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Thierry Simonelli
No, I meant late capitalism is a pyramid racket on a global scale, the kind of pyramid you do human sacrifices up on top of, meantime getting the suckers to believe it’s all gonna go on forever. (Thomas Pynchon, Bleeding Edge)
1. Die Verfassung der Freiheit
„Das ist der doux commerce!“ schrieb Marx ironisch über die moralische Wirksamkeit des Handels im Kapitel zur ursprünglichen Akkumulation des Kapitals. Nicht der Zivilisationsprozess einer „fleißige[n], intelligente[n] und vor allem sparsame[n] Elite“, sondern „Eroberung, Unterjochung, Raubmord, kurz Gewalt“¹ gewährleisteten den Siegeszug der kapitalistischen Produktionsweise.
Marx bezieht sich hier auf ein altes theologisch-politisches Streitgespräch über den Unterschied zwischen Leidenschaften und Interessen. In der Spätrenaissance wollte sich Machiavelli, in seinen politischen Ratschlägen zur Technik des politischen Machtkampfes, an die „Wahrheit der Dinge“ halten, nicht an theologische und moralische „Einbildungen“. Die wirklichen Menschen, so Machiavelli, sind im Gegensatz zu den Moralisten „undankbar, wankelmütig, verstellt, feig in der Gefahr, begierig auf Gewinn“.² Thomas Hobbes stellte noch eine Generation später fest, dass der leidenschaftliche Mensch „keine Gewalt, sich Weib, Kind und Vieh eines anderen zu unterwerfen“ scheut. Deshalb ist das Leben des natürlichen Menschen „einsam, armselig, scheußlich, tierisch und kurz“.³
Der Glaube an die Vernunft als Gegenmittel gegen die gefährlichen Leidenschaften gehörte auch noch für Hume, im 18. Jahrhundert, zu den falschen moralisierenden Einbildungen. Mit Vernunft ist dem
menschlichen Tier nicht beizukommen, da auch Vernunft bloß Sklavin der Leidenschaften bleibt. Daraus schloss Hume, fast zwei Jahrhunderte vor Freud, dass Leidenschaften eigentlich nur durch andere Leidenschaften in andere Richtungen gelenkt werden können.
Mit solchen Überlegungen dachte der Baron de Montesquieu das Gegenmittel gegen die zerstörerischen Leidenschaften gefunden zu haben: das friedliche Interesse an Bereicherung durch den Handel.
*Le commerce guérit des préjugés destructeurs et c’est presque une règle générale que, partout où il y a des mœurs douces, il y a du commerce; et que partout où il y a du commerce, il y a des mœurs douces.*⁴
Nach Adam Smith schien dieser verklärte Optimismus dann bis auf weiteres wieder unglaubhaft. Den „great mob of mankind“ sah Smith nicht nur ebenso pessimistisch wie seine Vorgänger, sondern er hoffte nicht einmal mehr auf dessen Besserung. Das ungehinderte Nachgehen der Selbstinteressen verwandelt sich zwar – Smith zufolge – durch die Erfordernisse der wirtschaftlichen Interaktion zum allgemeinen Guten. Das allerdings nur unter der einzigen Bedingung eines perfekten Wettkampfs im freien Markt. Diese Marktutopie ist jedoch keinesfalls als natürlich und regelfrei zu denken. In der realen Marktwirtschaft konzentriert sich wirtschaftliche Macht immer wieder in den Händen weniger, konspirativer Großeigentümer zu Machtmonopolen. Mit diesem Problem begann der klassische Liberalismus.
Bis 2002 hat Thierry Simonelli Philosophie und Psychologie an verschiedenen Universitäten gelehrt (u. a. in Paris und Luxemburg). Seitdem arbeitet er hauptberuflich als Psychoanalytiker.
Jedoch gibt es nicht den „einen“ Liberalismus. Sehr unterschiedliche Inhalte verstecken sich je nach Ausrichtung hinter diesem Begriff, sowohl geschichtlich als auch geographisch.
Freie Märkte schaffen menschliches Wohl
Der Neoliberalismus bezieht sich ideengeschichtlich auf eine Erneuerung des klassischen Liberalismus und nicht bloß auf dessen Wiederholung. Jedoch gibt es nicht den „einen“ Liberalismus. Sehr unterschiedliche Inhalte verstecken sich je nach Ausrichtung hinter diesem Begriff, sowohl geschichtlich als auch geographisch. Europäischer Liberalismus unterscheidet sich vom amerikanischen; politischer Liberalismus erscheint als das genaue Gegenteil des ökonomischen. John Rawls politischer Liberalismus war ebenfalls als Gegenmittel zu Friedmans ökonomischen Liberalismus gedacht.
Auf welche Spielart des Liberalismus greift die rezente Erneuerung des Neoliberalismus also zurück? Der Neoliberalismus scheint zuerst einmal von einer ähnlichen Mehrdeutigkeit zu sein. Dennoch lässt sich Neoliberalismus wenigstens als Thema (mit unzähligen Variationen) auf ein paar simple, geteilte Überzeugungen festsetzen.
Menschliches Wohlergehen wird demzufolge am besten durch freie Märkte, freien Handel und starke Privateigentumsrechte verwirklicht. Dauerhaftes wirtschaftliches Wachstum ist der einzige Weg zum menschlichen und gesellschaftlichen Fortschritt. Und dieser Fortschritt gelingt am besten, wenn der Markt – im Gegensatz zu Adam Smiths Überzeugungen – so wenig wie möglich, am besten gar nicht von der Politik beeinträchtigt wird. In der Theorie heißt das, dass die Funktion des Staates dabei nach Lasalles bekanntem Ausdruck auf die Rolle des Nachtwächters eingeschränkt wird. Auf der anderen Seite soll der Staat trotzdem aktiv das Primat des freien Marktes durch Privatisierung, Deregulierung, Reduktion der Sozialleistungen und weitmöglichste Abschaffung von öffentlichen Gütern festigen.⁶
„There is no alternative“
Privatisierungen sollen die staatliche Ineffizienz effizient beheben. Deregulierung soll den Markt vor schlecht informierten und gefährlichen staatlichen Eingriffen schützen. Und die Abschaffung der öffentlichen Güter soll die verallgemeinerte Konkurrenz vor dem Parasitismus von Nutznießern absichern. Kurz: Die Funktion des neoliberalen Staates besteht darin, sich als selbstständige politisch-demokratische Institution aufzuheben. In der poetischen Sprache des neoliberalen Politikers heißt das, dass der Staat den Juwelen des Finanzsektors als Schmuckkästchen dienen soll.⁷
Die Realitätsverneinung solcher politischen Großprojekte bedient sich üblicherweise zwei anderen
„There is no alternative“ Margaret Thatcher (rahuldlucca / CC)
poetischen Bildern: das Bild der anwachsenden Welle, die alle Boote höher hebt, wenn sie anschwillt, und das Bild des allmählichen Durchsickerns von Reichtumströpfchen. Je ungeniert reicher die Reichen, je zufriedener die Armen.
Die Überzeugungskraft solcher Lügengeschichten stammt überraschenderweise aus einer ironischen Umkehrung der Gegenkultur der New Left.⁸ Deren Forderungen nach Authentizität, nach individueller Selbstbestimmung, nach freier Wahl des Lifestyles oder gar der Identität, nach Nonkonformismus und Rebellion bereiteten das Wertesubstrat, auf dem der Neoliberalismus gedeiht. Denn genau diese Forderungen soll ein möglichst freier Markt verwirklichen. Selbstverständlich wurden solche Werte selbst noch zusätzlich als Konsumverhalten dem Markt assimiliert. Frei ist demnach, wer sich authentisch dem Konsum der Freiheit versprechenden Waren anvertraut. Daher kann der utopische Neoliberalismus als Hauptvertreter von Freiheitswerten und westlicher Demokratie auftreten. Neoliberale Ideologie wird so zum „totalisierenden way of life, zu einer Weltanschauung welche die Begriffe der alltäglichen Praxis und Darstellung bereitstellt“.⁹ Es gibt keine Alternative, da alle Alternativen schon im Markt intergiert sind.
2. Der Weg zur Knechtschaft
„Economics are the method; the object is to change the heart and soul.“ (Margaret Thatcher, Interview for Sunday Times, Mai 1981)
Arbeit bedeutet keine lebenslange Aktivität mehr; Arbeit bedeutet ein relativ kurzfristiges Übergehen von „Aufgabe zu Aufgabe, von Job zu Job, von Ort zu Ort“.
Bekanntlich entspricht die wirtschaftliche Realität nicht den Darstellungen dieser politischen Utopie. Neoliberalismus zielt eigentlich auf eine neue soziale Ordnung$^{10}$, in der eine Minorität globalen Anspruch auf „Ausbeutung von Nationen und Plünderung der Umwelt“ erhebt, und durch systematische juristische Regulierung die politische Basis für deren Fortbestehen sichert. Und nun, da die Verfechter des Neoliberalismus ihre Arbeit aus den Regierungsvorräumen ins Regierungskabinett verlegen, steht der großen Freiheit fast nichts mehr im Wege.
Denn die Deregulierung betrifft nur das Nichteinmischen demokratischer Politik in den freien Markt. Umgekehrt brauchen die Fürsprecher des freien Markts jedoch die Politik als Mitkämpfer und Garanten seiner „Freiheit“. Dem ruhenden Nachtwächter fallen dann zusätzlich noch einige Tagesarbeiten zu. Darunter vor allem die gezielte Steuerung der öffentlichen Meinung, die die post-demokratische Gesellschaftsordnung noch wenigstens zum Schein durch Wahlen legitimieren soll. Politiker fungieren hier idealerweise als Marketingagenten des neuen Einheitsdenkens.
„Neue“ Unternehmen
Konkret bedeutet neoliberale Marktwirtschaft dann eine tiefgreifende Veränderung des Produktionsprozesses und der Arbeitsverhältnisse. Im Gegensatz zum Industriekapitalismus des 19. Jahrhunderts und dem „integrierten Liberalismus“ (J. G. Ruggie) der Nachkriegszeit ist das neue Unternehmen nicht mehr primär an der Herstellung von Waren und deren Nachfrage interessiert. Idealerweise operiert es als reines Finanzunternehmen mit wechselnder Aktivität.
Der ausschließliche Zweck des neoliberalen Unternehmens besteht in der Maximierung des Aktionärswerts (shareholder value). Und diese Maximierung kann nur durch eine Flexibilität gesichert werden, welche die schnellstmögliche Anpassung, den schnellstmöglichen Wechsel der wirtschaftlichen Aktivität erlaubt. „Realwirtschaft“ kommt hier bestenfalls nur noch als Mittel spekulativer Finanzwirtschaft in Betracht. Denn Kerngeschäfte mit ihrer langen zeitlichen Entwicklung stellen wegen ihrer Inflexibilität ein äußerst unrentables Investment dar.$^{12}$
Die fortschrittlichsten Unternehmen, schreibt Colin Crouch in Post-Democracy, erledigen am besten die gesamte Produktion durch Auslagerungen und Subunternehmen. Der Kern dieses „idealen“ Unternehmens besteht dann einzig und allein aus einer Leitstelle, in der finanzstrategische Entscheidungen von
einem wechselnden Management getroffen werden, das seinerseits einer ständig wechselnden Zusammenstellung von Vermögensinhabern untersteht.$^{13}$
Flexibilität
Die Strukturierung eines solchen Unternehmens bestimmt die Organisation des Arbeits- und Lebensalltags seiner Angestellten auf eine historisch neue Art und Weise. Die Arbeit im neoliberalen Unternehmen gleicht weder der Aktivität im stählernen Gehäuse von Max Webers Bürokratie noch der zweckorientierten Zwangssozialisierung der späteren Unternehmenskultur. Das neoliberale Unternehmen funktioniert nicht nach dem Prinzip der festen Gehälter, der fixierten Laufbahn oder der Hauptberufe mit ihren festen Spezialisierungen und ihrer langjährigen Erfahrung. Auch die Unternehmenskultur mit ihren künstlich-affektiven Gruppenbindungen und ihrem hergestellten Zugehörigkeitsgefühl wirkt hinderlich.
Das Überleben im freien Markt beruht wesentlich auf Flexibilität. Flexibilität ist das höchste moralische Gut des Neoliberalismus. Jugendliche in Ausbildung und Arbeitslose, Angestellte und Anleger, Politiker und Wähler müssen sich flexibel zeigen, um sich den immer neuen Herausforderungen des Marktes stellen zu können. Für soziale, politische und wirtschaftliche Grundfragen verbleibt hier keine Zeit. Die nächsten Herausforderungen warten schon und fordern erste pragmatische Reaktionen. In der Tat: Die notwendige Flexibilität des freien Markts kann nur durch die entsprechende Flexibilität der Arbeit gesichert werden. Und diese Flexibilität bestimmt die spezifische Form der Arbeitsorganisation im Neoliberalismus.
Schöne neue Arbeitswelt
In seiner Kultur des neuen Kapitalismus hat der amerikanische Soziologe Richard Sennett mehrere Herausforderungen aufgezählt, denen sich Arbeiter dieses neuen Unternehmensmodells unweigerlich stellen müssen.$^{14}$
Arbeit bedeutet keine lebenslange Aktivität mehr; Arbeit bedeutet ein relativ kurzfristiges Übergehen von „Aufgabe zu Aufgabe, von Job zu Job, von Ort zu Ort“.$^{15}$ In solchen Arbeitsverhältnissen gibt es weder langjährige Erfahrung im Umgang mit einer klar umgrenzten Art von Arbeiten, noch ein reflektiertes Verhältnis zum Arbeitsprodukt, aus dem Erfahrung überhaupt erst entstehen könnte. Erfahrung erweist sich insgesamt als zu zeitlastig, d. h. zu unflexibel für die kurzfristigen Schwankungen des Marktes. Weniger Erfahrung bedeutet schnellere und geziel-
tere Anpassung. Anstelle der Erfahrung treten hier Kompetenzen: reine Fertigkeiten, die es erlauben auf schnellste und effizienteste Weise verschiedenste Probleme zu lösen.
Die aus der Arbeitsteilung entstehende Entfremdung wird hier noch einmal durch den anhaltenden Wechsel der Arbeitstätigkeit und die Verflüchtigung der (Schul)Bildung in abstrakte Kompetenzen potenziert. Der ideale Arbeiter des Neoliberalismus ist derjenige, der sich kurzfristig an neue, von außen gegebene Bedingungen anzupassen und diese mit der zureichenden Effizienz schnell zu regeln vermag. Erfahrung heißt dann schlicht und einfach das Durchhalten und Dabeibleiben im ständigen Wechsel, psychologisch gestützt von der Hoffnung eines höheren Gehalts, eines höheren Bonus oder wenigstens einer ‚höheren‘ Position.
Diese wirtschaftliche Kompetenz hat einen psychologischen Preis. Die serielle Erledigung von isolierten Aufträgen erzeugt das Gefühl nie über die ‚Oberfläche‘ der Tätigkeit hinauszukommen. Der Sinn der eigenen Aktivität bleibt auch im kleinen Kontext des Unternehmens für den Einzelnen meistens unklar. Und diese Sinnlosigkeit wird zur stetigen Quelle von Desorientierung.
Diese Erweiterung der Entfremdung im Arbeitsprozess betrifft auch die persönlichen Beziehungen in der Arbeitswelt. Genauso wie Erfahrung in Kompetenzen verflüssigt werden muss, müssen persönliche Bindungen sich in allgemeine Sozialisierungsfähigkeiten auflösen. Flexibilität verlangt, dass jeder zu jeder Zeit mit jedem an dem Verschiedensten effizient zusammenarbeiten können soll. Soziale Kompetenz und glatte Anpassungsfähigkeit werden zum entscheidenden Charakterzug. Der glücklichen Formulierung von George Soros zufolge werden hier also Beziehungen durch Transaktionen ersetzt.¹⁶ Sennett beschreibt diese Situation folgenderweise:
the cultural ideal of the new capitalism at its most robust, the boom suggesting that this new man/woman would get rich by thinking short term, developing his or her potential, and regretting nothing.¹⁷
Im ständigen Wechsel des Arbeitslebens erscheint letztendlich auch das persönliche Leben als fragmentiert. Der Kompetenzmensch leidet am Aufbrechen der persönlichen Lebensgeschichte und damit auch des Selbstgefühls. Da die Lebensgeschichte weder an eine Arbeit, an eine Erfahrung, an ein Unternehmen oder selbst an einen Ort gebunden ist, muss das Leben immer wieder neu gestaltet und neu erfunden werden. Freunde wechseln fast genau so oft wie Arbeitskollegen, und Familie muss allein schon
aus zeitlichen Gründen nach den Managementprinzipien eines Kleinunternehmens geführt werden.
Die wirtschaftliche Flexibilität bedingt eine Reihe von psychologischen Fragmentierungen sowohl in der Arbeit als im Privatleben. Das Arbeiten fällt einer Prekarisierung anheim, die nicht nur das Risiko der Arbeitslosigkeit veraltäglich, sondern die Natur der Arbeit selbst in einer Weise verändert die weder die Kritiker des kapitalistischen Produktionsprozesses des 19. noch die des frühen 20. Jahrhunderts ahnen konnten.
Als „kulturelles Ideal“ tritt die offizielle Ideologie des Neoliberalismus weit über die Grenzen der Arbeitswelt hinaus und bestimmt nicht nur die alltägliche Lebenswelt, sondern auch noch die Art und Weise wie wir uns selbst verstehen. Damit versiegt die letzte Quelle möglicher Alternativen. ♦
1 Marx K., Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 742.
2 Machiavelli N., Il principe. Kap. XVII.
3 „[…] no Arts; no Letters; no Society; and which is worst of all, continually feare, and danger of violent death; And the life of man, solitary, poore, nasty, brutish, and short.“ Hobbes T. Leviathan. Oxford University Press, S. 84.
4 Montesquieu. De l’esprit des lois, chap. Livre XX, chapitre premier.
5 Harvey, D. (2005). A brief history of neoliberalism. Oxford University Press.
6 Martinez E, Garcia A. (1997). What is ‚Neo-Liberalism?‘. National Network for Immigrant and Refugee Rights (CorpWatch.org)
7 Pierre Gramegnas Rede anlässlich des ACA Insurance Day, 5. Dezember 2013: „fabriquer l’écrin qu’il faut à la place financière, qui demeure le joyau de notre économie“.
8 Hickel, J., & Khan, A. (2012). The culture of capitalism and the crisis of critique. Anthropological Quarterly, 85 (1), S. 212.
9 Ibid. S. 205.
10 Duménil, G., & Lévy, D. (2005). The neoliberal (counter-) revolution. Neoliberalism: A Critical Reader, S. 9.
11 Saad-Filho A., Johnston, D. (2005). Introduction. Neoliberalism: A Critical Reader, S. 5.
12 Crouch, C. (2004). Post-democracy. Malden, MA: Polity Press, S. 36.
13 Ibid. S. 37.
14 Sennett, R. (2006). The culture of the new capitalism. Yale University Press.
15 Sennett, R. op. cit. S. 4-5.
16 Soros, G. (2010). The Soros Lectures: At the Central European University. Public Affairs. S. 91: „Traditional relationships were replaced by contractual ones. Contractual relationships came to penetrate into more and more spheres of social life, and eventually relationships started to be replaced by transactions.“
17 Sennett, R., op. cit. S. 7.
Diese wirtschaftliche Kompetenz hat einen psychologischen Preis. […] Der Sinn der eigenen Aktivität bleibt auch im kleinen Kontext des Unternehmens […] meistens unklar.
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