„Ewige Madonna“

Ein Luxemburger Film aus dem Jahr 1950

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1950 sollte zum Heiligen Jahr ein Luxemburger Muttergottesfilm entstehen. Die katholische Aktion rief breit zu einer Spendenaktion auf. Zehn Franken sollte man geben, um den Film, der ursprünglich von einer Privatgesellschaft konzipiert gewesen war, Wirklichkeit werden zu lassen. „Jeder Beitrag ermöglicht uns, den Luxemburger Muttergottesfilm noch schöner, noch vollkommener zu gestalten.“

Als Produzentin trat die Gesellschaft SCOPA auf. Es spielte das Große Orchester von Radio Luxemburg.

Der Film dauert etwa 14 Minuten und führt verschiedene szenischen Etappen der Muttergottesverehrung in Luxemburg vor Augen. Man sieht nacheinander Bilder aus dem Mittelalter, von der großen Pest und aus dem Dreissigjährigen Krieg.

Die Kirche kooperierte in diesem Vorhaben. So gibt es auch eine Oktave-Szene, in welcher der damalige Bischof Lommel im Rahmen einer Messe erscheint. Diese im Mai spielende Oktave-Szene wurde im Dezember aufgenommen.

Manche ästhetische Frage war durchaus umstritten. Durfte man dieses Thema in der neuen Farbtechnik realisieren. „Für Kenner der Farbentechnik schien der Versuch, mit diesem Kulturstreifen ein neues Verfahren zu erproben, etwas gewagt. Vor allem das religiöse Thema des Werkes gab zu verschiedenen bedenken Anlaß, da die Gefahr der Verkitschung durch die aufdringliche Färbung nahelag.“ (Luxemburger Wort 25. März 1950).

Doch die Verwirklichung beruhigte schließlich religiöse Kreise und das Luxemburger Wort konnte die dezente Kolorierung des Streifens loben.

Das Tageblatt vom 29.4.1950 wollte nicht das Thema kritisieren, „das allen Luxemburgern am Herzen liegt und das von allen, das sei gleich festgestellt, zumindest respektiert werden sollte.“

Also beschränkte man die Kritik auf rein technische Fragen. „Das Blau wirkt etwas grell.“ Der Bildschirm schien zu abrupt, auch fand man kleinere Schnitzer-Mittelalterliche Menschen sollten „kein Schuhwerk von 1950 tragen.“

Die kommunistische Zeitung vom 6.5.1950 enthält sich auch jeder Kritik am Thema. Manche Szene

wirkte ihr „reichlich gestellt“ und trotz „unleugbaren Schönheiten befriedigt der Film nicht.“

Die Zeitung bezweifelte ferner, ob man das Werk streng genommen als „Luxemburger Film“ bezeichnen dürfte, denn im Vorspann würden die Ausländer überwiegen.

Der Regisseur Ulrich Kayser kam aus Deutschland, – Eugène Bozza, der die Filmmusik schrieb, aus Italien.

„Jedenfalls muß festgestellt werden, dass die Farbenwiedergaben ganz gut gelungen sind. Ob das für die Gestaltung des Stoffes auch der Fall ist, sei dahingestellt. Man erfährt nämlich aus dem Streifen nicht, wie die Madonnenverehrung hierzulande aufkam und sich entwickelte, sondern sieht nur eine Reihe lebender Bilder, die bisweilen reichlich gestellt erscheinen. Musik und Gesang hingegen sind angenehm, doch leider nicht synchron, was auf das Fehlen eines Synchronisierungsateliers in Luxemburg zurückzuführen sein dürfte.“ (Zeitung 6.5.2003)

Der Film scheint relativ bald in Vergessenheit geraten zu sein und ist in seinen originalen Farbtönen nach einem halben Jahrhundert nicht mehr erhalten. Allerdings wurde er restauriert und ist im CNA archiviert.

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