Dieser Inhalt wurde anhand eines gescannten Dokuments mithilfe von optischer Zeichenerkennung (OCR) und künstlicher Intelligenz (KI) digitalisiert. Er kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten.

Deux bibliographies courantes, l’une consacrée à la littérature luxembourgeoise en 1993, l’autre à l’histoire urbaine belgo-luxembourgeoise en 1992-93, viennent de sortir de presse. Ces répertoires d’ouvrages et d’articles concernant un domaine précis ne trouveront certes pas un grand public – et il est d’autant plus difficile de convaincre des éditeurs de les publier -, mais leur utilité pour les chercheurs est immense et on ne peut que féliciter les éditeurs d’avoir eu le courage d’entreprendre ce travail fastidieux de la collecte des données.

Dans le cas de la Bibliographie courante de la littérature luxembourgeoise, qui en est à son 6e volume, le mérite en re-

vient à Claude Meintz et aux Archives nationales qui la publient dans leurs éditions pour le prix modique de 200 F. Claude Meintz a retenu 1568 titres traitant de la littérature et de la vie littéraire au sens large au grand-duché. Il a recensé 51 publications périodiques luxembourgeoises, dont "forum", mais ne retient ni les oeuvres d’auteurs luxembourgeois parus à l’étranger, ni les articles parus dans des revues étrangères sur la vie littéraire luxembourgeoise. En 1993 sont parues 18 oeuvres autonomes en langue luxembourgeoise, 11 ont fait l’objet de compte-rendu critiques dans la presse; pour la littérature d’expression française parue au Luxembourg les chiffres correspondants sont de 15 et de 12, pour l’allemand de 22 et de 12. La bibliographie dé-

ment donc une fois de plus la pauvreté de la critique littéraire au Luxembourg. C. Meintz traite en outre de domaines annexes de la vie littéraire tels que le théâtre et le cabaret, la presse, les bibliothèques, la politique culturelle etc. Cette dernière rubrique contient les premiers articles consacrés à ‚Luxembourg – ville européenne de la culture 1995‘ et les volumes de 1994 et 1995 constitueront certainement un intéressant bilan bibliographique de ce événement-phare.

Si Claude Meintz retient tous les articles, y compris ceux de la presse quotidienne et périodique, la Bibliographie de l’histoire urbaine. Belgique-Luxembourg 1992-1993 se limite avec ses 1492 titres aux publications et articles de caractère scientifique. Elle est éditée pour la première fois par le Centre belgo-luxembourgeois d’histoire urbaine (à commander pour 800 F auprès du CLUDEM, 162A, av. de la Faïencerie L-1511 Luxembourg) et veut continuer une bibliographie rétrospective annoncée pour cette année aux éditions du Crédit communal de Belgique. Les deux Luxembourgs ainsi que les territoires français et allemands pour les périodes où ils faisaient partie du duché y sont représentés avec 143 titres, 9,6% du total. D’après une analyse faite par Michel Oris dans le ‚Newsletter‘ du Centre belgo-luxembourgeois les domaines de l’histoire de l’art et de l’archéologie (161% contre une moyenne de 11,9%) ainsi que l’histoire économique et sociale (28% contre 25,8%) sont surreprésentés aux Luxembourgs par rapport à la moyenne. Par contre la publication de sources (2,1% contre 3,9% en moyenne) et l’histoire générale (2,1% contre 4,3%) sont des domaines négligés aux Luxembourgs.

L’utilité des deux bibliographies est encore rehaussée par les index qui les accompagnent: un index des auteurs et un index analytique (des lieux dans le cas de l’histoire urbaine). m.p.

Spenden vereinfacht

In einem Beitrag über das Gesetzesprojekt zur Reorganisation der Entwicklungshilfe in der vorigen "forum"-Nummer war beanstandet worden, daß Spenden, die von der Einkommensteuer abgesetzt werden sollen, immer noch dem "Fonds d’aide au développement" überwiesen werden müssen, der sie dann erst der Empfängerorganisation zukommen läßt, die sie für ein Entwicklungshilfeprojekt benötigt. Am Tag da die genannte "forum"-Nummer die Druckerei verließ, so war in der Tagespresse zu erfahren, beschloß die Regierung, diese Schikane aus dem Gesetzesprojekt zu streichen.

HORIZONS-ÉDITORIAUX le Monde, 4/4/95

Burundi : le couteau de Damoclès

par Ronald Searle

Die anerkannten ONGD sollen in Zukunft selbst Spendenguttungen fürs Steueramt ausstellen dürfen. Der Schritt ist sowohl im Interesse der ONGD und der Spender als auch im Sinne der geplanten Verwaltungsreform zu begrüßen.

Was die Streichung der Sensibilisierungskampagnen als kofinanzierungswürdige Entwicklungshilfeprojekte anbelangt, die "forum" ebenfalls beanstandet hatte, weiß der Abgeordnete Robert Garcia (Di Gréng) im "GréngeSpoon" Nr. 273/28.4.1995 zu berichten, daß die außenpolitische Kommission des Parlaments beschlossen hat, der Regierung ein diesbezügliches Amendement zu unterbreiten. In einem interessanten Interview in "Brennpunkt dreht Welt" Nr. 145/April 1995 verspricht Staatssekretär Georges Wohlfart, sich noch einmal für eine derartige Änderung des Gesetzprojektes einzusetzen, ansonsten werde er den ONGD für Sensibilisierungsarbeit Zuschüsse in anderer Form zukommen lassen. Schließlich war am 13. Mai in der tagespresse zu lesen, daß der Ministerrat sich nun doch für eine Kofinanzierung von Projekten zur "Education au développement" durchgerungen hat. m.p.

Der Bauer aus Vichten und das Mosaik

Die Eigentumsverhältnisse bei archäologischen Funden sind gesetzlich nicht geklärt: Es besteht nur eine Informationspflicht gegenüber dem Nationalmuseum. Im Fall des herrlichen römischen Musenmosaiks, das in Vichten freigelegt wurde, wurde die nicht einmal eingehalten: Obschon die Museumsverantwortlichen sich in Schweigen hüllen und die Presse zum Teil falsch informiert haben, war aus sicherer Quelle zu erfahren, daß der Bauer das Mosaik schon vor längerer Zeit entdeckt hatte, als er einen Laufstall neben seinem Bauernhof baute, den Fund aber nicht gemeldet hatte. Erst durch andere Zeugen aus dem Dorf drang die Kunde dann doch ins Museum. Bei dem genannten Stallbau hat der Bauer – wie selbst ungeschulte Augen erkennen können – den ganzen rechten Flügel der großen römischen Villa zerstört; ein Teil des Mosaiks mußte ja auch unter einer Betondekke geborgen werden. Nun verlangt er anscheinend eine zweistellige Millionen-Summe, um dem Staat das Mosaik zu überlassen. Da es sofort unter Denkmalschutz gestellt wurde, ist es ihm Gott sei Dank nicht mehr möglich, es an japanische oder amerikanische Interessenten zu veräußern. Doch über den Kaufpreis des Staates wird noch lange gestritten werden, bis der Gesetzgeber endlich archäo-

logische Funde als Nationaleigentum verstaatlicht. Genau derselbe Streit währt ja schon jahrelang um das römische Amphitheater von Dalheim. Mit einer Strafe für die mutwillige Zerstörung der römischen Villa und die Nicht-Meldung seines Fundes wird der Bauer aus Vichten auch nicht rechnen müssen, da die im Gesetz vorgeschriebenen Strafen so lächerlich gering sind, daß eine Verurteilung einer Aufforderung zum billigen Freikauf von derartigen Pflichten gleichkäme. Der Gesetzgeber ist nach dem Vichtener Fund doppelt gefordert. Wäre hier rechtzeitig eingegriffen worden, hätte der Bauer seinen Stall problemlos an anderer Stelle bauen können, die Villa wäre vollständig ausgegraben worden und die Gemeinde Vichten hätte an Ort und Stelle in einem Lokalmuseum die Villa mit einem seltenen, bestens erhaltenen römischen Mosaik als touritische Attraktion der Öffentlichkeit zugänglich machen können. m.p.

Sponsorenwettbewerb statt Sport

Schon fünfmal fand in Wiltz das 24-Stunden-Radsportfestival statt (vgl. "forum" Nr. 153/Juli 1994). Über 20 000 Zuschauer zieht es mittlerweile an, weil die Presseorgane des ISP-Imperiums es via "Luxemburger Wort", "Télécan" und DNR im ganzen Land bekannt gemacht haben. Nun ist es auch für die CLT-Gruppe interessant geworden: RTL-92,5, "Hei elei" und "Revue" wollen die Rolle der ISP übernehmen. Aber nur wenn ihnen die Exklusivrechte zugestanden werden. Da aber die CLT nicht etwa bereit war, wie im Ausland üblich, solche Übertragungsrechte zu bezahlen, sondern im Gegenteil 700 000 Franken für ihre Übertragungskosten verlangte, sah das Sportkomitee keinen Grund, den Werbeagenten zu wechseln. Die Sponsoren sahen das anders. Sie waren sofort bereit: sie zahlten der CLT 700 000 Franken aus der eigenen Schatulle, um dann regelmäßig in direkten Fernseh- und Radioübertragungen im Hintergrund aufzutauchen. Der einzige Gewinn der Veranstalter ist eine geringfügige Beteiligung an den Werbeeinnahmen der Sondersendungen und Sonderhefte der "Revue". Von einer Zuwendung zugunsten der Hilfsaktion, die das Wiltzer Lyzeum mit dem Radsportfestival verbindet, war keine Rede. m.p.

"Fall Groer" löste Kirchenflucht aus

Es ist stiller geworden um den Wiener Kardinal Hans Hermann Groer, dem ehemalige Zöglinge sexuellen Mißbrauch

vorwerfen. Doch der "Fall Groer" hat katastrophale Folgen für die katholische Kirche in Österreich: Die Zahl der Kirchenaustritte hat sich verdoppelt.

Hans Hermann Groer läßt die Öffentlichkeit weiter auf einer Klarstellung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen warten. Auch auf der Dechantenkonferenz am vorigen Donnerstag wies er Anfragen zur causa prima zurück. Der Kardinal echauffierte sich lediglich über die Medien, die Sachen ausgraben, "die vor 20 Jahren geschehen sind".

Ob diese von einem Sitzungsteilnehmer als wörtliches Zitat wiedergegebene Formulierung eine rhetorische Unachtsamkeit oder ein Freudscher Versprecher Groers war, muß dahingestellt bleiben. Eine wachsende Zahl von Gläubigen jedenfalls hat wegen Groers Verhalten mit der Kirche schon gebrochen. Im April dieses Jahres hat sich die Zahl der Kirchenaustritte gegenüber dem Vergleichsmonat 1994 verdoppelt.

5.565 Katholiken kehrten ihrer Kirche im vergangenen Monat den Rücken. Tatsächlich waren es sogar noch mehr: Die Diözesen Linz und St. Pölten sind in der Statistik nicht enthalten, weil erstere die April-Bilanz noch nicht fertig hat und der konservative St. Pöltener Bischof Kurt Krenn die Veröffentlichung der Austrittszahlen verweigert.

Trotz diesem alarmierenden Anstieg sind die Kirchenaustritte nur die Spitze eines Eisberges der Unzufriedenheit. Das Linzer Meinungsforschungsinstitut "market" erhob im April, daß jeder siebente Katholik wegen des "Falles Groer" mit Austrittsgedanken spielt.

Den Groer-Effekt bekamen alle Bischöfe zu spüren: 68% der Befragen halten die Bischöfe wegen der Handhabung der jüngsten Krise für "weniger" bis "gar nicht glaubwürdig".

Manfred Maurer, Linz

in: 113/14. 5. 95

Nächste "forum"-Nummer

Sie wird am 7. Juli erscheinen und als Schwerpunktthema die Rock-Musik in Luxemburg behandeln.

Im einzelnen sind folgende Aspekte vorgesehen:

Rockmusik als gesellschaftliches Phänomen

Wie sieht die Rock-Szene in Luxemburg aus? Welche Gruppen, welche Infrastrukturen, usw.?

Interviews mit einem Rock-Konzert-Organisator, einem Plattenverkäufer, Musikgruppen

Stellenwert der Rock-Musik in der Kulturpolitik

Informationen über Orte, Termine etc.

Als partizipative Debattenzeitschrift und Diskussionsplattform, treten wir für den freien Zugang zu unseren Veröffentlichungen ein, sind jedoch als Verein ohne Gewinnzweck (ASBL) auf Unterstützung angewiesen.

Sie können uns auf direktem Wege eine kleine Spende über folgenden Code zukommen lassen, für größere Unterstützung, schauen Sie doch gerne in der passenden Rubrik vorbei. Wir freuen uns über Ihre Spende!

Spenden QR Code