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Dans un excellent article publié au Lëtzebuerger Land du 12 mars 2004 Josée Hansen fait le point sur les réformes nécessaires en vue d’un contrôle plus efficace des dépenses publiques par la Cour des comptes. On sait que notamment le Fonds d’urbanisation et d’aménagement du Kirchberg avait tenté de se soustraire à ce contrôle. Comme une loi-cadre sur les établissements publics fait toujours défaut et ne semble pas être dans les intentions du gouvernement, la commission parlementaire du contrôle de l’exécution budgétaire vient de proposer d’amender la loi de 1999 instituant la Cour des comptes dans le sens de lui attribuer aussi le contrôle des personnes morales de droit public qui sont déjà soumises à un autre contrôle par la loi. Seraient visés les établissements publics (p. ex. l’Université du Luxembourg, le Centre national sportif et culturel ‚La Coque‘ ou le Centre culturel Neumunster) qui pour le volet de leurs recettes qui ne proviennent pas du budget de l’Etat sont obligés de se faire contrôler par un réviseur d’entreprises, ou les administrations communales contrôlées par le Service de la comptabilité des communes du ministère de l’Intérieur. Quand on sait que bien des scandales financiers de ces dernières années, le scandale Parmalat p. ex., sont dus à des défaillances des réviseurs d’entreprises, une profession certes assemblée, mais libérale, cette intention est parfaitement compréhensible et serait certainement saluée par le contribuable. Comme l’argument principal sur lequel repose ces revendications légitimes est celui du contrôle de ce qu’il advient de l’argent provenant de l’Etat, la question qu’il faudra logiquement ajouter à celles évoquées par Josée Hansen concerne les asbl et autres organismes de droit privé qui reçoivent des subventions de l’Etat: seront-elles dorénavant aussi sujettes au contrôle de la part de la Cour des comptes?

Il y a quelques années le ministère de la Culture avait chargé l’Inspection générale des Finances, dépendant du ministère des Finances, d’un contrôle de la trésorerie de l’Institut d’Echternach, responsable du Musée de l’abbaye. Cette façon de procéder, unique en son genre, nous paraît en tout cas

reposer sur une base légale plus que tenue. Une inspection de la part de la Cour serait certainement juridiquement plus propre et appropriée, mais ne risquerait-on pas d’exagérer l’esprit de surveillance et de contrôle, de brider l’autonomie de l’initiative privée et de freiner le bénévolat qu’on prétend d’autre part vouloir encourager? Une formulation plus claire des exigences légales auxquelles doivent se plier les asbl et autres fondations en matière de finances, budget, rapports, enregistrements au Registre du Commerce et des Sociétés aiderait mieux les responsables à observer la législation en vigueur qu’un contrôle tatillon post festum.

Par contre il devrait être interdit aux ministères de créer des asbl pour gérer des initiatives qui relèvent de leur ressort et qui n’ont pour objet que de se défaire de certaines lourdeurs bureaucratiques, de soustraire ces projets au contrôle politique sous prétexte qu’il s’agit d’initiatives privées alors que les conseils d’administration sont composés uniquement de responsables politiques et de fonctionnaires actuels ou à la retraite, voire de contourner le numerus clausus pour l’embauche de fonctionnaires. Créant une asbl pratiquement pour chaque exposition dont il était le responsable, le ministère de la Culture était passé maître dans cet art de faire passer pour des initiatives privées des initiatives dont il aurait dû assumer lui-même la responsabilité politique et financière (cf. pour plus de détails voir forum n° 184/mai 1998: ‚Unorthodoxe Vereine‘, p. 3-8).

m.p.

Kirchliche Stellungnahme zur PACS-Debatte

Im Dossier seiner letzten Ausgabe (vgl. Nr. 243, S. 41-42) fasste forum den kirchlichen Standpunkt zur Frage nicht ehelicher Partnerschaften auf Grundlage zweier Stellungnahmen des Erzbistums Luxemburg vom April 2002 und August 2003 zusammen. Wir äußerten dabei die Vermutung, die Kirche wolle sich möglicherweise aus der gegenwärtigen Debatte zum Thema heraushalten, um weder der Initiative der CSV noch dem offiziellen Kurs der Weltkirche zu widersprechen.

Mit Datum vom 16. März hat Erzbischof Fernand Franck unter dem Titel „Ehe und Familie für die Zukunft des Menschen und der Gesellschaft schützen“ nun Stellung zum Thema bezogen. „Soweit es beim vorliegenden Projekt nicht um die Schaffung einer neuen Rechtsinstitution geht, sondern um die Regelung punktueller Fragen und Probleme, die sich aus faktisch bestehenden Partnerschaften ergeben, nicht zuletzt im Sinn von Schutzmaßnahmen für den schwächeren Partner in solchen Verbindungen, hat die Kirche keine grundsätzlichen Einwände vorzubringen. Denn auch sie weiß sich dem Schicksal aller Menschen in Respekt und Mitgefühl verbunden.“

Der Erzbischof warnt jedoch davor, dass eine Bündelung der entsprechenden Maßnahmen ungewollt zu einer neuen Rechtsinstitution führen könnte. „In diesem Zusammenhang ist der Vorschlag der zuständigen Kommission der Abgeordnetenkammer, die Partnerschaftserklärung von der Kanzlei des Friedensgerichtes auf das Zivilstandsamt der Gemeinde zu verlagern, nicht unbedenklich. Denn durch die Symbolwirkung, die von der Identität des Ortes ausgeht, und durch die nicht auszuschließende zeremonielle Ausschmückung des Verwaltungsaktes entsteht leicht eine Schieflage, die auf die Dauer zu einer Angleichung an die Heirat führen könnte. Hier ist erhöhte Wachsamkeit geboten, damit das klare Profil der Ehe als erstrebenswerte und erfüllende Lebensform nicht verwischt wird. Dass diese Besorgnis nicht unbegründet ist, belegt unter anderem die Anfrage des Staatsrates, ob es nicht angebracht wäre, die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zugänglich zu machen.“

Die Kirche müsse gegen die damit angebahnte Entwicklung entschieden Einspruch erheben, denn „im Dienst an der Weitergabe des Lebens, finden auch die besonderen Rechte und Vergünstigungen, die der Ehe eigen sind, ihre innere Legitimierung.“ Die Sorge um die Erhaltung der Grundwerte, zu denen Ehe und Familie gehören, sei „nicht weniger als die Bewahrung und Pflege der Umwelt und der natürlichen Ressourcen, fester Bestandteil einer um Nachhaltigkeit bemühten Fortschrittspolitik.“

forum

„Mann oh Mann“: ein Väterwochenende in Luxemburg

Am Wochenende vom 14. bis zum 16. Mai veranstaltet die Initiativ Liewensufank ein Seminar für Väter in Arsdorf (im Nodern Luxemburgs). 1986 wurde die „Initiativ Liewensufank“ von engagierten Eltern und Hebammen gegründet. Ziel der gemeinnützigen Beratungsstelle ist es, die Bedingungen rund um die Geburt zu verbessern. Das bedeutet auch, die Rolle des Vaters vor, während und nach der Geburt zu stärken. Im Kurs- und Beratungsangebot, welches im Rahmen des Projektes „Aktive Vaterschaft – von Anfang an“ organisiert und umgesetzt wird, wird dieses Ziel verfolgt. Es soll die Basis geschaffen werden, damit Väter die Zeit der Schwangerschaft möglichst aktiv miterleben, bei der Geburt hilfreich anwesend sind und nach der Geburt sich mit den Müttern Berufs- und Familienaufgaben möglichst gleichberechtigt aufteilen. In Väterstammtischen in Itzig und Baschleiden können (werdende) Väter Erfahrungen austauschen, in den Geburtsvorbereitungskursen für Paare wird das Thema „Vaterschaft und Partnerschaft“ als wichtiger Teil behandelt. In zahlreichen anderen Angeboten (Babymassage für Väter, Vorträgen über die Vaterrolle u.a.) werden Väter zu einer aktiven Übernahme ihrer neuen Rolle in der Familie ermutigt.

Im Wochenendseminar „Mann oh Mann“ vom 14. bis zum 18. Mai ist die Bewältigung der Vaterrolle das zentrale Thema. Mit der Geburt eines Kindes kommt es zu tiefgreifenden Veränderungen. Der Mann muss als Vater seine Rolle im Beruf respektive in Bezug auf Familie und Haushalt neu definieren. Auch die Partnerschaft kann durch die neue Herausforderung einer Belastungsprobe unterzogen werden. Im malerisch gelegenen Arsdorf sollen (werdende) Väter in einer einladenden Umgebung ihre Erfahrungen austauschen und neue Anregungen erhalten. Folgende Fragen sollen u.a. behandelt werden: Was entdecke ich wieder (oder neu), wenn ich mich an meine Kindheit erinnere? Wie erfahre ich mich als Mann, seitdem ich Vater bin? Wie halte ich Beruf, Familie und Freizeit in einer guten Balance? Welche Kompetenzen werden als Vater von mir gefordert?

Für weitere Informationen und Anmeldungen können sich Interessierte an die Initiativ Liewensufank wenden unter Telefon 360598 oder postalisch 20, rue de Contern, L-5955 Itzig.

Initiativ Liewensufank

Attac kritisiert Nominierung von Horst Köhler zum Kandidaten für die deutsche Präsidentschaft

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac kritisiert die aussichtsreiche Nominierung des IWF-Direktors Horst Köhler für das Amt des deutschen Bundespräsidenten durch CDU/CSU und FDP. „Köhler steht für die neoliberale Politik des Internationalen Währungsfonds, die nicht den Menschen, sondern den multinationalen Konzernen dient“, sagte Peter Wahl, IWF-Experte bei Attac. „Es ist völlig konsequent, dass die neoliberale Einheitspartei solche Kandidaten aufstellt. Als nächstes wird vermutlich Weltbank-Präsident James Wolfensohn als Bundeskanzler nominiert.“

Zwar habe Köhler sich verbal für eine Änderung der breit kritisierten IWF-Politik eingesetzt, doch faktisch habe er die unsozialen, entwicklungsfeindlichen Maßnahmen stets mitgetragen, wie derzeit am Beispiel von Argentinien zu sehen sei. „Köhler ist ein rhetorischer Süßholzraspfer: Er verpackt die Politik des IWF verbal in Watte, aber wenn es darauf ankommt, exekutiert er knallharte neoliberale Maßnahmen“, so Wahl.

Köhlers Erfahrung mit den so genannten Strukturanpassungsprogrammen, mit denen der IWF den Entwicklungsländern harte Einschnitte in staatliche Leistungen und Sozialsysteme verordnet habe, lasse für die deutsche Politik nichts Gutes ahnen, sagte Wahl: „Mit Horst Köhler wird das Bundespräsidialamt wieder Teil des neoliberalen Machtzentrums.“

Sven Wagner (attac)

Foltervorwürfe gegen US-Truppen in Afghanistan

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat in einem 95-seitigen detaillierten Bericht den US-Streitkräften in Afghanistan schwerwiegende Misshandlungen von gefange-

nen Soldaten und Zivilisten vorgeworfen. Der Bericht trägt den Titel „Enduring Freedom“ – Misshandlungen der US-Truppen in Afghanistan. „Enduring Freedom“ – dauerhafte Freiheit – ist auch der Name des US-geführten Kampfeinsatzes in Afghanistan.

Es gebe klare Hinweise, dass US-Soldaten Gefangene folterten, teilte die US-amerikanische Menschenrechtsorganisation in ihrem Bericht mit. Zivilisten seien willkürlich unter Anwendung „exzessiver Gewalt“ und anscheinend auf Grundlage falscher Geheimdienstinformationen festgenommen worden.

Der Sprecher der US-Truppen, Bryan Hilferty, warf dem HRW-Bericht Blauäugigkeit vor: „Afghanistan ist ein Kriegsgebiet, und wir folgen den Gesetzen des Krieges“, sagte er. „Wir nutzen die Genfer Konvention als Richtlinie und versuchen, sie zu befolgen.“ Bei der Anwendung von Gewalt gehe man vorsichtig vor.

HRW betont, viele der im Bericht dokumentierten Vorfälle seien „selbst im Rahmen von Krieg nicht zu entschuldigen“. Menschenrechtsverletzungenradikal-islamischer Rebellen wie der Taliban könnten keine Rechtfertigung dafür sein, dass sich auch die US-Streitkräfte über das Menschenrecht hinwegsetzen. Unterstützung bekam HRW von der Unabhängigen Menschenrechtskommission in Afghanistan. Deren Vorsitzende Simar Samar unlängst dem britischen Sender BBC bestätigte, „in einigen Fällen“ würden US-Truppen außerhalb des Gesetzes operieren.

Der HRW-Bericht zitiert Afghanen, die im US-Hauptquartier in Bagram bei Kabul nach eigener Aussage über Wochen gefesselt blieben. Mehrere frühere Gefangene sagten HRW, sie seien geschlagen oder getreten oder mit Schlafentzug gequält worden. Sie seien gezwungen worden, bewegungslos in schmerzhaften Körperhaltungen zu verharren. Einer gab an, im Winter mit kaltem Wasser überschüttet worden zu sein. HWR warf dem Pentagon vor, den Tod von drei Gefangenen nicht hinreichend geklärt zu haben.

Zivilisten beklagten, bei Hausdurchsuchungen von US- oder afghanischen Truppen misshandelt worden zu sein. HRW kritisierte eine unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt der US-Streitkräfte. So würden Kampffhubschrauber auch in Wohngebieten eingesetzt.

Thomas Wolter

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