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Was "forum" seit Monaten angekündigt hat, ist mittlerweile offiziell: LW und Télécran wollen einen privaten Radiosender für sich allein aufziehen und fordern die entsprechenden Frequenzen. In der übrigen Presse hat es darob, über alle politischen Meinungsdifferenzen hinweg, lautstarke Proteste gegeben. Die Kombination der beiden Presseorgane, von denen eins als Tageszeitung schon eh eine marktbeherrschende Stellung einnimmt, mit einem das ganze Land erreichenden Radiosender würde nämlich nicht nur direkt eine den demokratischen Meinungsbildungsprozeß bedrohende Machtposition im Informationssektor erlauben, sondern mittelfristig auch wegen der Umverteilung der Werbeeinnahmen die wirtschaftliche Existenzgrundlage aller andern Luxemburger Medien (außer RTL) ernsthaft in Gefahr bringen.
Zu den Argumenten, die von der etablierten Presse schon vorgebracht wurden, möchten wir jene hinzufügen, die in den Texten des katholischen Lehramts zum Thema Pressevielfalt enthalten sind und die immerhin denselben Stellenwert haben, wie etwa jene über Abtreibung oder Genmanipulationen.
Zitiert seien zuerst ein paar Auszüge aus "Communio et Progressio", einer Pastoralinstruktion von 1971 über die Instrumente der sozialen Kommunikation:
§ 21: (Die Instrumente der sozialen Kommunikation) vermehren einerseits den menschlichen Fortschritt. Andererseits können sie eine Vielzahl von Problemen mit sich bringen, an deren Lösung man beständig arbeiten muß. (…) Wie läßt sich vermeiden, daß durch die Konzentration der Medien in den Händen ganz weniger ein wirkliches Gespräch in der Gesellschaft verhindert und die Gemeinschaft zerstört wird? (…)
§ 34: Der heutige Mensch braucht eine zuverlässige, klare, vollständige und genaue Information. (…) Jeder (muß) über ein hinreichend vielfältiges Angebot von Instrumenten und Einrichtungen der sozialen Kommunikation verfügen. Ohne eine Vielzahl voneinander unabhängiger Informationsquellen wäre der Gebrauch des Informationsrechts völlig gegenstandslos.
§ 62: (…) Weil die Medien eine gesunde wirtschaftliche Basis brauchen, können nur jene überleben, bei denen die Werbung größere Gewinne abwirft. Das begünstigt Monopole, gefährdet das Informationsrecht und erschwert das Gespräch der Gesellschaft. Der Pluralismus im Gebrauch der Medien muß mit allen Mitteln, gegebenenfalls auch durch eine geeignete Gesetzgebung erhalten werden. Das schützt auch vor der Gefahr, die zweifellos besteht, daß die Werbeetats fast ausschließlich den großen Medien zufließen.
§ 87: (…) Es unterliegt heute keinem Zweifel, daß eine Kommunikationsgesetzgebung erforderlich ist. Sie muß eine ausreichende Vielfalt in den Medien wirksam schützen vor dem Druck wirtschaftlicher Marktgesetze, der eine übermäßige Konzentration zu erzwingen droht. (…)
Auch die IV. Luxemburger Diözesansynode hat in ihrem Beschluß von 1979 über "Die sozialen Kommunikationsmittel" vor den Gefahren der Konzentration im Medienbereich gewarnt:
§ 930: Die Funktion der Meinungsbildung der SKM darf sich nur unter dem Zeichen der für eine demokratische Gesellschaft charakteristischen Freiheit vollziehen. Das führt zu einem natürlichen und legitimen Meinungspluralismus innerhalb der in freier Kompetition zueinander stehenden Medien.
Typisch für diese Situation ist die Vielfalt der Presseorgane, die gerade aus diesem Grund zu bejahen und zu beschützen ist. Zu wünschen ist darüber hinaus, daß (…) ein Pluralismus der Meinungen in dem einzelnen Organ selbst seinen angemessenen Niederschlag findet. (…)
§ 940: Leitsatz 8: (…) Wo immer im Bereich der Massenmedien Monopolsituationen vorliegen, müssen geeignete Vorkehrungen getroffen werden, um daraus resultierende mögliche Mißbräuche auszuschließen.
§ 942: Wie bereits dargelegt, begünstigt die Eigenart gewisser Kommunikationstechniken (…) die Entstehung von Monopolsituationen zugunsten der Produzenten. Zusätzliche Monopole oder Oligopole
(…) können auf Grund der Marktentwicklung oder infolge von Absprachen unter Produzenten oder Verteilern entstehen. Die Natur der SKM bringt es mit sich, daß sich derartige Situationen, über die Frage der wirtschaftlichen Ausbeutung hinaus, auf dem Gebiet der Information und der Meinungsbildung in einer Weise auswirken, die auch politisch gefährlich werden kann.
Wir sind gespannt zu erfahren, was die LW-Redaktion, die ihr Monopol und ihre Erweiterungsabsichten im Radiobereich mit dem Argument des Wirtschaftsliberalismus verteidigt (den schon Papst Leo XIII. verurteilt hat), auf diese Texte zu antworten hat. m.p.
PARTAGEONS L’AVENIR
VENEZ A LA FETE ATD QUART MONDE
La culture: la clé de l’avenir du Quart Monde sera le thème de cette fête qui aura lieu de 14 à 24 heures aux Trois Glands le dimanche 12 juillet 1987.
Ce jour-là, de nombreux stands d’animation vous inviteront, vous et vos enfants, à la fête autour du livre, de l’outil, de l’ordinateur, avec les enfants, jeunes et adultes du Quart Monde. Une fanfare, des danses folkloriques hongroises, une chorale, une montgolfière et un bal en soirée sont également au programme.
Pour ATD QUART MONDE, dont le but est de détruire la misère, la culture et le savoir sont les clés de libération de la misère, les moyens privilégiés pour l’Homme de vivre dans la dignité en jouissant de ses droits et en assumant ses responsabilités.
C’est pourquoi depuis 30 ans, le partage du savoir est l’axe fondamental des actions menées par le Mouvement avec les familles très défavorisées.
Le partage du savoir est une réponse:
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au cri des enfants: "Si on ne sait rien, personne ne nous écoute. On n’existe pas."
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à l’appeil des jeunes: "On peut être utile, on peut avoir un métier, être respecté."
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au souci des parents: "Je veux que mes enfants apprennent à lire, à écrire, pour avoir un métier. Sinon, ils seront comme moi, considérés comme bons à rien."
Venez soutenir par votre présence le droit à la culture pour tous.
Nous vous attendons aux Trois Glands le 12 juillet
JUSTICE AU COEUR
Grosses Fest der "Initiativ Liewensufank"
Am Sonntag, den 28. Juni, findet im Oeko-Zenter, 6, rue Vauban im Pfaffenthal, das erste Fest der "Initiativ Liewensufank" statt, einer Organisation die letztes Jahr von einer Gruppe Eltern gegründet wurde mit dem Ziel, die Bedingungen rund um die Geburt zu verbessern.
Auf dem Fest gibt es jede Menge Info-Stände, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Vertreten sind natürlich die "Initiativ Liewensufank", la Leche League Luxembourg, UNICEF, Heilpädagogischer Frühförderungsdienst, Association des Sages-Femmes. Ausserdem gibt es Verkaufsstände mit vollwertiger Nahrung für Säuglinge und Kleinkinder, Naturtextilien, Stoffwindeln und Windelhöschen, Babykleider, Felle, Strümpfe und Holzspielzeug.
Wer billig Umstands- und Babykleider einkaufen möchte, kann dies auf dem Second-Hand-Markt tun.
Während des Festes werden ebenfalls Filme zum Thema Stillen und Geburt gezeigt. So können die Interessierten sich "Das Fest der Geburt" sowie "Geburt ohne Gewalt" von Frederick Leboyer ansehen. Der Film "Katharina, komm" berichtet über eine ambulante Geburt, "Schantala" ebenfalls von Frederick Leboyer zeigt wie "Babymassage geht und der Film "Robin und Philip – zwei Kinder werden gestillt" geht auf den Stillvorgang ein.
Selbstverständlich wurde auch an die kleinen Festbesucher gedacht. Von 15.00 bis 18.00 Uhr findet Animation für Kinder von 2 bis 6 Jahren statt. Wer Hunger hat, kann sich ebenfalls auf dem Initiativ-Liewensufank-Fest versorgen. Diejenigen, die sich dann etwas zurückziehen möchten, sollten einer Blick in die Bibliothek der Initiativ Liewensufank werfen. Hier gibt es über 100 Bücher, die sich mit den Themen Schwangerschaft, Geburt, Stillen, Leben mit Kindern usw. beschäftigen.
Der Eintritt beträgt 100 Franken, Kinder sind frei.
Als partizipative Debattenzeitschrift und Diskussionsplattform, treten wir für den freien Zugang zu unseren Veröffentlichungen ein, sind jedoch als Verein ohne Gewinnzweck (ASBL) auf Unterstützung angewiesen.
Sie können uns auf direktem Wege eine kleine Spende über folgenden Code zukommen lassen, für größere Unterstützung, schauen Sie doch gerne in der passenden Rubrik vorbei. Wir freuen uns über Ihre Spende!