weihnachtlichen Geschenkrummel

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Alle Jahre wieder wird in gewohnter Weise Weihnachten gefeiert: adventlicher Stress, schliesslich müssen noch Geschenke eingekauft, das Réveillon organisiert, die Schneeferien eingeplant und stimmungsvolle Familienfeiern vor dem Weihnachtsbaum vorbereitet werden. Und dann, nach dem üppigen Réveillon-Mahl mit lieblicher Hintergrundmusik, vielleicht noch ein Sprung in die Mitternachtsmesse: gesungenes Evangelium, viel Weihrauch, Ministrantendefilee, Kinderstimmen – spot on: weisse Gestalten – singen engelgleich: Stille Nacht, Heilige Nacht…, nur das Evangelium kommt etwas zu kurz. Schliesslich könnte ein zu brutaler Hinweis auf Armut und "Nicht-aufgenommen-werden", auf Krippe und Stall, auf Hirten und andere Aussenseiter, die besinnliche Stimmung nur untergraben und eventuell die Verdauung stören…

Eine Karikatur? Nicht unbedingt! Etwas überzeichnet? Hoffentlich…

Auf jeden Fall gibt es kein Fest, das so sehr in den Wirtschaftsrummel und in den Verschwendungskonsum hereingezogen wird wie das Weihnachtsfest: Weihnachten, die fröhliche, stimmungsvolle, umsatzfördernde Zeit.

Dabei ist – an und für sich – nichts gegen sinnvolle Geschenke einzuwenden. Geschenke sollen nämlich Zeichen der Freude und der Zuneigung sein!

Wie aber schenke ich? Will ich:

wirklich Freude machen? oder eine lästige Pflicht erfüllen?

jemand meine Zuneigung zeigen? oder nur auftrumpfen?

einen Herzenswunsch erfüllen? oder mit einem grossartigen Geschenk ein Jahr voll Lieblosig- und Vernachlässigung wettmachen?

Sollte ich mir nicht einmal kurz notieren, womit ich meinem Partner usw. Freude machen könnte, ohne Geld auszugeben? Das Merkwürdige ist, dass mir alsbald eine Menge einfällt. Was ich aber zur Erfüllung solcher Wünsche bräuchte, wäre Zeit, Zeit. Dazu etwas Einfühlungsvermögen, Bereitschaft, auf andere einzugehen, ein bisschen Phantasie. Da müsste ich mich intensiv mit meinem Mitmenschen beschäftigen. Da müsste ich umdenken. Da käme ich vielleicht dem eigentlichen Sinn von Weihnachten ein wenig näher…

Da könnten wir, Schenkende und Beschenkte, uns vielleicht gemeinsam überlegen, solidarischer zu leben, der Ungerechtigkeit in der Welt gezielter entgegenzuwirken, um so Freude zu teilen und Zuneigung auszudrücken.

Ausbildung für Baueren am Ecuador

Ecuador ist ein kleines, südamerikanisches Land, das sich vom Pazifik über die Anden bis ins amazonische Tiefland erstreckt. Diese günstige geographische Lage hat Ecuador zu einem potentiell reichen Land gemacht (Ecuador exportiert Zucker, Kakao, Kaffee, Bananen, Holz, Fischereiprodukte, Erdöl…). Doch dieser Reichtum kommt nur wenigen zugute:

  • 74 Aktionäre kontrollieren 11 der 12 nationalen Banken;

  • 20 Familiengruppen beherrschen zu fast 100% das nationale Produktions- und Finanzkapital;

  • ein Großteil der Ecuadorianer verdienen 2000 Franken im Monat oder weniger;

  • über die Hälfte der Bevölkerung lebt in extrem armen Verhältnissen oder sogar in absolut unmenschlichen Elendsbedingungen.

Die Probleme der Landbevölkerung

Die Landbevölkerung Ecuadors stellt die größte Volksgruppe. Sie leidet vor allem an der ungleichen Besitzverteilung: 9% der wirtschaftlichen Betriebe verfügen über 75% der Agrarfläche; wohingegen 85% der Landbesitzer sich mit 18% der landwirtschaftlichen Nutzfläche begnügen müssen. Die fruchtbaren, bewässerten Gebiete befinden sich nahezu ausschließlich in den Händen von Großgrundbesitzern, die in den Städten leben und ihre Ländereien hauptsächlich als Kreditsicherung bei den Banken und als Spekulationsobjekt betrachten. Dieser Haltung entspringt dann die Tatsache, daß die Großgrundbesitzer weite Teile des Landes unbebaut liegen lassen, obgleich die Indios sich mit kleinen, unfruchtbaren Parzellen an den Berghängen zufrieden geben müssen.

Die Provinz Azuay

So ist es absolut nicht verwunderlich, daß in der Provinz Azuay (Hauptort: Cuenca) mehr als die Hälfte der Kleinbauern über maximal einen halben Hektar Land verfügen. Der Hochlandbauer muß außerdem einen immer größeren Teil der Erträge seines winzigen Besitzes zu immer schlechteren Preisen verkaufen. Er wird dadurch gezwungen an der Ernährung zu sparen, in einem schier unvorstellbaren Maße:

  • weit über die Hälfte der Kinder sind unterernährt;
  • die Kindersterblichkeit (bis zum Alter von 10 Jahren) beträgt fast 50%.

Im Rahmen des Europäischen Jahres der Umwelt publiziert die Action Solidarité Tiers Monde (ASTM) eine umfangreiche Dokumentation unter dem Titel "Ökologie und Dritte Welt".*

Ziel dieser dreisprachigen (deutsch, französisch und englisch), 176 Seiten umfassenden Sondernummer der Zeitschrift "brennpunkt dreht welt" ist es, sowohl die Vernetzung der Umweltprobleme in Europa und in der Dritten Welt aufzuzeigen als auch auf die Zusammenhänge zwischen Entwicklungswegen und Umweltproblemen hinzuweisen.

Die über dreißig Beiträge wurden von in- und ausländischen Expert/Inn/en (u.a. René Dumont, Al Imfeld, Erhard Eppler, Philippe Blancher, Magda Renner, Anil Agarwal, Tun Welter,…) verfaßt. In verschiedenen Artikeln wird versucht, einerseits die Umweltprobleme (Abholzung tropischer Wälder, Ausdehnung der Wüsten in Afrika, Industriekatastrophen, Einsatz von Pestiziden,…) auf Ursachen und Zusammenhänge hin zu analysieren – Teil 1 -, andererseits Lösungen und Perspektiven anzudeuten – Teile 2 und 3. U.a. werden eine ganze Reihe von Basisinitiativen vorgestellt, welche sich für die Bewahrung ihrer natürlichen Umwelt einsetzen.

  • Die Sondernummer 77-78 kann durch Überweisung von 140,- Flux (inkl. Versand) auf das Postscheckkonto: CCP 10235-50 bei der ASTM, 39, r. du Port Neipperg, 2230 Luxembourg, bestellt werden.

Die Partnerorganisation UNASAY

Die UNASAY (Unión Campesina del Azuay), eine Vereinigung von Kleinbauern der Provinz Azuay, ist im Jahre 1976 aus der Bewußtseinsbildungsarbeit kirchlicher Basisgemeinden heraus entstanden. Die Kleinbauern wollten sich nicht länger von einer seit 1964 versprochenen Landreform hinhalten lassen. Sie sind zur schmerzhaften Überzeugung gelangt, nicht länger vergebens auf eine "von oben herab" verordnete Verbesserung ihrer Lage zu warten, sondern von sich aus die Befreiung von Elend und Unterdrückung zu erreichen.

Dabei stellen sich einige größere Probleme. Zum einen fehlen geschulte Koordinatoren, die sich in den Dienst der örtlichen Bauernbewegungen stellen, diese organisieren und gemeinsam mit den Kleinbauern Projekte zur Selbsthilfe entwerfen und durchführen. Zum andern fehlt es an Räumlichkeiten um den Koordinatoren, aber auch den interessierten Kleinbauern, theoretische und praktische Ausbildungsmöglichkeiten anzubieten.

Das Projekt

Um diesen Schwierigkeiten abzuhelfen und den Teufelskreis des Elends zu durchbrechen, schlägt die UNASAY folgendes Projekt vor:

  1. Innerhalb von 3 Jahren sollen 120 von den jeweiligen Dorfgemeinschaften ausgewählte Kleinbauern einen hundertägigen Ausbildungskursus belegen. Diese Ausbildung beinhaltet:
  • Entstehung, Werdegang, Interventionsmöglichkeiten und Arbeitsweise der Bauernorganisationen;

  • Einführung in das Landrecht (Verteidigung des Kleinbesitzes) und die Problematik der Landreform;

  • Gesundheitsfürsorge, hygienische Grundkenntnisse, Probleme des Alkoholismus;

  • ökologischer Schutz des Bodens und des Grundwassers: Techniken gegen die Erosion und kritische Einführung in den Gebrauch von Dünge- und Insektenverteilungsmitteln;

  • Techniken des Gartenanbaus, sorgfältige Auswahl verschiedener Pflanzen und Gemüse, optimale Kleintierhaltung, um eine ausgeglichene, vitamin- und proteinreiche Ernährung zu ermöglichen.

  1. Außerdem werden folgende strukturelle Verbesserungen angestrebt:
  • Weiterentwicklung und Förderung der traditionellen "Comunen", d.h. des Gemeindelandes, das in Gemeinschaftsbesitz ist und gemeinsam verwaltet wird.
  • Schaffung von gemeinschaftlichen, sowie kleinen, einer Familie gehörenden, Produktionseinheiten;
  • gemeinschaftliche Verbesserung der Infrastruktur: Zugang zu fliessendem Wasser, zu Elektrizität, zu den Verkehrswegen;
  • bessere Verwaltung des Kleinbesitzes: gemeinschaftlicher Einkauf von Saatgut und Düngemitteln, gemeinsame Kommerzialisierung der überschüssigen Erträge.
  1. Ausbau des schon bestehenden Ausbildungszentrums. Errichtung neuer Räumlichkeiten um eine grössere Anzahl von Kursusteilnehmern aufzunehmen. Schaffung einer neuen Infrastruktur die es ermöglicht, praktische Kurse zu veranstalten: Gartenanbau, Kleintierhaltung, Obstgarten, Beilpflanzen… Durch den Ausbau des Ausbildungszentrums können 600 Kleinbauern pro Jahr von dem grösseren Angebot an theoretischen und praktischen Kursen profitieren.

  2. In Zusammenarbeit mit der ökologischen Organisation "Tierra Viva" werden praktische Spezialkurse durchgeführt:

Unser Vorschlag zu Weihnachten:

Solidarität konkret

Die Kleinbauern Ecuadors haben erkannt, daß sie nur gemeinsam der Verelendung entkommen können. Landflucht ist gleichbedeutend mit Arbeitslosigkeit und Entwurzelung. Damit die Kleinbauern der Provinz Azuay auf ihrem Land bleiben und dieses effektiver nutzen können, ist das Zentrum der UNASAY notwendig.

Action Solidarité

Tiers Monde
Spendenkonto
CCP 9990-96
Stichwort: ECUADOR

Falls Sie an einer Steuerbefreiung Ihrer Spende interessiert sind, überweisen Sie diese Bitte an den

"Fonds d’Âlde au Développement"

CCP 1144-77

mit dem Vermerk

"Don au profit de l’ASTM, projet ECUADOR"

  • Einübung "angepañter Techniken" in der Landwirtschaft;
  • Kompostherstellung statt Einsatz teurer Düngemittel;
  • biologische Anbaumethoden und natürliche (=billige) Schädlingsbekämpfung;
  • effektive Vorbeugemassnahmen gegen die Erosion;
  • Eigenproduktion von Samengut etc.

Diese Solidaritätsaktion für die Kleinbauern in der Provinz Azuay (Ecuador) wird von Lehrern und Schülern des Lycée Technique Nic. Biever unterstützt. Die Schüler und Schülerinnen des LTNBD wollen versuchen die Einwohner von Düdelingen und Umgebung für dieses Projekt zu sensibilisieren, u.a. durch das Verteilen von Informationsblättern und den Verkauf von Aufklebern und Kugelschreibern. Auch der Erlös des "Chrëschtmaart" kommt der Arbeit der UNASAY und den Kleinbauern zugute. Der Gesamtbetrag wird von der Action Solidarité Tiers Monde (ASTM) integral an die UNASAY überwiesen.

Mathias Flammang

DE KOMPOST – KALENNER 1988

Wann all Member vum Mouvement Ecologique och nëmmen ee Kalenner keeft dann … hu mir der just genug gedréckt !

Dofir ënnerstëtzt de Mouvement Ecologique an hëlleft mat, d’Kees opzebesseren !

ENG NEI OPMAACHUNG

Dëst Joer stark verännert a besonuesch attraktiv mat 13 faarwege Foton !

Op méi wéi 80 Säiten informéiere mir iech iwwer:

  • Biologésche Gaardebau
  • Bastelen fir Grouss a Kleng
  • d’Natur kenneléieren
  • Haushaltsberodung

Verkafspräis onverännert 280.- Fr/Ex !
Dir kënnt e kreien an alle
Librairien oder duerch
Iwwerweisung vun 280.- Fr/Ex
op de CCP 39217-19 vum Mouvement
Ecologique mat dem Vermierk
" Ex Kompost-Kalenner 1988 ".

De Kompost

1988

E Kalenner vum
Mouvement Ecologique

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