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Sehr geehrte Forum-Redaktion!

Als langjährige Abonnentin Ihrer Zeitung war ich betrübt, in der Forum-Nummer 122 eine Notiz unterschrieben von m.p. zu lesen, in welcher der Stadtverwaltung vorgeworfen wird, die Notgrabung, welche in der rue Mohrfels im Zusammenhang mit dem Bau von 30 Sozialwohnungen im März dieses Jahres notwendig geworden war, behindert zu haben, und vor allem habe die "Stadtbürgermeisterin sich erdreistet, dem Museum eine Rechnung wegen verlorener Arbeitszeit zu schicken".

Diese Notiz stimmte mich um so mehr traurig, da ich immer davon ausging, daß Ihre Informationen auf elementarsten Nachforschungen beruhten.

Es stimmt, daß bei den angesprochenen Bauarbeiten am 26. März vielversprechende archäologische Entdeckungen gemacht wurden. Am gleichen Tag haben die Verantwortlichen der archäologischen Dienststelle des Staatsmuseums und der städtischen Bauverwaltung sich darauf geeinigt, die Arbeiten zu stoppen, um die notwendige Forschungsarbeit zu ermöglichen.

Von Anfang an wurde auch festgehalten, daß die Baufirma, welche für die Stadt auf der Baustelle arbeitete, die staatlichen Dienststellen bei ihren Ausgrabungsarbeiten unterstützen sollte, und daß hierfür eine gesonderte Rechnung an das Staatsmuseum ausgestellt werden sollte. Zu keinem Zeitpunkt hat die Stadtverwaltung dem Museum irgendeine Rechnung zugestellt.

Tatsache ist, daß die private Baufirma, welche von Ende März bis Mitte Mai für das Staatsmuseum auf der Baustelle arbeitete, dem Museum am 16. Mai 1990 eine Rechnung über 602.688.- Franken zur Begleichung zustellte.

Ich bedauere, zu dieser Richtigstellung gezwungen zu sein, da kein Redaktionsmitglied des Forum es für nötig erachtete, vor Erscheinen der Notiz bei der Stadtverwaltung irgendwelche Nachforschungen anzustellen. Ich für meinen Teil möchte Ihnen versichern, daß ich Ihnen auch in Zukunft gerne mit Auskünften zur Verfügung stehe.

Mit vorzüglicher Hochachtung.

Lydie Wurth-Polfer
(Bürgermeister)

Antwort der Redaktion

Wir bedanken uns für die Richtigstellung betreffend Ausstellen der Rechnung für Ausgrabungsarbeiten bei einem städtischen Bauprojekt in Pfaffenthal. Wir halten fest, daß die Stadtverwaltung von vornherein nicht gewillt war, sich finanziell an der archäologischen Erforschung ihrer Vergangenheit zu beteiligen. Wir möchten aber unserer Enttäuschung darüber Ausdruck verleihen, daß die Frau Bürgermeisterin sich bei dieser Nebensache aufhält, während sie mit keiner Silbe auf die grundsätzlichen Probleme eingeht, die in der Magazin-Notiz aufgeworfen werden:

  1. Weshalb benachrichtigt sie nicht systematisch den Grabungsdienst im Staatsmuseum oder das Denkmalschutzamt, bevor sie eine Baugenehmigung in archäologisch sensiblen Vierteln des Stadtgebiets erteilt? Eine entsprechende Umänderung des Bautenreglements wäre sehr nützlich und würde der Stadtverwaltung erlauben, ihrer gesetzlichen Meldepflicht in der Praxis nachzukommen.
  2. Warum stellt die Stadtverwaltung keinen eigenen Archäologen ein, wo doch längst klar ist, daß der staatliche Grabungsdienst mit zwei diplomierten Archäologen für das ganze Land zu überlastet ist, um auch noch die zahlreichen und täglich neuen Baustellen auf dem Stadtgebiet im Auge zu behalten? Diesbezügliche Widerstände auf seiten des Museums sind unseres Wissen nicht mehr aktuell.

Eine vorbildliche Zusammenarbeit im Dienste der Stadtgeschichtsforschung muß den Stadtverantwortlichen von Diekirch bescheinigt werden: Vor Wochen schon haben Sie das staatliche Denkmalschutzamt darüber informiert, daß neben der alten St.-Laurentius-Kirche ein Supermarkt entstehen soll. Die zuständigen Archäologen haben nun Zeit, vor Baubeginn den Diekircher Stadtkern auf interessante historische Überreste hin zu untersuchen. Warum soll das nicht in der Stadt Luxemburg möglich sein?

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A propos de "littératures luxembourgeoises?"

Un certain philosophe célèbre dit qu’est vrai ce qu’on perçoit avec clarté. Ainsi depuis longtemps j’ai vu très clairement en Georges Hausemer un écrivain ayant reçu une formation de germaniste, mais j’apprends de lui que ma belle vision claire et distincte est fausse, et je lui présente mes excuses. Voici ce qu’il m’écrit:

Carlo Schneider

  1. Lëtzebuerger
    Cartoon Concours

"Richteg as, datt ech (an dat nët ganz ouni Absicht) ni Germanistik studéiert hun an och ni versicht hun, an den Enseignement ze goen. Mä ech hun vun 1976 bis 1981 zu Salzburg an zu Mainz Publizistik an Romanistik (Spuenesch) studéiert, dunn ofgebrach, also ni e Studium ofgeschloss, fir mech duerno ausschliesslech dem literarëschen an dem paraliterarëschen Schreiwen an dem Iwwersetzen ze widmen."

En deuxième lieu, Mars Klein m’a rappelé que si, lors de la remise à Edmond Dune du premier prix littéraire national/prix Batty Weber, le ministre des Affaires culturelles Robert Krieps a fait son discours en luxembourgeois, c’est qu’il respectait les préférences de la radio et des auditeurs du programme luxembourgeois.

Dans le "Discours de la méthode" du champion de la distinction et de la clarté, j’ai retrouvé récemment une note sur les auteurs luxembourgeois et cette note m’a fait regretter de ne pas avoir mentionné dans mon article les excellentes poésies que Robert Gliedner donne aux "Cahiers Luxembourgeois" depuis que Nic Weber les a fait revivre.

Et la lecture de Cicéron voici quelques jours m’a amenée à recommander aux élèves le roman que Bernard Hermes, en 1980, a consacré à Catilina: "Les hauteurs qui tuent". L’ouvrage a paru à Paris, à la "Pensée universelle". Le romancier luxembourgeois voit en Catilina un homme généreux, agissant sous l’influence d’un idéal de justice sociale et qui préfère une mort héroïque à la vie mesquine des hommes médiocres.

Rosemarie Kieffer

Ausländerumfrage

"forum" hatte in Nr. 122 eine Studie des "Service d’Innovation et de Recherche Pédagogique" des Erziehungsministeriums über das Bild des Ausländers bei den Luxemburgern vorgestellt und kritisiert. Außerdem war die Frage nach einer Enquête bei den Ausländern aufgeworfen worden, die immer noch nicht veröffentlicht sei.

In einer parlamentarischen Anfrage wollte der LSAP-Abgeordnete Marc Zanussi wissen, wie der Erziehungsminister die beiden Umfragen zu verbreiten gedenke. Hier seine Antwort:

"(…)Les résultats de l’enquête ont été publiés au Courrier de l’Education Nationale, en mars 1990. Pour le moment, le Ministère de l’Education n’envisage point d’autres divulgations du sondage susmentionné ni des opinions émises par des étrangers résidant au Luxembourg."

Der Minister sagt leider nicht, warum die zitierte Nummer des "Courrier de l’Education Nationale" gar nicht zur allgemeinen Verteilung gelangte und weshalb die Umfrage unter den Ausländern über die Schulprobleme ihrer Kinder bislang überhaupt nicht veröffentlicht wurde.
m.p.

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