Frustrationen und Konflikte können nicht ausbleiben

15 Jahre Erwachsenenbildung. Interview mit Pfarrer Jean Leyder und Pater Fränz Koedinger

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15 Jahre Erwachsenenbildung

Vor 15 Jahren hat Abbé Jean Leyder, heute Pfarrer in Roodt-Syr, auf eigene Initiative das "Centre chrétien d’éducation des adultes" (CCEA) gegründet, das heute im Convict-Gebäude unter dem Namen "Info-Center" ein seit kurzem um eine Videothek ergänztes Dokumentations- und Konferenzzentrum unterhält. Wegen seiner Aufgeschlossenheit ist das CCEA weit über die Grenzen der katholischen Kirche hinaus bekannt und genießt die Achtung auch von der Kirche fernstehenden Personen. Für unsere Zeitschrift, die seit Beginn die Veranstaltungen des CCEA angekündigt und darüber berichtet hat (anscheinend keine Selbstverständlichkeit in der kath. Presse), unterhielt sich Michel Pauly mit den heutigen Verantwortlichen des CCEA, Pfarrer Jean Leyder, Pater Franz Koedinger und Theo Péporté; sie zogen Bilanz von 15 Jahren Erwachsenenbildung in Luxemburg und erörterten Zukunftsperspektiven.

forum: Das Zentrum für Erwachsenenbildung in der Diözese Luxemburg besteht nun seit 15 Jahren. Wieviel Erwachsene haben Sie denn in diesem Zeitraum ausgebildet?

J. Leyder: Ich habe nie irgendeine Statistik darüber geführt, wieviele Leute hier an Konferenzen, Kursen oder andern Veranstaltungen teilgenommen haben. Und sogar wenn ich solche Zahlen hätte, dann würden sie noch nichts über die Wirkung unserer Arbeit aussagen. Es können 80 oder 100 Leute an einer Konferenz teilgenommen haben, ohne daß einer etwas davongetragen hat. Andererseits können vielleicht nur sechs gekommen sein und es hat eine bewegte und bewegende Diskussion gegeben, die drei, vier Leute motiviert, regelmäßig weiterzuarbeiten. In einer Pfarrei ist es ja genauso. In einer Schulklasse läßt sich abfragbares Wissen prüfen und das Resultat meiner Arbeit in etwa feststellen. Bei unserer Arbeit muß man von vornherein mit der Frustration leben, daß das Resultat nicht überprüft werden kann.

F. Koedinger: Dadurch daß immer wieder Leute sich von unserm Angebot ansprechen lassen, können wir uns aber einigermaßen bestätigt fühlen.

Mündige Christen und Fernstehende

forum: Implizit ist damit ja auch die Frage der Zielsetzung der Erwachsenenbildung (EB) angesprochen. Die Synode hat ganz allgemein festgehalten, EB ziele "auf den mündigen Menschen in all seinen Lebensbezügen". Was bedeutet für Euch heute einen "mündigen Christen" heranbilden? Oder ist der Synodentext schon als überholt anzusehen?

J. Leyder: Obschon der Text schon 1976 formuliert wurde, ist er noch erstaunlich aktuell. Eine Kirche braucht keine Kopfnicker, auch keine Menschen, die sich nur im Althergebrachten bestätigt sehen wollen. Eine Kirche braucht m.E. Menschen, die selb-

ständig denken können, die mit der Kirche mitdenken können, Menschen auch, die mit zwei Füßen auf dem Erdboden stehen. Bisher hatte die Kirche vielzusehr die Tendenz, die Gläubigen zu bevormunden. Mit mündigen Menschen wäre das nicht mehr möglich. Ich bin auch der Überzeugung, daß Jesus genau das gewollt hat. Auch er hat Menschen aus ihrer "Kirche" rausgerufen, in der sie einbrigadiert waren, sie dort hergeholt und auf ihre eigene Füße gestellt. Das hat auch bei ihm zu Unruhen geführt, wie man weiß.

forum: Soll das heißen, daß es wegen des CCEA auch schon Streit gegeben hat?

J. Leyder: Wir veranstalten natürlich nichts in der Absicht, Konflikte zu provozieren, genauowennig wie wir bewußt Leute verunsichern wollen. Doch den Slogan, daß man niemanden verunsichern darf, halte ich nach dem Vorbild Jesu für falsch.

F. Koedinger: Die normale Reaktion von Pfarrern, die nicht mit uns einverstanden sind, ist, daß sie uns nicht mehr einladen. Wenn wir z.B. mit unserm

Selbstannegigkeit,
Identität,
Fräheit,

dat sin 3 Uleis, déi ech bei engem "éducateur" am beschte Sënn vum Wuert fannen, engem Erwussbebildner, dië virun 2000 Jhor gelieft huet. Hie war der Meenung, dat wier de beschte Wee fir jhidfer Mënsch, a sängem Liewen de richtegen Herrgott ze fannen. Hien huet säng "mission de formation" als Hëllef zur Aennerung ugesin, nët eleng an exclusiv als Bestätegung vun diëm, wat ëmmer scho war a systemkonform as. Hien huet probéiert, déi Leit, denen hie begéint as, virun hir eege Verantwortung ze stellen. Mir als Kiirch hun an deem Punkt nach ëmmer vill ze léieren. De Pater Delp huet am KZ geschriwwen: "Eine kommende, ehrliche Kultur- und Geistesgeschichte wird bittere Kapitel zu schreiben haben über die Beiträge der Kirchen zur Entstehung des Massenmenschen, des Kollektivismus, der diktatorischen Herrschaftsformen."

Zanter dem leschte Konzil huet gottseidank e neie Wand geblosen. Mä d’Reaktioun huet nët op sech waarde gelooss. Et gët haut an der Kiirch an all mëglechen Gesummenhäng operéiert mat der Parol: Mir däerfen d’Leit nët veronsächeren!

Dat as e Verrot un diëm, dië nët Schlopfëllen ausgedeelt huet, mä Wourecht a Gerechtigkeit um Programm hat, a fir dië nët klerikal Taktik am Zentrum vu sänger Aktioun stong. Dat as e Verrot un diëm, diëm d’Richtegkeit vu sänger Saach nët um Erfolleg bei de Leit gemooss huet, e Verrot un diëm, dee, wéi en der nëmmen nach eng Dozen hat, och nach zu deene gesot huet: "Wëllt dir och ärer Wee goen?"

Et kann dach keen am Eescht behaapten, Jesus hätt keng Leit widder de Kapp gestouss; souguer de Gehanes den Defer huet de Norde verluer.

Jean Leyder in: Erwussbebildung 3/86

Dossier "Wat soll een dann haut nach gleewen?" in die einzelnen Pfarreien kommen, habe ich oft den Eindruck, daß dort Menschen häufig auch ältere Menschen, die spüren, daß etwas sich ändern muß. Der konkrete Anlaß für sie sind meistens Kinder oder Enkelkinder, bei denen sie feststellen müssen, daß ihre hergebrachten Antworten nicht mehr greifen, die aber im üblichen Angebot ihrer Pfarrei keine neuen Antworten finden können.

forum: Bisher sind es aber noch immer die Pfarrer, die die Initiative ergreifen, euch einzuladen?

J. Leyder: Was religiöse Fragen anbelangt, auf jeden Fall. In größeren Pfarreien kommt es allerdings auch vor, daß der Pfarrrat einlädt. Oder eine Elterngruppe bittet um einen Vortrag über religiöse Erziehung. Bevor es das "Centre de Pastorale Familiale" (CPF) gab, baten uns auch öfters Jugendgruppen um Gesprächsabende über Erziehungsprobleme und Fragen der Saxsalmoral.

forum: Der schon zitierte Synodenbeschluß hielt auch fest, die EB möge sich vorrangig "der benachteiligten Menschengruppen annehmen". Ich habe, ehrlich gesagt, eher den Eindruck, daß das CCEA sich vorrangig an die klassischen Mittelschichten wendet, oder?

J. Leyder: Du hast völlig recht, und in dieser Hinsicht haben wir sicher ein Defizit aufzuweisen. Inzwischen wurde allerdings das "Centre de pastorale en monde ouvrier" (CPNB) geschaffen und es wäre zu klären, inwieweit dieses nicht besser gerüstet ist, um den Bereich der EB abzudecken.

F. Koedinger: Andererseits ist nicht zu übersehen, daß wir auch im Ösling Leute ansprechen.

forum: Im Interview, das der Bischof euch in "info-aktuell" (Febr. 1986) gegeben hat, zitiert er auch die von der Synode dem CCEA zur Aufgabe gemachte Verkündigung für der Kirche Fernstehende und Nicht glaubende. Allerdings klingt beim Bischof eine gewisse Kritik an, als habe sich das CCEA mehr um diese Menschen bekümmert, die ihre Distanz zur Kirche genommen haben, als um jene, die noch zur Kirche stehen.

J. Leyder: Ich kann mir vorstellen, daß dem Bischof diese Kritik öfter über uns vorgetragen wird. Ich muß aber hinzufügen, daß er unsere Arbeit immer verteidigt, auch was den Kontakt mit Fernstehenden anbelangt.

forum: Welche Mittel stehen euch überhaupt zur Verfügung, um Fernstehende anzusprechen, an kirchlichen Fragen zu interessieren?

F. Koedinger: Eine Reihe unserer Veranstaltungen haben bewußt einen Forumcharakter und lassen auch sog. Fernstehende als Vortragende zu Wort kommen. Bei andern Veranstaltungen sind wir selbst manchmal überrascht, wie gemischt das Publikum ist. Ich denke z.B. an die Konferenz von Jean Delumeau über Angst im Christentum, oder an einen Jugendabend über religiöse Musik von heute. Beim kürzlich organisierten Wochenende über "Ökologie und Glauben" gaben mehrere Teilnehmer zu, daß sie seit Jahren keine Kirche mehr besucht haben. Unser Themenangebot spielt also eine wichtige Rolle. Aber daneben ist unser "Image" nicht ohne Bedeutung: unser Image mag in gewissen Kirchenkreisen anstoßen, aber das macht uns anscheinend nach außen sympathisch.

J. Leyder: Wir laden daher ja bewußt auch Fernstehende ein, als Mitarbeiter, nicht nur als Zuhörer, an unsern Podiumsgesprächen teilzunehmen. Das geschieht keineswegs aus Opportunitätsgründen, um mehr Leute anzusprechen, sondern entspringt dem Wesen unseres Anliegens. Erwachsenenbildung kann nicht mit einem einzigen Kochbuch kochen.

Offenheit und Verwirrung?

forum: Diese Offenheit kontrastiert ja aber ganz flagrant mit der Dialogunfreudigkeit der Kirche, zumindest mit dem Bild der Kirche, das der größte Propagandaapparat der Luxemburger Kirche verbreitet. Macht das eure Arbeit mit Menschen, die der Kirche kritisch und skeptisch gegenüberstehen, nicht verdammt schwierig?

J. Leyder: Doch, diese Schwierigkeit besteht und sie zeigt sich verschiedenorts, z.B. in unserer Ausstellung jeweils während der Oktave. Es gibt dort immer wieder Besucher, die sich aufregen, daß dieses oder jenes Buch – das unsern offenen Themenangebot entspricht – im Schatten des Mariendomes gekauft werden kann. Es gibt also Leute, denen unsere Offenheit mißfällt. Andere werfen uns Opportunismus vor. Ähnliche Vorwürfe erhielten wir schon, was Beiträge in unsern "info-aktuell" anbelangt.

forum: Um meine Frage von vorhin zu verdeutlichen: Zur kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit gehört ja auch das "Luxemburger Wort". Der Synodenbeschluß hält fest, ihm komme bei der Verbreitung der christlichen Wahrheit große Bedeutung zu (1). Könnt ihr diese Aussage aus eurer Erfahrung heraus bestätigen? Muß man nicht eher den Eindruck haben, daß das LW den Dialog mit den Andersdenkenden behindert statt ihm zu fördern?

J. Leyder: Jeder sieht, daß wir, z.B. in "info-aktuell", nicht dieselbe Haltung vertreten wie das LW. Es gab Zeiten, wo die Kooperation besser lief als heute: in den 70er Jahren veröffentlichte ich z.B. im LW einen 20-teiligen Glaubenskurs…

forum: Mir scheint hier doch ein fundamentales Problem zu liegen: Die Kirche Luxemburgs vermittelt offenbar zwei entgegengesetzte Bilder des christlichen Glaubens. Das CCEA z.B. sagt, man dürfe nicht zu sehr zögern, auch mal zu verunsichern, wichtig sei die Erziehung zu einem selbstverantworteten, aktiven Glauben, zu mündigen Christen. Das LW, und andere Kreise, warnen vor jeder Verunsicherung; der LW-Direktor begründet offiziell seine Ablehnung eines Pluralismus in den Spalten seiner Zeitung mit dem Argument, das führe zu einer "Verwirrung der Geister". Ist das nicht eher eine Ent-mündigung der Gläubigen, die insofern in Widerspruch steht mit den Absichten des Synodenbeschlusses über Erwachsenenbildung? Seid ihr da noch glaubwürdig in eurem Dialog mit Fernstehenden?

J. Leyder: Das ist ohne Zweifel ein Problem und in meiner Rede bei der 15-Jahr-Feier habe ich ohne falsche Rücksichten unsere programmatische Linie

dargelegt. Bislang hat der Bischof diese ohne Einschränkung gutgeheißen.

F. Koedinger: In unserm Interview hat der Bischof ja auch unmißverständlich zugegeben, daß es "mit der LW-Redaktion einige Schwierigkeiten gibt".

forum: Inwieweit hat das CCEA denn versucht, mit andern Medien als dem LW zusammenzuarbeiten? Die Synode hat euch dazu ja auch aufgefordert.

J. Leyder: In dieser Hinsicht ist sicher zu wenig geschehen, ganz besonders in Bezug auf das Radio. Dafür gibt es aber eine sehr einfache Erklärung: als Einmannbetrieb war bislang nicht mehr möglich.

T. Péporté: Es gibt ja aber auch unser "info-aktuell" (2), das immerhin 4000 Leser erreicht und in dem wir ohne Umschweife unsere Meinung sagen. Die Unabhängigkeit vom LW war auch ein Grund für dessen Existenz.

Kirche in einer säkularisierten Welt

forum: Zurück zu prinzipielleren Fragen: Wir leben in einer "zunehmend säkularisierten Welt", wie der Bischof betont. Bedeutet das nur, daß die Zahl jener Zeitgenossen zunimmt, die der Kirche fernstehen, oder hat das noch andere Folgen?

J. Leyder: Es bedeutet ohne Zweifel, daß die Noch-zur-Kirche-gehörenden Zweifeln ausgesetzt sind und daß sie ihre Überzeugung, warum sie dazu gehören, neu begründen müssen. Althergebrachte Antworten über Sinn und Rützlichkeit des Glaubens halten heute niemanden mehr bei der Stange. Die neue Situation verlangt neu formulierte Antworten, wenn die Botschaft noch verstanden werden soll. Es geht um das Leben des einzelnen, nicht um die Erhaltung von Traditionen. Es geht um die Sache Jesu, nicht um das Wiedereinfangen verlorener Schafe.

forum: Gibt es nicht gerade bei den traditionellen Kirchengängern die ungekehrte Reaktion auf die neue Situation: statt sich der Verunsicherung zu stellen, schließt man sich ab und greift auf die alten Traditionen zurück?

J. Leyder: Eben, und zwar weil diese Leute nie gelernt haben, auf eigenen Füßen zu stehen, was natürlich nicht ihre Schuld ist.

F. Koedinger: Allein schon unser Vokabular unterscheidet uns von manchen kirchlichen Kreisen. Das mag unbegucken erscheinen, ist aber notwendig, um in der neuen Lage zu bestehen.

T. Péporté: Um heute gehört zu werden (von verstanden werden, sind wir noch weit weg), muß ich zuerst mal ein Stück Weg gemeinsam mit den Menschen, z.B. mit Jugendlichen, gehen, mit ihnen leben, ihre Erfahrungen teilen, ihre Sprache lernen. Dann beginnt zuerst einmal bei mir selbst ein Lernprozeß. Danach kann man versuchen, in ihrer Sprache mit ihnen ins Gespräch kommen. Ihnen Antworten auf nicht gestellte Fragen anbieten, funktioniert sicher nicht mehr.

J. Leyder: Ihre Sozialisation ist ja auch eine ganz andere. Sie haben von den traditionellen sog. christlichen Wahrheiten kaum ‚was mitbekommen. Der Graben zwischen ihrer Sprache und Lebenserfahrung und der theologischen Ausdrucksweise ist einfach gewaltig. Sie hören Rock und Pop, und wenn sie in die Kirche kommen, drücken wir ihnen das "Magnificat" in die Hände. Das kann nicht gut gehen.

F. Koedinger: Die Schwierigkeiten mit der Jugend scheinen mir ein Indikator für die gesamte Gesellschaft zu sein. Wenn die Kirche diese nicht meistert, ist sie weg vom Fenster. Für die nächsten zwei, drei Jahre haben wir daher genau dieses Problem zum Schwerpunkt unserer Arbeit gemacht. Unter

dem Arbeitstitel "Religiöse Indifferenz in unserer Gesellschaft" wollen wir mit Hilfe ausländischer Experten über die neue Situation nachdenken, einfach mal verstehen, wo sie herkommt, um dann in einem 2. Schritt pastorale Konsequenzen zu ziehen. Die erste Frage, die sich stellt, lautet: Warum greift die Botschaft des Evangeliums nicht mehr in unserer Welt?

forum: Richtet sich diese Überlegung nicht in erster Linie an den kirchlichen Apparat selbst, an den Klerus, eher als ans große Kirchenvolk?

F. Koedinger: Richtig, und daher ist der ganze Reflexionszyklus in Zusammenarbeit mit dem Bistum geplant. Auch dort ist man sich der Dringlichkeit dieser Problematik bewußt.

forum: Zum Schluß vielleicht noch eine Frage über das jüngste Kind des CCEA: die Videothek. Warum? Wozu?

T. Péporté: Zuerst mal um eine Alternative zum Bestehenden zu bieten. Video ist ein interessantes Medium, das seine guten Seiten hat, von denen man profitieren sollte. Das ist in den kommerziellen Videotheken einfach nicht möglich. Wir versuchen daher hier Filme anzubieten, die keinen kommerziellen Erfolg hatten oder haben, die aber sehenswert sind.

forum: Wobei zu präzisieren ist, daß es sich um Spielfilme handelt, keineswegs nur um sog. Bildungsfilme.

T. Péporté: Auf jeden Fall. Es gibt die zwei Sparten. So ist es zumindest möglich, einen medienpädagogischen Akzent zu setzen: den Leuten eine Auswahl, eine Alternative zu ermöglichen. Sicher kommen dann noch Workshops, Seminare, Konferenzen hinzu, die einzelne Aspekte einer Filmerziehung betreffen. Unser erster Abend für Eltern über Gewalt im Video war in diesem Sinne zu verstehen. Zusammen mit dem CPMO und der "Billerfabrik" planen wir auch ein Stage über Videokamerapraxis.

forum: Wir werden sicher noch auf diese Fragen zurückkommen, wahrscheinlich in Form eines "forum"-Dossiers über Kinder und Fernsehen. Vorerst unser bester Dank für das ausführliche Gespräch!

(1) Anm. d. Red.: Ein in der A-Vorlage vorgesehener Passus, der sich kritisch mit der Linie des LW in Glaubensfragen auseinandersetzte, wurde erst nach Intervention durch LW-Direktor A. Heiderscheid gestrichen (vgl. Protokoll der XII. Vollversammlung vom 5.-6.2.1977, S. 17ff.).

(2) Aus postalischen Gründen lautet der Titel demnächst: "Erwuessbildung". Gratis zu beziehen durch das Info-Center, 5, av. Marie Thérèse, Luxembourg, Tel. 44743-340

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