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Auf ihrer Generalversammlung vom 16. März hat sich die Escher Kulturfabrik im Zuge ihrer unaufhaltsamen Professionalisierung eine angemessene Satzung geben wollen. Eine klare Trennung von Verwaltungsrat auf der einen Seite und hauptamtlich oder benevole vor Ort engagierten Mitarbeitern auf der anderen Seite sollte eine größere Transparenz und Professionalität gewährleisten und die in den letzten Monaten sich häufenden Schwierigkeiten auf persönlicher Ebene entschärfen. Praktisch ohne Diskussion wurden die Vorschläge des austretenden Vorstandes von den versammelten asbl-Mitgliedern nacheinander gutgeheißen bis diese schließlich merkten, daß sie dabei unversehens die alte Kulturfabrik zu Grabe getragen hatten: Annahme der neuen Satzung, nachdem der Anwalt der KUFA eine Diskussion der wichtigsten Veränderung mit dem schlagenden Argument verhinderte, daß man diese Zeit besser im Anschluß am Tresen nutzen sollte; überraschende Ankündigung, daß kein Mitglied des alten Vorstandes mehr zur Wiederwahl zur Verfügung steht (oder stehen durfte…), dann Akklamation eines neuen in seiner Zusammensetzung überaus attraktiven Vorstandes, der in den zukünftigen Verhandlungen mit Staat und Stadt sicherlich eine bessere Figur machen wird als die im Escher Kulturkampf verbrauchte alte Garde; schließlich Rückzug des neuen Vorstandes in den Nebenraum und unverzügliche Wahl einer Direktorin (die zufälligerweise gerade zur Verfügung stand bzw. vom Jugendministerium zur Verfügung gestellt wurde). Inszenierung und Dramaturgie waren ein voller Erfolg. Ob das autonome politische Projekt Kulturfabrik jedoch diesen Abend überleben wird, ist eine Frage wert.

JST

Accès aux universités belges

Dans son n° 178 de septembre 1997 forum avait fait état des difficultés qui se dressent devant des élèves non-luxembourgeois qui détiennent le

diplôme de fin d’études luxembourgeois et qui voudraient s’inscrire dans une université belge. Il leur était demandé de s’inscrire d’abord dans une université de leur pays d’origine (qui peut être au fait le Luxembourg, mais les autorités belges entendaient par là le pays de leur nationalité) avant de pouvoir introduire une demande en vue de ‚poursuivre‘ leurs études en Belgique. D’après des informations lues dans Horizon, le bulletin du CLAE, n° 34/mars 1999, cette condition vient d’être supprimée pour les étudiants ressortissant de l’Union européenne. Il reste que ces étudiants, contrairement à leurs collègues de nationalité luxembourgeoise, doivent toujours payer des droits d’inscription très élevés. Comme quoi les étudiants n’ont pas tous les mêmes droits en Belgique.

m.p.

An den Diamanten klebt Blut

Insidern ist die Werbekampagne des Diamantenhändlers De Beers, der praktisch eine Weltmonopolstellung einnimmt, bekannt: «Ein Diamant ist unvergänglich.» – «Ein Menschenleben

nicht,» wollte die Hilfsorganisation medico international in einer ähnlichen Anzeige in der FAZ hinzusetzen, mit der Erklärung: «Diamanten für die Liebsten und Benzin für Autos finanzieren die Kriege Afrikas! Die Toten und Verstümmelten des Krieges in Angola sind keine afrikanische Angelegenheit. Ohne den Handel mit Regierungs-Öl und Rebellen-Diamanten der Unita gäbe es keine 24 Jahre Bürgerkrieg und keine Abschüsse von UN-Flugzeugen.» Die FAZ lehnte ab: Die Anzeige sei zu einseitig. Sind das nicht etwa alle Anzeigen?

Hintergrund der Kampagne von medico international ist der wieder entbrannte Bürgerkrieg in Angola, der Ende 1998 zum Abschluß von zwei Flugzeugen mit UN-Friedenstruppen geführt hat, woraufhin sich die UNO aus dem Land zurückgezogen hat. Sowohl die linke MPLA-Regierung als auch die rechte Unita-Rebellenorganisation finanzieren sich durch den Handel mit Diamanten und Erdöl. Über ein Fünftel des Diamantenangebots der Welt stammt aus Angola. Aber auch in Sierra Leone und Liberia lebt der Krieg vom Diamantengeschäft. Angola gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Millionen Minen

Plantu, in: Le Monde

sind in seinem Boden versteckt. Der Bürgerkrieg hat bislang mindestens eine halbe Million Menschenopfer gefordert. 10% der Kinder haben Erfahrung als Soldaten. Das Land ist wirtschaftlich und sozial am Ende, obschon es reich an Rohstoffen ist.

Im Juni 1998 erließ der UN-Sicherheitsrat ein Handelsverbot für Diamanten bis zum Ende des Kriegs in Angola. «Ein intelligentes Embargo, eben weil es nicht die Armen, sondern die Kriegstreiber trifft,» meint Thomas Seiterich-Kreuzkamp in Publik-Forum. Doch nichts tat sich. Keine europäische noch amerikanische Regierung hat De Beers verboten, weiterhin Diamanten aus Angola einzuführen.

m.p./P.-F. Nr. 4/1999

Hygiene im Lebensmittelhandwerk

Die Handwerkskammer hat jüngst fünf Leitfäden für das Lebensmittelhandwerk (Bäckereien, Metzgereien, Konditoreien, Feinkostläden, Mühlen) herausgegeben, mit denen besagten Handwerkern die Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Hygienekontrolle im Betrieb erleichtert werden soll. Darin wird nicht verlangt, wie der Telecran (31.3.1999) behauptet: "Beim Aufschlagen von Eiern sollen Eigelb und Eiweiß getrennt werden." – denn das ist ja wohl der Zweck des Aufschlagens-, sondern die Bearbeitung von frischen Eiern soll getrennt von der Bearbeitung anderer Lebensmittel geschehen, um die Verbreitung von Salmonellen zu verhindern. Es wird auch vorgeschrieben, daß im Laden ausgestellte Lebensmittel so präsentiert werden, daß weder Verkäufer noch Kunden darauf niesen oder husten können. Das kann man leider

nicht von einer stadtbekannten Konditerei mit Ableger in einem Großmarkt am Stadtrand sagen, die ihre leckeren Kuchen stets oben auf die Theke stellt. Und die Sanitärinspektion scheint sich in so angesehene Läden nicht hineinzuwagen. Es gibt auch noch immer Restaurants in der Stadt Luxemburg, die ihr Tagesmenü gleich neben dem Eingang offen anbieten, so daß alle Keime von der Straße direkt in den Topf fliegen können; andere Köche laufen mit dem frischen Fleisch vom Kühlraum unter Bäumen hindurch in die Küche. Doch die Handelskammer, der die Horesca angeschlossen ist, hat immer noch keinen Hygieneleitfaden herausgegeben. Sie scheint nicht zu wissen, daß das Gesetz von 1997 zur Umsetzung der EU-Richtlinie von 1993 auch ohne entsprechenden Leitfaden sofort anwendbar ist. Im Restaurantgewerbe scheint es offensichtlich nicht nur Probleme mit dem Arbeitsrecht zu geben.

m.p.

En 1982, Mumia Abu-Jamal, journaliste réputé et militant afro-américain, est accusé de l’assassinat d’un policier à Philadelphia. Le procès est biaisé par la volonté des pouvoirs publics de se débarrasser d’un personnage qui dérangeait. À la fin il est condamné à la peine de mort, peine inhumaine et injustifiable par excellence.

L’exécution de la sentence a échoué à plusieurs reprises à cause de la mobilisation internationale.

Aujourd’hui une nouvelle mobilisation a lieu pour que la Cour Suprême accepte la demande de révision du procès en cours. Le rejet de la demande remettrait en marche la machine conduisant vers l’exécution de la peine capitale.

Manifestation de soutien à Mumia Abu-Jamal

le samedi 24 avril à 15 heures, départ : Roude Petz

Pour un nouveau procès ! Contre la peine de mort !

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