Ernesto Cardenal – ein produktives Ärgernis
Laudatio bei der Öberreichung des Friedenspreises (Schluss)
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Dieses neue gesellschaftliche Lernen, diese Art von »Volkskultur«, von Basisaufklärung im Interesse von Identitätsbildung ist unserer westlichen Zivilisation ebenso fremd wie den östlichen Sozialismen. Wäre hier womöglich für uns nicht nur etwas zu bewundern, sondern auch produktiv nachzuahmen oder zu übernehmen? Ich weiß, daß ich mich mit einer solchen Frage schnell dem Verdacht der Naivität aussetze. Wie schon könnte unsere hochentwickelte und hochkomplexe Gesellschaft am Nicaragua Cardenals ein Vorbild politischer Kultur des Friedens finden? Doch, was heißt »Entwicklung«? Mißt man sie am Wirtschaftswachstum und am Bruttosozialprodukt, sind wir gewiß hochentwickelt. Nimmt man aber als Maßstab von »Entwicklung« die Kraft zur Identitätsbildung, dann könnte dieses Nicaragua, das ökonomisch nicht nur unser schwach entwickelter Partner, son-
sondern auch unser Opfer ist, kulturell unser Vorbild sein.
Auch wir stehen ja vor der Aufgabe einer neuen Identitätsbildung. Sie ist in meinen Augen das entscheidende politisch-kulturelle Friedenswerk, das uns, den Bürgern dieser Ersten Welt, heute aufgegeben ist. Eines der epochalen Kennzeichen unserer Situation ist, daß die Dritte Welt unausweichlich und unwiderruflich in unsere eigene sozial-ökonomische und politische Situation eingerückt ist. Diese Tatsache gehört heute zu den Ausgangspunkten jeder Friedensgestaltung. Sie verbietet eigentlich jeden taktischen Provinzialismus unserer Politik und auch jeden eingeschliffenen Eurozentrismus unseres politischen Weltbildes; jene Betrachtungsweise also, welche die aufgebrochenen Gegensätze zwischen den armen Ländern der Dritten Welt und den reichen der Ersten durch ein sanft gleitendes, allemal von uns gesteuertes Entwicklungs-
konzept zu überbrücken hofft, ohne daß bei uns selbst einschneidende Veränderungen gefordert wären. Wer Opfer so zu schwach entwickelten Partnern umstilisiert, macht Apathie zum Fundament seiner politischen Kultur. Die aber würde am Ende nur in besinnungslose und perspektivenlose Selbstbehauptung, nicht aber in die politische und moralische Gestaltung des Friedens führen. Diese Friedensgestaltung fordert in der Tat eine neue gesellschaftliche Identitätsbildung bei uns: Wir können unsere eigene soziale und politische Identität nicht mehr ohne Rücksicht auf die Armut, das Elend und die Unterdrückung in der Dritten Welt definieren – und nicht gegen sie! Diese neue Identität ist noch nicht politikfähig. Sie ist Aufgabe einer politischen Kultur des Friedens.
Die uns in unserer politischen Kulturgeschichte vorgegebenen Muster der Identitätsbildung reichen für sie nicht aus. Der bürgerliche Individualismus hat im Gefolge von Reformation, Aufklärung und Französischer Revolution und den mit ihnen zusammenhängenden Wirtschaftsstrukturen die Idee des Individuums so abstrakt und isoliert vorgetrieben, daß die historisch herausgebildete bürgerliche Individualität heute nur noch schwach solidarisierungsfähig ist. Es bedürfte aber gerade einer starken Fähigkeit zur Solidarisierung, um bei der Bildung dieser neuen gesellschaftlichen Identität die unverzichtbaren Errungenschaften bürgerlicher Freiheitsgeschichte und Aufklärungsgeschichte zu retten und die Barbarei einer politischen Negation des einzelnen abzuwenden. Die europäische Aufklärung ist bis heute zu dualistisch geblieben; immer noch reproduziert sie den Gegensatz zwischen Kultureliten und kulturell isoliertem Volk, zwischen einer Art Expertenkultur und kulturell verarmter Basis. Ich erinnere hier nur an die Kulturkatastrophe in der Nazizeit. Warum hat eigentlich das Volk, als ihm der Kulturterror der Nazis seine beste Literatur, seine größte Kunst raubte und schändete, sich nicht wirksamer gewehrt? Nur aus Opportunismus nicht, aus politischer Feigheit nicht, weil »das Volk« so viel feiger war als die verfolgten Kulturträger? Oder vielleicht auch deswegen nicht, weil »das Volk« diese Kulturgüter zu wenig als seine eigenen erkennen konnte?
Ich riskiere es deshalb, auch bei uns von der Notwendigkeit einer politischen Basiskultur zu sprechen (wobei ich das Wort »Basis« auch deshalb bevorzuge, weil man bei uns, aus historischen und auch soziologischen Gründen, das Wort »Volk« in diesem Zusammenhang nicht mehr ungeniert gebrauchen kann). Diese Basiskultur hätte bei uns endlich die »halbierte Aufklärung« zu überwinden, in der zu ausschließlich der Besitzbürger der Träger politischer Kultur war und andere Gruppen und Klassen kulturell entwichtigte oder auch gänzlich unsichtbar machte.
Es gibt bei uns durchaus schon Ansätze zu einer solchen Basiskultur. Ich beschränke mich auf einen Hinweis aus jenem Kulturbereich, der mir am vertrautesten ist, den Bereich der Religion und der Kirche. Gerade unter
Chrëschtdag am Nicaragua
Am mittelamerikanische Nicaragua hat d’est Joer di revolutionär Regierung mat Zoustämmung vun de Bëscheef de Geschäftsleit verbueide mat Chrëschtdag Reklam ze man. D’Awunner vu Nicaragua sollte nët duerch entspriechend Publizitéit derzou verfouert gin, fir di Chrëschtdeeg méi anzekafen wi normal an onnëtz Suen ewegzein, well d’Nout am Land as grouss genuch an’t gi Saachen di d’Leit méi néideg brauche wi Chrëschtcadeauen.
Aus chrëschtlecher Perspektiv sollt een sech froen, ob d’est Aart a Weis fir Chrëschtdag ze feieren nët éischter de Wënsch vum Kand am Vëihtrach entsprecht wi dee bei ons übleche Konsumterror! Wéi wäer ët, wann d’next Joer och zu Lëtzebuerg d’Geschäftsleit géifen ob speziell Chrëschtdagsreklamen verzichten? E Gesetz wi am Nicaragua as bei ons vläicht emol nët néideg. Et géif wuel duergoen, wann all kathoulesch Zeitungen esou Reklamen am Dezember géife refuséieren … De Sënn vun där Gebuert an der Krëpp, di mer jo deen Dag feieren, géif bestëmmt ville Leit méi kloer gin!
dem Eindruck, daß die armen Kirchen der Dritten Welt nicht nur Fürsorgefälle für unsere reichen Kirchen hierzulande sind, sondern daß wir um unserer christlichen Identität willen auf die religiös-politische Prophetie dieser Kirchen zu achten hätten, bildet sich bei uns behutsam so etwas wie eine Basisreligion aus, eine Art Basiskirche im Unterschied zur reinen Betreuungskirche oder auch zur bürgerlichen Servicekirche. Sie ist vergleichsweise auch politisch viel bewußter und differenzierter – aber eben nicht in dem Sinn, in dem man einer Basiskultur gern schlechte Politisierung der Kultur vorwirft: sie unterwirft und beugt sich nämlich nicht einer vorgefaßten, anderweitig bereits in Geltung gesetzten Politik; sie ist vielmehr an der Entstehung eines neuen politischen Bewußtseins beteiligt, damit die uns unerbittlich abverlangte neue Identitätsbildung endlich in einem demokratischen Sinn politikfähig werde.
Ich zögere nicht, diesen Prozeß einer politischen Basiskultur als unsere Art der Nachalphabetisierung zu bezeichnen. Für sie kann das Nicaragua Cardinals wenn schon nicht ein unmittelbares Vorbild, so doch ein kräftiger Anstoß sein. Die Kraft einer politischen Kultur erweist sich allemal daran, inwieweit sie fähig ist, sich selbst in der Begegnung mit anderen politischen Kulturen zu entwickeln.
DER »NEUE MENSCH« DES FRIEDENS, DORT UND HIER
In einem Gespräch mit Hermann Schulz, seinem Wuppertaler Verleger, der sich wie kein anderer um die Präsenz
des Dichters und seines Landes bei uns verdient gemacht hat, sprach Cardenal – provozierend genug – von der »Heiligkeit der Revolution«. Ehe wir protestieren oder differenzieren, sollten wir vielleicht an all das denken, was wir unsererseits lautlos heiliggesprochen haben, was uns längst zum säkularen Mythos geworden ist: unsere bürgerliche Unnahbarkeit; der Mythos unserer mittel-europäischen Entwicklungslogik, derzufolge wir allemal die Spitze der gesellschaftlichen Evolution darstellen; der Mythos von der Unveränderlichkeit unserer bürgerlichen Gesellschaft, dem alles unterworfen ist, der alles
durchdringt, auch die Religion, so daß sie inzwischen zur bürgerlichen Religion geriet, zur politischen Religion der Bürger, in der unsere Gesellschaft noch einmal sich selbst befestigt und in der Gott zwar zitierfähig bleibt, aber kaum anbetungswürdig erscheint, weil er nicht eingreift, nicht stürzt und aufrichtet, sondern – als »Wert« – unsere vorgefaßte bürgerliche Identität überwölbt. Gleichwohl möchte ich das Wort Cardenals nicht aufnehmen. Ich möchte lieber von der Einsamkeit und Verletzlichkeit dieser Revolution und des in ihr gesuchten und gefeierten »neuen Menschen« des Friedens sprechen. Schließlich hat die Stabilität dieses Friedensprojekts ihre allemal prekären Voraussetzungen.
Einmal hängt sie, nach allem, was ich vorhin sagte, auch am Gelingen einer Friedenskultur bei uns. Auch bei uns muß es diesen »neuen Menschen« des Friedens geben; auch bei uns muß sich ein neues gesellschaftliches Individuationsprinzip durchsetzen, das weder in den bürgerlichen Individualismus noch ins subjektlose Kollektiv führt, sondern in eine neue Solidarität, in der wir Menschen dieser Ersten Welt unsere soziale und politische Identität nicht mehr gegen andere, gegen Menschen schwächerer Länder und Klassen durchsetzen, sondern mit ihnen. Diese »Umkehr zum Frieden« (biblisch heißt sie »Umkehr der Herzen« und bezeichnet keineswegs einen reinen Gesinnungswandel, weil der reine Wandel der Gesinnung auch die Gesinnung nicht ändert): diese »Umkehr zum Frieden« wäre unser grundlegender Beitrag zum Friedensprojekt Nicaraguas.
Natürlich gibt es auch innere Voraussetzungen für eine dauerhafte Entfaltung der revolutionären Friedenskultur dort. Davon kann Ernesto Cardenal viel besser sprechen. Dennoch möchte auch ich abschließend auf sie hinweisen dürfen – und dies mehr in der Form der Bitte und der Erwartung. »Verzeihen«, so hat mir Tomás Borge, der im revolutionären Widerstand selbst schwer gefolterte Innenminister des Landes, versichert, »Verzeihen ist für uns eine revolutionäre Tugend.« Und das neue Nicaragua hat damit ernst gemacht, hat die Todesstrafe abgeschafft und sucht die ehemaligen Feinde der Revolution nicht zu vernichten, sondern nach seinen Kräften und Möglichkeiten zu resozialisieren. Freilich, verzeihen kann eigentlich nur, wer sich selbst auch für schuldfähig hält. Und so wird es für alle wichtig sein, daß der »neue Mensch« des Friedens in Nicaragua sich selbst auch für schuldfähig erachtet, und dies gerade im Namen seines revolutionären Gewissens! Denn schuldfähig sein ist eigentlich nicht ein Zeichen der Ohnmacht und der Unterdrückung, sondern eine der großen Zumutungen an die menschliche Freiheit.
Irgendwann wird die erste Begeisterung über das Gelingen der Revolution verklingen und der quasi messianische Glanz über dem neuen Land verdämmern. Dann kann diese moralische Einschätzung der Revolution, diese Bereitschaft des revolutionären Lebens zur eigenen Schuldfähigkeit das freie Nicaragua davor bewahren, die in ihm auftauchenden Konflikte und Widersprüche schlichtweg nach außen zu projizieren und die neu gewonnene Identität an der Wurzel durch neue Verfeindungszwänge zu befestigen. Ich weiß, eine solche Zumutung ist groß, doch groß ist auch die Hoffnung, die sich an dieses Land knüpft.
Lieber Ernesto, ich habe den Willen zu solcher Friedensgestaltung bei Dir, bei Deinen politischen Kampfgenossen, bei den Menschen Deines Landes erlebt. Ich weiß, daß Du als Sieger nicht vergessen wirst, was Du als Verfolgter über die Ausübung der Macht, über Säuberungen und Gewalt gesagt hast. Und Ihr werdet auch, sollte es nötig sein, jenen anderen revolutionären Mut haben, nicht nur den ersten zum revolutionären Widerstand gegen Unterdrückung und Ausbeutung, sondern auch den zweiten Mut des Widerstands gegen alles, was im Sieg die Ideale dieser Revolution zu verraten und zu schwächen droht. All das macht Eure Revolution so verletzlich in dieser friedlosen, gewalttätigen Welt. Aber eben auch so verheißungsvoll. Es macht sie zu einem im Rücken der Weltpolitik listig eingeführten Experiment einer neuen Friedenskultur. Mißlänge es, so oder so, wir wären alle um eine Friedenshoffnung ärmer. Dieser Hoffnung aber gilt Deine Arbeit, Dein poetischer und politischer Kampf für Nicaragua – und für uns. »Nicaragua libre« es no solo una realidad, sino también una esperanza!
COMMUNICATION OFFICIELLE DE LA DIRECTION NATIONALE DU FRONT SANDINISTE DE LIBERATION NATIONALE CONCERNANT LA RELIGION
Les patriotes et révolutionnaires chrétiens font partie intégrante de la Révolution depuis toujours. Ils prennent part au FSLN aussi bien qu’au Gouvernement de Reconstruction Nationale (G.R.N.) conséquence logique : leur participation à la lutte du peuple contre la dictature. Beaucoup ont donné leur sang. Comment oublier Oscar Perez Cassar, Oscar Robelo etc. et tant d’autres de nos frères assassinés dans les montagnes? Le prêtre catholique Gaspar Garcia Laviana surtout mérite une mention spéciale. Il a associé à merveille sa vocation chrétienne et sa conscience révolutionnaire.
Beaucoup de militants au Front Sandiniste appartiennent à l’église catholique et quelques-uns à l’église évangélique. Quelques évêques catholiques, Mgr. Obando y Bravo et d’autres, dénoncèrent les crimes de la dictature. Ce fut même un groupe de prêtres et de moines qui dénonçait devant le monde entier la disparition de 3000 paysans dans les montagnes du Nord. A cause de leur vaillante participation à la lutte, l’Eglise Catholique et les chrétiens en général souffraient les persécutions et la mort; beaucoup de religieux furent soumis à des vexations, ils furent expulsés, on leur rendit difficile l’exercice de la foi, beaucoup d’églises furent violées, saccagées, bombardées, prises d’assaut pour assassiner les "companeros" à l’intérieur; comme l’église d’El Calvario à Léon et les chapelles dans les montagnes. Les chrétiens font donc partie intégrante de notre histoire révolutionnaire à un degré jamais atteint dans aucun autre mouvement révolutionnaire d’Amérique Latine et peut-être du monde.
Nous devons perfectionner les formes de participation consciente entre tous les révolutionnaires de Nicaragua, indépendamment de leur position philosophique et de leurs croyances religieuses.
Positions de la F.S.L.N envers la religion:
- Pour le FSLN la liberté de professer une foi religieuse est un droit inaliénable de chaque personne que le gouvernement garantit dans sa plénitude. Personne ne peut être discriminé pour avoir professé publiquement ou avoir défendu ses croyances religieuses. Ceux qui ne professent aucune foi ont également les mêmes droits.
- On a affirmé que la religion est un mécanisme d’aliénation des hommes qui sert à justifier l’exploitation d’une classe par une autre. Cette affirmation a indubitablement valeur historique et à différentes époques la religion servait de support théorique à la domination politique. Pensons aux missionnaires qui prirent part au processus de domination et de colonisation des indigènes de notre pays.
Nonobstant, nous sandinistes, affirmons que notre expérience démontre que quand les chrétiens, s’appuyant sur leur foi, sont prêts à répondre aux nécessités du peuple et de l’histoire, ces mêmes croyances les poussent à la militance révolutionnaire. Notre expérience démontre qu’on peut être à la fois croyant et révolutionnaire conséquent et qu’il n’y a aucune contradiction insoluble entre les deux causes. - Le but de la FSLN est l’organisation des révolutionnaires de Nicaragua qui s’unissent volontairement pour transformer la réalité sociale, économique et politique de notre pays, d’accord avec un programme et une stratégie connus. Tous peuvent participer de façon
L’Eglise est libre
L’Eglise accomplit ses tâches au Nicaragua sans aucune intervention gouvernementale, contrairement à ce qui se passait sous le régime antérieur « a déclaré lundi » à Caracas Mgr Obando Bravo, archevêque de Managua, le capitale du Nicaragua.
L’archevêque est venu au Venezuela pour rencontrer les évêques de ce pays. Il a confirmé que, chez lui, l’Eglise main-
tient des relations normales avec le gouvernement.
« Nous espérons que la situation se maintiendra dans l’avenir malgré l’aspect marxiste du régime, afin que l’Eglise puisse poursuivre son œuvre d’évangélisation au Nicaragua. » Mgr Obando Bravo a ajouté que le pluralisme existait dans son pays et que l’enseignement religieux était tout à fait possible comme toutes les manifestations du catholicisme populaire « tellement enracinées dans notre peuple ».
in: La Croix, 15/1/81
militante, indépendamment de leurs convictions religieuses (3 prêtres catholiques font partie de l’Assemblée Sandiniste.) Tous peuvent exprimer librement leurs opinions.
- La FSLN garde un respect profond pour les traditions et célébrations religieuses de notre peuple. Elles ne doivent cependant pas…
servir à des fins politiques ou commerciales contraires à la Révolution sinon le FSLN se garde le droit de défendre le peuple et la révolution.
Un militant sandiniste en fonction ne doit pas donner son opinion sur l’interprétation de questions religieuses qui doivent être expliquées par les églises respectives. S’il intervient il le fait en son nom personnel et en sa qualité de chrétien.
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Certains ont accusé la FSLN de diviser l’Eglise. C’est faux. S’il existe des divisions c’est indépendamment de la volonté et de l’action de la FSLN. En examinant l’Histoire nous rencontrons dans l’Eglise catholique de tous les temps des contradictions et des positions politiques différentes parmi ses membres. Ainsi nous avons vu des opprimeurs aussi bien que des défenseurs des Indiens en Amérique Centrale. Il y en a eu pour aussi bien que contre Somoza. Il y a toujours eu des exemples tristes à côté de grands héros comme Gaspar Garcia et autres martyres sandinistes d’origine chrétienne. De nos jours persiste la même situation. Il existe une immense majorité de chrétiens qui participent activement à la Révolution et une minorité qui y est opposée.
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Autre aspect actuel: la participation des religieux au Gouvernement de Reconstruction Nationale. C’est un droit de chaque citoyen d’y participer quelque soit son état civil. Notre pays se trouvant dans de grandes difficultés il requiert le concours de tous les patriotes, aussi bien laïcs que religieux. Exercer le droit de participation aux responsabilités gouvernementales dépend de la conscience personnelle de chacun.
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L’Etat révolutionnaire, comme tout Etat moderne est un Etat laïque qui ne peut adopter aucune religion parce qu’il représente tout le peuple, tant les croyants que les non-croyants. Nous avons voulu publier cet exposé pour faire comprendre à tous nos militants de la FSLN et à toutes les églises leur devoir et leur responsabilité pour la construction de notre pays après tant d’années de répression.
Sandino ayer, Sandino hoy, Sandino siempre, Patria Libre o Morir.
Direccion Nacional Del Frente Sandinista de Liberacion Nacional (7 de octubre de 1980)
(résumé par la rédaction)
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